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09.09.2019, PP München


Pressebericht vom 09.09.2019

Inhalt:

1297. Bilanz der Polizei München zum Schwerpunkttag
„Ablenkung im Straßenverkehr am Freitag, 06.09.2019

1298. Terminhinweis:
Sicher zur Schule – Sicher nach Hause

1299. Terminhinweis:
Landesweite Aktionstage „Überwachung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht“ am 10., 11. und 13.09.2019

1300. Sexualdelikt zum Nachteil einer 20-Jährigen – Altstadt




1297. Bilanz der Polizei München zum Schwerpunkttag
Bereits zum sechsten Mal in diesem Jahr führte die Polizei München am Freitag, 06.09.2019, einen Schwerpunkttag zum Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“ durch.

An 23 Kontrollstellen und im Rahmen von mobilen Kontrollen wurden insgesamt 219 Verstöße gegen das Benutzungsverbot von Handys / elektronischer Geräte (§23, Abs. 1a StVO) festgestellt und geahndet. Hierbei wurden 175 Kraftfahrer und 44 Radfahrer verwarnt.

Fünf Kraftfahrer standen unter dem Einfluss von Drogen und zwei weitere wurden wegen Trunkenheit (Alkohol) am Steuer angezeigt, von einem dieser Kraftfahrer wurde der Führerschein beschlagnahmt. Vier Fahrzeugführer waren nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis, ein weiterer fuhr trotz Fahrverbot mit einem Kraftfahrzeug.

Die Benutzung von Smartphones und anderen technischen Geräten während der Fahrt und die damit verbundene Ablenkung stellt ein hohes Unfallrisiko dar. Die Vielzahl der festgestellten Verstöße belegt, dass sich viele Fahrzeugführer dieser Gefahr immer noch nicht bewusst sind.

Das Polizeipräsidium München appelliert deshalb nochmals an alle Verkehrsteilnehmer, Smartphones und andere elektronische Geräte nicht während der Fahrt zu benutzen. Festgestellte Verstöße werden konsequent geahndet und haben ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro und einen Punkt für Kraftfahrzeugführer zur Folge. Für Radfahrer beträgt das Bußgeld 55 Euro.


1298. Terminhinweis: Sicher zur Schule – Sicher nach Hause 2019
Es ist wieder soweit - für mehr als 10.000 Kinder im Bereich des Polizeipräsidiums München beginnt am

Dienstag, 10. September 2019

mit dem ersten Schultag der „Ernst des Lebens“. Der tägliche Schulweg stellt dabei eine besondere Herausforderung dar.

Die Schulwegsicherheit hat daher im Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramm 2020 „Bayern mobil - sicher ans Ziel“ einen hohen Stellenwert. Gerade die Schulanfänger bedürfen einer besonderen Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme im Straßenverkehr.

Es muss uns Erwachsenen bewusst sein, dass Kinder die Welt mit anderen Augen und auch aus einer anderen Perspektive erleben. Sie denken und verhalten sich anders als Erwachsene. Weil ihnen die Erfahrung fehlt, können sie auch die Gefahren des Straßenverkehrs noch nicht richtig einschätzen. Kinder sind spontan und impulsiv; sie reagieren häufig emotional.

Daher unser Appell an alle motorisierten Verkehrsteilnehmer

• Verhalten Sie sich generell so, dass sie Kinder nicht gefährden - und das nicht nur in den ersten Wochen nach Schulanfang, sondern immer.

• Versuchen Sie, sich in die Kinder hineinzuversetzen. Rechnen Sie mit spontanem Verhalten von Kindern und reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit.

• Kinder sind mehr an Spaß und Spiel interessiert als an Sicherheit. Fahren Sie daher vorausschauend und seien Sie stets bremsbereit.

• An Bushaltestellen sowie generell in der Nähe von Schulen und in Wohngebieten ist besondere Vorsicht geboten. Fahren Sie hier mit besonderer Aufmerksamkeit und rechnen Sie mit dem plötzlichen Auftauchen von Kindern.

• Beachten Sie im Interesse der besseren Sichtbarkeit von Kindern, insbesondere an Kreuzungen und Einmündungen, im Bereich von Fußgängerüberwegen sowie im Nahbereich von Schulen die Park- bzw. Haltverbote.

Im Rahmen der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule - Sicher nach Hause“ intensiviert die Münchner Polizei vom ersten Schultag bis zum 30. September die Überwachung der Schulwege und Schulbushaltestellen. Dabei werden die Schüler - vor allem die ABC-Schützen - auf Gefahrenstellen hingewiesen und angehalten sich entsprechend zu verhalten.

Für die Begleitpersonen, wie Eltern und Großeltern, hat die Münchner Polizei wichtige Tipps, welche im Rahmen von Elternabenden bei der Schuleinschreibung schon einmal thematisiert wurden. Für viele Schulen besteht ein Schulwegplan mit wichtigen Hinweisen zum sicheren Schulweg, welcher bei diesen Veranstaltungen ebenfalls verteilt wurde.

Tipps der Münchner Polizei für den täglichen Schulweg:

• Trainieren Sie mit Ihrem Kind den Weg zur Schule. Hierbei ist der kürzeste Weg oftmals nicht der sicherste.

• Wählen Sie für Ihr Kind einen Schulweg mit Sicherheitseinrichtungen, wie Ampelanlagen, Schülerlotsen/Schulweghelfer oder Fußgängerüberweg.

