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04.08.2020, PP München


Pressebericht vom 04.08.2020

Inhalt:

1199. Rassistische Beleidigung – Isarvorstadt

1200. Präventionshinweis Phishing-Versuch im Zusammenhang mit
Flugstornierungen im Internet – Stadtgebiet München

1201. Brandstiftung führt zu Angriff auf Polizeibeamte – Ludwigsvorstadt

1202. Einbruch in Juweliergeschäft – Gern

1203. Festnahme nach versuchten gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs – Denning

1204. Drei Fälle von Brandlegungen an geparkten Fahrzeugen – Am Hart

1205. Großbrand – Großhadern

1206. Festnahme eines Tatverdächtigen nach Messerangriff; vier verletzte Personen – Laim




1199. Rassistische Beleidigung – Isarvorstadt
Am Donnerstag, 30.07.2020, gegen 09:15 Uhr, kam es am Gärtnerplatz zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 33-jährigen Münchner und einem 39-Jährigen aus Sierra Leone mit Wohnsitz im Landkreis Starnberg. Aus bislang noch nicht geklärtem Grund beschimpfte der Münchner den 39-Jährigen mehrmals mit einem rassistischen und zugleich beleidigenden Ausruf.

Daraufhin kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen ihnen. Beide zogen sich hierbei Verletzungen zu. Polizeibeamte vor Ort trafen die beiden an und nahmen den Sachverhalt auf.

Gegen beide wird nun wegen Körperverletzung und gegen den 33-Jährigen zusätzlich wegen Beleidigung ermittelt.

Die Verletzungen wurden vor Ort ambulant von einem Rettungsdienst versorgt. Nach Abschluss der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurden beide Tatverdächtige noch am Einsatzort entlassen.

Die weiteren Ermittlungen führt nun die Münchener Kriminalpolizei.


1200. Versuchter Betrug durch Phishing im Zusammenhang mit Flugstornierungen im Internet – Stadtgebiet München
Am Donnerstag, 30.07.2020, wollte eine 58-jährige Münchnerin einen gebuchten Flug bei der zuständigen Fluggesellschaft stornieren. Hierzu nutzte sie zunächst eine Internetsuchmaschine und gelangte so über die Suchtreffer auf eine Webseite, auf der eine vermeintliche Stornierungshotline angegeben war. Die Webseite war für die Münchnerin nach ihrem äußeren Erscheinungsbild nicht als betrügerisch wahrnehmbar. Folglich wählte die 58-Jährige die dort angegebene Rufnummer mit deutscher Vorwahl und kam mit einer bislang unbekannten männlichen Person, die sich als Mitarbeiter der Fluggesellschaft ausgab, ins Gespräch.

Während dem Gespräch gelang es der unbekannten Person eine Fernwartsoftware auf dem Computer der 58-Jährigen zu installieren. Unter dem Vorwand einer Kostenrückerstattung versuchte die männliche Person somit unter anderem Zugriff auf sensible Bankdaten der Münchnerin zu gelangen. Durch das Verhalten des Gesprächspartners kamen der 58-Jährigen Zweifel, so dass sie das Gespräch abbrach.

Es kam letztlich zu keinem Vermögensschaden.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie in der gegenwärtigen Urlaubszeit warnt das Polizeipräsidium München vor Flugstornierungen via Internet.


1201. Brandstiftung führt zu Angriff auf Polizeibeamte – Ludwigsvorstadt
Am Montag, 03.08.2020, gegen 21:20 Uhr, wurde der Notruf der Münchner Polizei von einer Mitarbeiterin eines Hotels über einen randalierenden Hotelgast informiert.

Mehrere Streifen trafen vor Ort auf einen 30-Jährigen aus dem Mainzer Raum der sofort unvermittelt die Polizeibeamten angriff. Der über 100 Kilo schwere Mann konnte nur durch Einsatz von Pfefferspray und Anwendung von unmittelbarem Zwang unter Kontrolle und aus dem verrauchten Hotelgeschoss gebracht werden. Das gesamte Hotel wurde zwischenzeitlich evakuiert und die Hotelgäste in einem Nachbargebäude untergebracht.

Durch den starken Rauch, welcher aus dem brennenden Hotelzimmer des 30-Jährigen drang, erlitten sechs Polizeibeamte und zwei Hotelgäste leichte Rauchgasvergiftungen, welche ambulant behandelt wurden. Außerdem wurden zwei Polizeibeamte durch den Angriff an den Armen und im Gesichtsbereich leicht verletzt, blieben jedoch weiterhin dienstfähig.

