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12.11.2020, PP München


Pressebericht vom 12.11.2020

Inhalt:

1750. Widerstand bei Verkehrskontrolle – Isarvorstadt

1751. Verkehrsunfall mit schwer verletztem Fahrradfahrer – Pullach

1752. Schwerpunktaktion im Rotlichtmilieu

1753. Festnahmen von falschen Polizeibeamten – Taufkirchen und Neuhausen

1754. Auftreten von falschen Polizeibeamten – Laim und Moosach

1755. Verkehrsunfall mit fünf verletzten Personen – Neuaubing




1750. Widerstand bei Verkehrskontrolle – Isarvorstadt
Am Montag, 09.11.2020, gegen 21:00 Uhr, fuhr eine 44-jährige Deutsche ohne festen Wohnsitz in Deutschland mit einem Fiat Pkw in der Isarvorstadt. Im Bereich der Thalkirchner Straße und Ehrengutstraße wurde sie von einer Streife des Polizeipräsidiums München angehalten und es wurde eine Verkehrskontrolle durchgeführt. Im Verlauf dieser Kontrolle konnte sie keine gültigen Dokumente vorzeigen. Der Abgleich ihrer persönlichen Daten mit dem polizeilichen Datenbestand ergab, dass gegen die 44-Jährige ein rechtskräftiges Fahrverbot bestand. Da die Fahrzeugführerin über keinen festen Wohnsitz in Deutschland sowie über keine Fahrerlaubnis verfügte und der Verdacht eines Fahrens ohne Fahrerlaubnis bestand, wurde ihr die vorläufige Festnahme erklärt.

Im weiteren Verlauf weigerte sich die Tatverdächtige aus dem Fahrzeug auszusteigen. Sie wurde von den Beamten aus dem Pkw gebracht, wobei sie Widerstand leistete. Das Fahrzeug wurde abgeschleppt und zur Verwahrstelle gebracht.

Nach der Anzeigenerstattung wegen eines Fahrens ohne Fahrerlaubnis und eines Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte wurde sie nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft nach Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder entlassen.

Da gegen die 44-Jährige staatsschutzrelevante Erkenntnisse vorliegen (Reichsbürgerbewegung), die auch eine mögliche Motivation für ihr unkooperatives Verhalten bei der Kontrolle gewesen sein könnten, hat das Kommissariat 44 (Staatsschutz) die Ermittlungen übernommen.


1751. Verkehrsunfall mit schwer verletztem Fahrradfahrer – Pullach
Am Mittwoch, 11.11.2020, gegen 10:30 Uhr, befuhr ein 61-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck mit einem Fahrrad die Fahrbahn der Bundesstraße B 11. An dieser Stelle gibt es einen Fahrradweg, den der 61-Jährige hätte benutzen müssen.

In gleicher Fahrtrichtung fuhr eine 33-Jährige mit Wohnsitz im Landkreis München mit einem Pkw Hyundai. Die 33-Jährige versuchte den Fahrradfahrer zu überholen. Unvermittelt zog dieser in die Mitte der Fahrbahn. Es kam zu einem Zusammenstoß mit dem Pkw. Der 61-Jährige wurde dabei verletzt.

Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Münchner Verkehrspolizei. Während der Unfallaufnahme musste die Bundesstraße B 11 kurzzeitig für beide Richtungen gesperrt werden. Es kam hierbei zu keinen größeren Behinderungen.

Der 61-Jährige wurde in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung gebracht. Er erlitt Verletzungen im Schädelbereich.

Die Münchner Verkehrspolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Tragen eines geeigneten Fahrradhelms unter Umständen Kopfverletzungen verhindern oder diese abmildern kann!

Die Münchner Verkehrspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.


1752. Schwerpunktaktion im Rotlichtmilieu
Am Mittwoch, 11.11.2020, wurde im Zeitraum zwischen 11:30 Uhr und 19:00 Uhr ein Schwerpunkteinsatz in Bezug auf das Rotlichtmilieu unter Leitung der Münchner Kriminalpolizei durchgeführt.

