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02.07.2020, PP München


Pressebericht vom 02.07.2020

Inhalt:

1005. Pressekonferenz Ermittlungen gegen falsche Polizeibeamte; acht Tatverdächtige bei Durchsuchungsaktion festgenommen – Stadtgebiet München, Oberbayern

1006. 40jährige fährt trotz Blinklicht auf Bahnübergang und wird von S-Bahn erfasst, eine Person leicht verletzt.

1007. Unbefugte Mitnahme einer liegengelassenen Waffe – Moosach

1008. Trickdiebstahl durch falsche Handwerker – Neuhausen




1005. Pressekonferenz - Ermittlungen gegen falsche Polizeibeamte; acht Tatverdächtige bei Durchsuchungsaktion festgenommen – Stadtgebiet München, Oberbayern
Im Rahmen von mehrmonatigen intensiven erfolgreichen kriminalpolizeilichen Ermittlungen gegen den organisierten Callcenterbetrug (sogenanntes Phänomen falsche Polizeibeamte) wurden am Donnerstag, 02.07.2020, gegen 06:00 Uhr, mehrere von der Staatsanwaltschaft München I beantragte Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse durch Einsatzkräfte der Polizeipräsidien München, Oberbayern Nord, Oberbayern Süd an insgesamt acht Objekten im südbayerischen Raum vollstreckt.

Diese konzertierte behördenübergreifende Aktion, die durch die AG-Phänomene des Polizeipräsidiums München koordiniert wurde, stellt einen großen Erfolg für die gesamte bayerische Polizei und die beteiligten Ermittlungsbehörden bei der Bekämpfung des bandenmäßigen internationalen Callcenterbetruges dar. Die Münchner Polizei bekämpft diese Form der organisierten Kriminalität mit Hochdruck und hat deshalb bereits vor Jahren die AG Phänomene eingerichtet, die zum Kriminalfachdezernat 3 (Organisierte Kriminalität) gehört. Bei der Staatsanwaltschaft München I führen spezialisierte Staatsanwälte aus der Abteilung für Organisierte Kriminalität diese schwierigen Verfahren.

Bei den festgenommenen Tatverdächtigen handelt es sich um sechs Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 41 und 55 Jahren mit deutschen, türkischen und ungarischen Staatsangehörigkeiten. Hierbei stehen die Personen in Verdacht die aus den Betrugsstraftaten erlangten Bargeldbeträge bzw. Wertsachen (Goldmünzensammlung) zum einen abgeholt zu haben, disponiert zu haben bzw. als Kurier die Geldbeträge in die Türkei transferiert zu haben. Gleichzeitig sind einzelne Beschuldigte als sogenannte Logistiker dafür verantwortlich, für die Täterorganisation die nötigen Strukturen, Unterbringungsmöglichkeiten organisiert zu haben.

Im Rahmen einer Pressekonferenz am heutigen Donnerstag, 02.07.2020, wurden durch den Leiter AG-Phänomene Herrn Hans-Peter Chloupek sowie durch die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft München I Frau OStAin Anne Leiding die Ermittlungsergebnisse sowie die Einzelheiten der Festnahme und Durchsuchungsaktionen den Presse- und Medienvertretern sowie der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.


1006. 40-Jährige fährt trotz Blinklicht auf Bahnübergang und wird von S-Bahn erfasst, eine Person leicht verletzt
Am Mittwoch, den 01.07.2020, um 18:00 Uhr befuhr eine 40-jährige Altenpflegerin mit ihrem Pkw Nissan die Kleefeldstraße in Sauerlach. Mit im Fahrzeug befand sich ihr 8-jähriger Sohn. Ersten Ermittlungen zufolge übersah sie das rote Blinklicht des halbbeschrankten Bahnübergangs. Ihr Sohn machte sie lautstark darauf aufmerksam, worauf hin sie eine Vollbremsung einleitete. Dabei kam sie jedoch mitten im Gleisbereich zum Stehen. Als sie den sich nähernden Zug bemerkte, legte sie den Rückwärtsgang ein und fuhr gegen die mittlerweile geschlossene Schranke. Der 24-jährige Triebwagenführer konnte trotz sofort eingeleiteter Bremsung einen Zusammenprall nicht mehr verhindern.