Der 30-Jährige wurde bei dem Vorfall ebenfalls leicht verletzt und zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Hintergrund für die Inbrandlegung sowie den Angriff sind offenbar massive psychische Probleme, die der Tatverdächtige gegenüber den Beamten äußerte. Die Äußerungen wurden mittels Bodycam aufgezeichnet.

Die ersten Ermittlungen schließen einen technischen Defekt aus. Es fanden sich Hinweise auf einen Brandbeschleuniger im Bereich des Bettes. In dem Hotelzimmer entstand ein Sachschaden von ca. 50.000 Euro.

Im Zuge der Löscharbeiten waren mehrere anliegende Straßen im Bereich des Hotels für ca. eine Stunde gesperrt.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurde eine Unterbringung in einer psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses durchgeführt.

Der 30-Jährige wird nun wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung dem Haftrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt.


1202. Einbruch in Geschäft – Gern
Am Montag, 03.08.2020, gegen 04:00 Uhr, schlugen bislang unbekannte Täter die Schaufensterscheibe eines Geschäftes ein und entwendeten aus der Auslage mehrere Schmuckstücke im Wert von mehreren Tausend Euro.

Der Einbruch wurde etwas später durch Passanten entdeckt und die Polizei informiert.

Das Kommissariat 52 hat die Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Waisenhausstraße in Gern Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 52, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


1203. Festnahme nach versuchten gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs – Denning
Am Montag, 03.08.2020, gegen 14:00 Uhr, teilte eine 72-jährige Münchnerin über den Polizeinotruf 110 mit, dass sie gerade telefonisch von Trickbetrügern kontaktiert wurde und mit diesen noch in Kontakt stehen würde.

Durch die unbekannten Anrufer wurde der Seniorin mitgeteilt, dass im unmittelbaren örtlichen Umfeld ihrer Wohnung organisierte Einbrecher unterwegs seien. Bei einer Festnahme eines vermeintlichen Einbrechers sei ein Notizzettel mit der Anschrift der Münchnerin aufgefunden worden. Somit stünde ein möglicher Einbruch durch die vermeintlichen Einbrecher unmittelbar davor.

Im weiteren Verlauf des Telefonats erfragten der oder die unbekannten Täter, ob die Münchnerin über Bargeld und Wertsachen verfügen würde. Sie schlugen vor, diese zu ihrem eigenen Schutze an diese zu übergeben. Die Seniorin signalisiert, dass sie sowohl Bargeld in Höhe von mehreren Tausend Euro als auch Goldmünzen und Goldbarren bei sich zu Hause verwahren würde. Sie wurde durch die Tätergruppierung nun telefonisch angewiesen, die vermeintlichen Wertsachen und das Bargeld in eine Stofftasche zu verpacken. In der Nähe des Gartenzauns sollte sie diese vor ihrem Wohnanwesen ablegen und sich anschließend wieder in das Haus begeben.

Die 72-Jährige reagierte hier genau richtig und verständigte nun die echte Polizei. Sie stellte die Tasche, wie zuvor vereinbart, am vereinbarten Ort ab und ging im Anschluss in ihr Wohnanwesen zurück. Jetzt näherte sich eine männliche Person und nahm die Tasche an sich. Unmittelbar nachdem dieser die Tasche aufgenommen hatte und sich von der Tatörtlichkeit entfernen wollte, konnte er durch Polizeibeamte festgenommen werden.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 21-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in Berlin. Der 21-Jährige wird im Laufe des heutigen Tages dem Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt, der über die Haftfrage entscheidet.

Das Kriminalfachdezernat 3 –AG Phänomene- hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


1204. Drei Fälle von Brandlegungen an geparkten Fahrzeugen – Am Hart
Am Freitag, 31.07.2020, zwischen 23:35 Uhr und 23:45 Uhr, kam es im Bereich der Neuherbergstraße/Schneeheideanger zu drei Brandlegungen an geparkten Pkws. Die Brände wurden jeweils durch aufmerksame Passanten entdeckt und mitgeteilt.

In der Neuherbergstraße wurde der Polizeinotruf zunächst über zwei brennende Pkws informiert. Der oder die bislang unbekannten Täter hatten einen geparkten BMW -X4 im Heck- und Kofferraumbereich vorsätzlich in Brand gesetzt. Da der Brand jedoch rechtzeitig entdeckt und durch die hinzugerufene Feuerwehr gelöscht werden konnte, griffen die Flammen nicht in den Fahrzeuginnerraum über. Am Fahrzeug entstand dennoch erheblicher Sachschaden. Durch die Flammenbildung wurde ein neben dem BMW geparkter Pkw Toyota in Mitleidenschaft gezogen. Hierdurch entstand am Toyota leichter Sachschaden.