Ziel war es hier vor allem, die illegale Prostitution in Hotels und Wohnungen nach Möglichkeit festzustellen und zu unterbinden. Aufgrund der Schließung der Bordellbetriebe war durch Internetrecherchen eine Erhöhung des Angebots von Haus- und Hotelprostitution zu verzeichnen. Faktisch ist hierbei festzuhalten, dass jegliche Örtlichkeit, auch das Hotelzimmer oder die Wohnung, nach dem aktuell rechtlichen Stand als Prostitutionsstätte anzusehen ist. Das Betreiben einer solchen Prostitutionsstätte kann hier mit einem Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro sanktioniert werden.

Im Rahmen der Schwerpunktaktion wurden sechs vermeintliche Prostitutionsörtlichkeiten, die sich alle im Sperrbezirk der Landeshauptstadt München befinden, überprüft.

Im Ergebnis wurden hier unter anderem sechs Anzeigen wegen verbotener Prostitution und eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erstellt. Bei zehn Personen wurde die Identität festgestellt und in sechs Fällen Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen wegen des Betriebes einer Prostitutionsstätte im Sinne des Infektionsschutzgesetzes erstellt. Die angezeigten Frauen wegen verbotener Prostitution waren zwischen 18 und 46 Jahre alt (Staatsangehörigkeit: zweimal deutsch, zweimal rumänisch, einmal griechisch, einmal französisch).


1753. Festnahmen von falschen Polizeibeamten – Taufkirchen und Neuhausen
Am Montag, 09.11.2020, kam es erneut zu Anrufen von falschen Polizeibeamten. Ein Unbekannter gab sich gegenüber einer über 70-Jährigen aus dem Landkreis München als Polizeibeamter aus. In der Nähe ihrer Wohnung in Taufkirchen hätte man zwei Täter festnehmen können, weitere wären flüchtig. Zur Sicherheit wolle man ihre Wertsachen sicherstellen.

Die Frau fiel nicht auf die Geschichte der falschen Polizeibeamten herein und informierte die richtige Polizei.

Als gegen 22:00 Uhr ein 29-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis München die vermeintlichen Wertgegenstände abholen wollte, wurde er von den Polizeibeamten festgenommen.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich im Stadtteil Neuhausen. Dort wurde am Montag, 09.11.2020 ein 86-jähriger Münchner mit einer ähnlichen Geschichte angerufen. Daraufhin hob er bei seiner Bank einen fünfstelligen Bargeldbetrag ab. Der Mitarbeiter der Bank wurde auf die vermeintliche Masche der falschen Polizeibeamten aufmerksam und informierte sofort die Polizei.

Als am Dienstag, 10.11.2020, gegen 13:00 Uhr, ein 20-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Donau-Ries das Bargeld abholen wollte, nahmen die Beamten auch ihn fest.

Die falschen Polizeibeamten wurden in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Sie wurden dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaftbefehle erließ.

Die weiteren Ermittlungen führt die Arbeitsgruppe Phänomene beim Kriminalfachdezernat 3.


1754. Auftreten von falschen Polizeibeamten – Laim und Moosach
Fall 1:
Am Mittwoch, 11.11.2020, verständigte ein über 80-jähriger Münchner den Notruf 110 der Polizei, weil er soeben in seiner Wohnung bestohlen wurde.

Gegen 10:15 Uhr wurde er von zwei Unbekannten im Hausflur seines Anwesens im Bereich der Gärtnerstraße angesprochen. Die beiden Männer gaben an, dass sie von der Kriminalpolizei wären und man Einbrecher festgenommen hätte. Nun wolle man in der Wohnung des Münchners kontrollieren, ob alles in Ordnung sei.

Mit dieser Geschichte verschafften sie sich Zutritt zur Wohnung des Münchners, wo ihn einer der Unbekannten in ein Gespräch verwickelte. Davon abgelenkt konnte der andere Unbekannte nach den ersten Ermittlungen Bargeld in Höhe von über tausend Euro entwenden. Danach verließen die beiden Unbekannten die Wohnung und flüchteten. Der Münchner bemerkte erst kurze Zeit später den Diebstahl des Bargeldes und verständigte die Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung führte nicht zum Ergreifen von Tatverdächtigen.