Die Pkw-Fahrerin wurde leicht verletzt, ihr Sohn blieb unverletzt. Der Pkw und die Schrankenanlage wurden stark beschädigt, an der S-Bahn entstand lediglich leichter Sachschaden.

Der Zugverkehr musste für den Zeitraum der Unfallaufnahme unterbrochen werden. Auf der Kleefeldstraße kam es zu geringen Verkehrsbeeinträchtigungen.


1007. Unbefugte Mitnahme einer liegengelassenen Waffe – Moosach
Am Mittwoch, 01.07.2020 wurde die Polizeieinsatzzentrale gegen 10:00 Uhr über eine vermisste Waffe informiert. Nach ersten Ermittlungen ließ ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma in einem größeren Kaufhaus in Moosach seine dienstliche Waffe während eines Privatgangs liegen. Schon wenige Minuten später fiel dem 28-jährigen Münchner dies auf. Als er zurück an der vermuteten Örtlichkeit kam, war die Waffe nicht mehr dort.

Von Seiten der Polizei wurden mehrere Streifen, unter anderem ein Zug einer Einsatzhundertschaft zur Örtlichkeit geschickt, um nach der Waffe zu suchen. Eine erste Absuche des Kaufhauses verlief erfolglos. Ca. zwei Stunden später meldete sich ein 55-Jähriger aus dem Landkreis Freising bei der Polizei, dass er eine Waffe im Kaufhaus gefunden hätte und diese nun übergeben wollte. Den Ermittlungen zufolge sah er die Waffe vor Ort liegen und steckte sie ein, um sie zu einer Polizeidienststelle zu bringen. win

Die Ermittlungen hat das Kommissariat 25 übernommen.


1008. Trickdiebstahl durch falsche Handwerker – Neuhausen
Im Zeitraum von Mittwoch, 01.07.2020, 17:00 Uhr bis 17:15 Uhr, kam es im Bereich der Jutastraße, Horemansstraße und Olgastraße zum Auftreten von zwei falschen Handwerkern. Ein Münchner Ehepaar (über 80-Jährig) trafen beim Betreten des Wohnhauses auf zwei Männer. Diese gaben sich als Handwerker aus. Zudem gaben sie an, dass sich eine Wasserrohrverstopfung im Hause ereignet hatte. Den beiden Tätern wurde Einlass in die gemeinsame Wohnung gewährt. Beide Täter betraten hier u.a. das Bad und die Küche jeweils im Beisein der Bewohner. Nach ca. 15 Minuten verließen beide die Wohnung. Es vergingen mehrere Stunden bis das Ehepaar feststellte, dass diverser Schmuck und Bargeld aus der Wohnung entwendet wurde. Der Schaden liegt im unteren fünfstelligen Eurobereich.

Da sich beide Täter permanent unter Aufsicht der Bewohner befanden, wird davon ausgegangen, dass sich ein dritter Täter Zutritt zur Wohnung verschafft hatte.

Die Anzeige wurde bei der Polizeiinspektion 42 erstattet.

Das Kommissariat 65 ermittelt nun wegen Trickdiebstahl.

Die Täter werden wie folgt beschrieben:
Täter 1
Männlich, ca. 40 Jahre alt, 180 cm groß, kräftig; dunkel gekleidet

Täter 2:
Männlich, ca. 40 Jahre alt, 170 cm groß, dick, dunkle, kurze Haare, sprach deutsch mit ausländischem Akzent

Von dem dritten Täter liegt keine Beschreibung vor

Zeugenaufruf
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Warnhinweis:
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Heizungsmonteure, Stromableser oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung für das Wohnanwesen anberaumt ist. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, wie z.B. behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollten Sie zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken Nachfrage halten, ob die Behauptung der Wahrheit entspricht.
Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Ein berechtigter Handwerker wird für Ihre Nachfragen stets Verständnis haben.

 

 

 

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