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29.09.2020, PP München


Pressebericht vom 29.09.2020

Inhalt:

1517. Staatschutzrelevantes Delikt – Altstadt

1518. Größerer Polizeieinsatz nach unklarer Bedrohungslage – Oberhaching

1519. Einbruch in ein Juweliergeschäft – Altstadt
-Foto

1520. Raub nach Verabredung – Altperlach
-siehe Pressebericht vom 01.07.2020, Ziffer 1004

1521. Raubdelikt zum Nachteil eines Lieferservices – Am Hart




1517. Staatschutzrelevantes Delikt – Altstadt
Am Freitag, 25.09.2020, gegen 21:15 Uhr, saß ein 43-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Starnberg im Tal, unweit eines dortigen Taxistandes. Mehrfach rief er laut antisemitische und die NS-Zeit betreffende Parolen und Beleidigungen. Mehrere Passanten und Taxifahrer konnten die lauten Rufe wahrnehmen. Zeugen verständigten den Polizeinotruf 110. Polizeibeamte der Polizeiinspektion 11 konnten den 43-Jährigen noch vor Ort festnehmen. Auch im Beisein der Beamten rief er weiterhin lautstark seine Äußerungen.

Gegen den 43-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Volksverhetzung eingeleitet. Zudem hatte er nicht die vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung getragen. Diesbezüglich wurde er auch nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen wurde festgestellt, dass der 43-jährige Tatverdächtige deutlich alkoholisiert war. Die weiteren Ermittlungen führt das Kriminalfachdezernat 4 (Staatsschutz).


1518. Größerer Polizeieinsatz nach unklarer Bedrohungslage – Oberhaching
Am Montag, 28.09.2020, gegen 16:15 Uhr, wurde über den Notruf 110 der Polizei ein Streit in einer Wohnung in der Stefanienstraße in Oberhaching mitgeteilt. Ein 54-Jähriger aus dem Landkreis München und eine 53-Jährige mit Wohnsitz in Österreich gerieten in Streit. Als die Polizei bereits verständigt wurde, befand sich die 53-Jährige nicht mehr in der Wohnung.

Da Zeugenhinweise ergaben, dass der 54-Jährige scharfe Schusswaffen besitzen könnte, fuhren mehrere Streifen der Münchner Polizei nach Oberhaching und sperrten zunächst die Örtlichkeit ab. Im weiteren Verlauf konnte der 54-Jährige durch die Polizeibeamten festgenommen werden. Er trug zu dieser Zeit keine Waffen bei sich.

In seiner Wohnung stellten die Beamten mehrere Schusswaffen sicher. Ob der 54-Jährige die entsprechenden Berechtigungen besitzt, wird derzeit überprüft. Es ergaben sich keine Hinweise, dass der 54-Jährige die Schusswaffen im Verlauf des Streites verwendet hätte, eine Gefahr für Unbeteiligte bestand zu keiner Zeit.

Die Münchner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen wegen einer möglichen Bedrohung aufgenommen.



1519. Einbruch in ein Juweliergeschäft – Altstadt
Am Dienstag, 29.09.2020, um 03:53 Uhr, wurde über den Notruf 110 der Polizei ein Einbruch in ein Juweliergeschäft in der Dienerstraße gemeldet. Sofort wurde eine Fahndung mit über 30 Streifen der Münchner Polizei eingeleitet. Ein Polizeihubschrauber unterstützte die Fahndungsmaßnahmen. Jedoch konnten keine tatverdächtigen Personen festgenommen werden.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand fuhren zwei Täter mit einem Auto in die Auslage des
Juweliers. Dadurch verschafften sie sich Zutritt zum Geschäft und entwendeten Schmuck.
Anschließend flüchteten sie vom Tatort und ließen den Pkw beim Geschäft zurück. Es handelt sich um einen am Vortag entwendeten VW Pkw mit Münchner Kennzeichen. Dieser wurde sichergestellt und abgeschleppt. Er wird im Verlauf der Ermittlungen auf Spuren untersucht.