Fall 2:
Am Mittwoch, 11.11.2020, gegen 13:25 Uhr, kam es in der Friedenheimer Straße auf Höhe der Aindorferstraße zu einem ähnlich gelagerten Fall. Der über 80-jährige Anwohner glaubte die Geschichte nicht, ging in seine Wohnung, verschloss die Türe und verständigte die Polizei. Auch hier blieben die Fahndungsmaßnahmen erfolglos.

Das Kommissariat 65 hat in beiden Fällen die Ermittlungen übernommen und prüft derzeit einen Zusammenhang zwischen den Taten.

Die Täter werden wie folgt beschrieben:
Täter 1:
Männlich, ca. 177 cm, 40 Jahre, schlank, mitteleuropäisches Erscheinungsbild, braune Augen, blasse Gesichtsfarbe, 3-Tage-Bart, sprach deutsch mit ausländischem Akzent, gepflegte Erscheinung

Täter 2:
Männlich, ca. 179 cm, 50 Jahre, dick, südeuropäisches Erscheinungsbild, dunkler Teint, graumelierte lichte Haare, Vollbart

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Gärtnerstraße und der Friedenheimer Straße auf Höhe der Aindorferstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesen Vorfällen stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Warnhinweis:
Die Polizei warnt vor dem Auftreten falscher Polizei- oder Kriminalbeamter. Polizeibeamte in zivil legitimieren sich stets durch Vorzeigen des Dienstausweises. Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden oft den Trick, dass sie mitteilen, es wäre in der Nachbarschaft eingebrochen worden und sie müssten in der Wohnung Geld- bzw. Schmuckaufbewahrungsörtlichkeiten sehen. Vergewissern Sie sich Bestenfalls durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt, noch bevor Sie einen Unbekannten in Ihre Wohnung einlassen! Und denken Sie bitte immer daran: Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit!

Die drei wichtigsten Tipps gegen Betrug im Namen der Polizei:

 Die Polizei wird Sie niemals um Geld oder Wertsachen bitten!
 Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
 Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie keine Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.


1755. Verkehrsunfall mit fünf verletzten Personen – Neuaubing
Am Mittwoch, 11.11.2020, gegen 17:30 Uhr, befuhr ein 21-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem Pkw BMW die Hans-Steinkohl-Straße stadtauswärts. Mit im Fahrzeug befanden sich ein 16-Jähriger mit Wohnsitz in München auf dem Beifahrersitz sowie eine 20-jährige ebenfalls mit Wohnsitz in München auf der Rückbank.

Zur selben Zeit wollte ein 31-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Starnberg mit einem Pkw VW von Hans-Steinkohl-Straße in Fahrtrichtung stadteinwärts nach links in den Dietmar-Keese-Bogen abbiegen. Im Fahrzeug befand sich noch eine 31-Jährige ebenfalls mit Wohnsitz im Landkreis Starnberg auf dem Beifahrersitz.

Beim Abbiegevorgang des 31-Jährigen kam es zu einem Verkehrsunfall. Der Pkw BMW stieß dabei gegen die rechte Fahrzeugseite des Pkw VW. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw VW auf den Gehweg geschleudert. Durch den VW wurde ein Verkehrsschild der Landeshauptstadt München beschädigt. Der BMW kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand und wurde hierdurch um 180 Grad gedreht.

Alle Unfallbeteiligten wurden leicht verletzt und durch den Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht.

An beiden Fahrzeugen entstand ein Totalschaden. Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Münchner Verkehrspolizei. Für die Unfallaufnahme sowie die Bergung der Fahrzeuge musste die Hans-Steinkohl-Straße in südöstlicher Richtung für die Dauer von zwei Stunden gesperrt werden. Der Verkehr wurde abgeleitet. Es kam hierbei zu geringfügigen Verkehrsbehinderungen.

Die weiteren Ermittlungen führt die Münchner Verkehrspolizei.

 

 

 

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