In unmittelbarer Nähe zu o.g. Toyota war ein BMW der 5er Reihe geparkt. Auch dieser wurde im hinteren Bereich des Fahrzeugs vorsätzlich in Brand gesetzt. Der Brand konnte durch die Feuerwehr rechtzeitig gelöscht werden, sodass ein Vollbrand des Pkws verhindert werden konnte. Dennoch entstand auch hier erheblicher Sachschaden am BMW.

Kurze Zeit später bemerkten Passanten im Schneeheideanger einen sich gerade im hinteren Bereich eines geparkten BMW-X5 entwickelnden Brand und verständigten die Polizei. Noch vor Eintreffen von Einsatzkräften konnte der Brand durch die Passanten mit mehreren Eimern Wasser gelöscht werden. Am Fahrzeug entstand nur geringer Sachschaden.

Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen, auch unter Einbindung eines Polizeihubschraubers, verliefen erfolglos.

Der Gesamtschaden aller vier brandbeschädigter Fahrzeuge liegt im mittleren fünfstelligen Bereich.

Das Kommissariat 13 hat die Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:
Wer hat im o.a. Zeitraum im Bereich der Neuherbergstraße/Schneeheideanger Beobachtungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


1205. Großbrand – Großhadern
Am Montag, 03.08.2020, gegen 16:30 Uhr, meldete ein vorbeifahrender Passant in der Gerty-Spies-Straße eine massive Rauchentwicklung, welche aus einem leerstehenden Gebäude einer ehemaligen Schule kam. Die Feuerwehr war mit Löscharbeiten bis in die frühen Morgenstunden beschäftigt. Aufgrund der massiven Rauchentwicklung wurden die Anwohner durch die Feuerwehr gewarnt, die Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Bei dem Einsatz waren ca. 20 Polizeistreifen eingesetzt, die überwiegend mit Verkehrsmaßnahmen und Absperrungen der umliegenden Straßen übernahmen.

Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf ca. einer halben Million Euro.

Personen wurden durch den Brand nicht verletzt.

Das Kommissariat 13 übernahmen die weiteren Ermittlungen zur Brandursache.


1206. Festnahme eines Tatverdächtigen nach Messerangriff; vier verletzte Personen – Laim
Am Sonntag, 02.08.2020, gegen 20:50 Uhr, hielt sich ein 42-Jähriger, vermutlich mit zwei Messern bewaffnet, im Innenhof seiner Wohnanlage in München Laim auf. Er leidet seit vielen Jahren unter einer psychiatrischen Erkrankung und hatte Wahnvorstellungen.

In einem Durchgang von der Straße zum Innenhof traf er zufällig auf eine 46-jährige Nachbarin und begann grundlos auf sie einzustechen. Sie erlitt dabei Abwehrverletzungen am linken Unterarm, konnte aber zu einem Nachbarn in die Wohnung flüchten.
Ein weiterer 67-jähriger Nachbar wurde durch Schreie auf die Situation aufmerksam, beobachtete die Situation von einem Fenster aus und lief, um zu helfen, in den Innenhof. Schon unmittelbar an der Haustüre griff der 42-Jährige auch diesen Nachbarn mit dem Messer an. Auch er erlitt Abwehrverletzungen am Handgelenk und am Oberarm.

Als der 42-Jährige einen weiteren, im Innenhof beschäftigten 40-jährigen Nachbarn bemerkte, griff er auch diesen mit dem Messer an. Dieser konnte dem Angriff ausweichen und erlitt lediglich eine oberflächliche Verletzung am linken Oberschenkel. Er konnte sich dann in eine nahegelegene Tankstelle flüchten.

Ein zufällig anwesender 32-jähriger Essenslieferant versuchte einzugreifen und sprach den 42-Jährigen an. Dieser griff nunmehr auch den Essenslieferanten mit dem Messer an. Doch auch dieser konnte ausweichen und wurde lediglich leicht an der Hand verletzt.

Nach diesem letzten Angriff zog sich der 42-Jährige schließlich in seine Wohnung zurück. Als er kurz darauf das Haus wieder verlassen wollte, konnte er von Polizeibeamten festgenommen werden.

Die Motivlage des Tatverdächtigen ist bislang unklar.

Zwei der Verletzten wurden vor Ort ambulant behandelt. Die zwei anderen Verletzten konnten nach ambulanter Behandlung in einem Krankenhaus noch am selben Abend wieder entlassen werden.

Der Tatverdächtige äußerte sich bislang nicht zur Tat.

Nach einer ersten psychiatrischen Begutachtung des Tatverdächtigen, ordnete das Amtsgericht München auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I am 03.08.2020 die einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Dem Tatverdächtigen wird versuchter Totschlag in zwei Fällen, sowie gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen zur Last gelegt.

 

 

 

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