Die Schadenshöhe wird derzeit durch die Münchner Kriminalpolizei ermittelt, die die
Ermittlungen noch in der Nacht vor Ort übernommen hat.

Die beiden Täter werden wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 170 groß; komplett schwarz bekleidet.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 51, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


1520. Raub nach Verabredung – Altperlach
Wie bereits berichtet, fand am Mittwoch, 01.07.2020, gegen 00:30 Uhr, ein gewalttätiger Raubüberfall auf einen über 50-Jährigen statt. Dies geschah in der Ottobrunner Straße. Hierbei gingen vier damals unbekannte Personen auf den über 50-Jährigen los. Unter Schlägen und verbalen Bedrohungen gelangten die Täter in den Besitz von Wertsachen. Das ermittelnde Kommissariat 21 konnte vier Tatverdächtige ermitteln.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen über 30-Jährigen, einen über 20-Jährigen und zwei jugendliche männliche Personen, alle mit Wohnsitzen in München. Die Ermittler kamen zunächst auf einen der Tatverdächtigen (der über 20-Jährige). Gegen ihn richtete sich ein konkreter Tatverdacht. Diesbezüglich wurde ein Untersuchungshaftbefehl sowie ein Durchsuchungsbeschluss über das Amtsgericht München erlassen und von den Ermittlern in der Wohnung vollzogen.

Im weiteren Verlauf konnten die anderen Tatverdächtigen ermittelt werden. Wie sich herausstellte, war der über 30-Jährige der, der damals die körperliche Gewalt auf den über 50-Jährigen ausgeübt hatte. Auch gegen den über 30-Jährigen wurde ein Haftbefehl erlassen. Der Haftbefehl gegen den über 20-Jährigen wurde unter Auflagen ausgesetzt. Gegen den zweiten jugendlichen Täter wurde kein Haftbefehl erlassen.

Der Verbleib der Tatbeute ist noch Gegenstand der Ermittlungen.


1521. Raubdelikt zum Nachteil eines Lieferservices – Am Hart
Am Montag, 28.09.2020, gegen 22:45 Uhr, wurde ein 20-jähriger Angestellter eines Lieferservices für Speisen und Getränke zur Auslieferung in den Hildegard-von-Bingen-Anger beordert. Als der 20-Jähriger an der Lieferadresse mit seinem Pkw anhielt und sich zur Auslieferung aus dem Fahrzeug begab, traten zwei bislang unbekannte männliche Personen an ihn heran.

In der Folge bedrohten die beiden Männer den 20-Jährigen unter anderem mit einem Messer und einem Schlagstock und forderten ihn unter Vorhalt der beiden Gegenstände zur Herausgabe seines mitgeführten Geldes auf. Nach dem der 20-Jährige das Bargeld aus seinem Portemonnaie an beide Täter ausgehändigt hatte, flüchteten diese unter Mitnahme der Essenslieferung (Pizza) zu Fuß in unbekannte Richtung. Sofort eingeleitete polizeiliche Fahndungsmaßnahmen blieben erfolglos.

Der 20-Jährige blieb bei dem Vorfall unverletzt.

Die Ermittlungen hat das Kommissariat 21 übernommen.

Die Täter werden wie folgt beschrieben:
Täter 1:
Männlich, ca. 16-18 Jahre alt, ca. 175-180 cm groß, schlanke Statur, vermutlich Deutscher; insgesamt dunkel gekleidet: schwarze Mund-Nasen-Maske, schwarzes Kapuzensweatshirt (Kapuze aufgesetzt); bewaffnet mit Springmesser

Täter 2:
Männlich, ca. 16-18 Jahre alt, ca. 170-175 cm groß, normale/kräftige Statur; weißer OP-Mundschutz, dunkle Wollmütze auf dem Kopf; bewaffnet mit einem schwarzen Teleskopschlagstock

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Schleißheimer Straße, Neuherbergstraße und Hildegard-von-Bingen-Anger (Am Hart) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

 

 

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