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28.02.2017, PP München


Welche Gefahren bergen sog. Communities oder soziale Netzwerke im Internet für die Jugendlichen?






Dieser Frage versucht der folgende Artikel nachzugehen. Insbesondere gibt er auch Eltern einige Tipps, die sie bei den "Chat-Aktivitäten" ihrer Kids beachten sollten.




Communities oder soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram oder Snapchat sind
sogenannte Web 2.0 - Angebote, deren Inhalt hauptsächlich durch die Nutzer gestaltet werden. Sie bieten die Möglichkeit, Steckbriefe und kleine Homepages anzulegen, Fotos und Videos einzubinden, Blogs (eine Art Internet-Tagebuch) zu führen, Gruppen oder Foren zu gründen und sich über diese Plattformen mit den Freunden zu vernetzen und auszutauschen.
Das für Chats noch typische Prinzip der Anonymität ist dabei aufgehoben: Hier soll der Nutzer authentisch agieren und möglichst viele persönliche Daten und viéle Fotos von sich präsentieren.

Dabei bedenken Kinder und Jugendliche in der Regel nicht, dass sie in den Community-Profilen ihre Daten und Bilder einer breiten anonymen Öffentlichkeit preisgeben. Die Jugendlichen machen sich durch ihre Auftritt selbst gläsern und sie sind dadurch bsp. bei Bewerbungen von ihren potentiellen Arbeitgeber gut recherchierbar. Die Jugendlichen bedenken oft nicht, dass hier ganz konkret Benutzerprofile erstellt werden und dass das Internet die Informationsquelle Nummer 1 für alle möglichen Interessen ist. Diese Interessen sind durchaus nicht immer wohlwollend für die Betroffenen. Potetielle Belästiger können auf diesen Plattformen viele Informationen über Kinder und Jugendliche sammeln (z.B. Kontaktdaten). Viele Chat-Portale erweiteren ihre Plattformen mittlerweile um solche Community-Angebote.


Eine Mutter beim gemeinsamen Chatten mit ihren Töchtern





Hinzu kommt, dass der Grundsatz "was einmal online war, immer online bleiben wird" in der Regel wenig beherzigt wird. Zudem wird übersehen, dass trotz "Löschen" von nicht mehr gewünschten Inhalten immer Archivversionen im Netz vorhanden bleiben.





Tipps und Empfehlungen für Eltern

  • Sicherheitsregeln vermitteln: Kinder und Jugendliche sollen darauf vorbereitet werden, dass der Chat-Partner oft nicht der ist, für den er sich ausgibt.
  • Die wichtigste Regel ist: Kinder sollten sich niemals mit Chat-Partnern treffen, Jugendliche niemals alleine zu Treffen gehen und das Treffen sollte immer an einem "sicheren" Ort (z.B. im Jugendclub, Eiscafe oder ähnlichem) stattfinden.
  • Sie sollten die Chat-Räume, in denen sich Kinder und Jugendliche bewegen, kennen. Zeigen Sie Interesse an ihren Chat-Aktivitäten, daran, was sie fasziniert, und mit wem sie sich unterhalten.
  • Informieren Sie sich über die Risiken der Chats, die die Kinder und Jugendlichen besuchen, und schlagen Sie ggf. alternative Seiten vor, die eine sichere und angenehme Atmosphäre bieten. Eine Übersicht und Bewertung zahlreicher Chats finden Sie unter: www.chatten-ohne-risiko.net.
  • Kinder und Jugendliche können sich meist nicht ausreichend von Chat-Inhalten distanzieren. Überfordert sind sie besonders dann, wenn sie in Kontakt mit anzüglichen oder pornografischen Darstellungen kommen. Sie sollten die Erlebnisse der Kinder und Jugendlichen ernst nehmen und mit ihnen darüber sprechen.
  • Beobachten Sie, ob und wie Probleme im Chat sanktioniert werden, wie der Moderator agiert und ob es Selbstschutz-Maßnahmen wie Alarm-Buttons bzw. Ignore-Funktionen gibt.
  • Chatten ist eine Form von Medienkonsum. Eltern sollten mit ihren Kindern altersgemäße Vereinbarungen treffen, wie lange sie wo und mit wem chatten dürfen. Chat-Freunde dürfen Freundschaften im realen Leben nicht verdrängen oder ersetzen.


Erste Vorsichtsmaßnahmen nach der Installation


Kindern gerade am Anfang über die Schulter schauen
Kindern gerade am Anfang über die Schulter schauen

Besonders bei Instant Messengern ist es von Bedeutung, sich mit den technischen Sicherheitseinstellungen vertraut zu machen und diese einzurichten. Bei der Installation eines Messengers sind diese Einstellungen meist auf der niedrigsten Strufe. Sie sollten so konfiguriert werden, dass die Privatsphäre weitestgehend geschützt wird.









 

 

 

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