• „Sichtbarkeit bringt Sicherheit“. Mit heller und leuchtender Kleidung sowie Reflektoren an der Schultasche und der Bekleidung wird Ihr Kind besser erkannt und wahrgenommen.

• Beobachten Sie Ihr Kind auf dem Schulweg. Sie erkennen dabei sehr schnell, ob es sich richtig verhält oder sich vielleicht ablenken lässt.

• Sollten Sie Ihr Kind mit dem Fahrzeug zur Schule bringen, denken Sie bitte an eine geeignete Kindersicherung, lassen Sie Ihr Kind ausschließlich auf der Gehwegseite ein- und aussteigen und halten Sie nur in den dafür freigegebenen Bereichen.

• Lassen Sie Ihr Kind erst nach Beendigung der Fahrradausbildung in der Jahrgangsstufe 4 mit einem verkehrssicheren Fahrrad und mit Helm zur Schule fahren.

Alle Erwachsenen sollten sich ständig ihrer Vorbildfunktion gegenüber Kindern bewusst sein. Insbesondere alle Eltern sollten sich im Verkehrsalltag vorbildlich verhalten und dieses Verhalten ihren Kindern vermitteln. Aus unserer Sicht ist dies ein wesentlicher Beitrag zur Verkehrserziehung und damit letztlich auch ein Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit auf dem Schulweg.


Schulwegunfälle – Statistik (Stand 26.08.19)

Im Schuljahr 2018/2019 wurden im Dienstbereich des PP München 124 Schulwegunfälle verzeichnet (2017/2018: 157).

Die Zahl der hierbei verletzten Schüler belief sich auf 126 (2017/2018: 162), davon erlitten 6 (2017/2018: 11) Schüler schwere und 120 (2017/2018: 151) leichte Verletzungen. Die Hauptgruppe der verletzten Kinder stellten die 10- bis 14-Jährigen.

Leider wurde ein Kind bei einem Schulwegunfall getötet.

Die Auswertung der Schulwegunfälle ergab, dass die meisten Kinder als Radfahrer
(69 Prozent) und Fußgänger (26 Prozent) verunfallten. Als mögliche Ursache für den besonders hohen Anteil an Radunfällen mit Schulkindern in Verbindung mit der Altersstruktur der Verletzten können die weiteren Schulwege zu Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien gesehen werden.
Von den verunglückten Radfahrern 2018 trugen bedauerlicherweise 52 Schüler keinen Fahrradhelm!

Rund 95.000 Kinder zwischen sechs und 15 Jahren legen an etwa 190 Schultagen im Jahr mindestens zweimal ihren Schulweg zurück, daraus ergeben sich 36 Millionen Schulwege im Jahr.

Jeder Schulwegunfall wird analysiert und mit den Schülern aufbereitet. In mehreren Fällen hat die Polizei gegenüber der zuständigen Straßenverkehrsbehörde Verbesserungsvorschläge unterbreitet.

Aktion „Kinder fragen Raser“

Bei einem Zusammenstoß mit einem Kraftfahrzeug richtet sich die Schwere der Verletzung nach der Restgeschwindigkeit zum Unfallzeitpunkt. Der Gesetzgeber gibt daher allen Fahrzeugführern auf, gegenüber Kindern durch eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit und erhöhte Bremsbereitschaft besondere Vorsicht walten zu lassen.

Unter dem Motto „Kinder fragen Raser“ führt das Polizeipräsidium München daher am

Mittwoch, 11.09.2019, 08.30 - 10.00 Uhr

eine Geschwindigkeitskontrolle im Bereich der

Grundschule an der Walliser Straße

durch, bei der Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse angehaltene Fahrzeugführer „zur Rede“ stellen und Geschwindigkeitsüberschreitungen mit „sauren Drops“ ahnden.

Fahrzeugführer, welche die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht überschritten haben, erhalten von den Kindern als Dankeschön ein Stück Schokolade.

Die Aktion wird von der Kirchlichen Arbeitsgemeinschaft für Verkehrsfragen in Bayern durch Sachspenden und Flyer gefördert. Unter anderem wird der Landespolizeidekan Herr Monsignore Simbeck den Kindern und Polizeibeamten vor Ort unterstützend zur Seite stehen und mit den angehaltenen Kraftfahrern ins Gespräch kommen.


1299. Terminhinweis: Landesweite Aktionstage „Überwachung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht“ am 10., 11. und 13.09.2019
Bei einer Pressekonferenz am 22.02.2019 kündigte Innenminister Joachim Herrmann an, dass alle Präsidien der Bayerischen Landespolizei zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 die bayernweiten Aktionstage „Überwachung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht“ durchführen. Die Aktionstage finden am 10. 11. und 13.09.2019 statt.

Anlass für die Aktionstage liefert der weiterhin hohe Anteil von nicht gesicherten Pkw-Insassen bei den Verkehrstoten. Im vergangenen Jahr 2018 kamen bayernweit 273 Menschen bei Verkehrsunfällen mit Pkw ums Leben. 55 Personen trugen hierbei nicht den erforderlichen Sicherheitsgurt. Darüber hinaus kamen zwei Kinder ums Leben, die als Mitfahrer nicht ordnungsgemäß gesichert wurden. Somit war jeder fünfte tödlich verunglückte Pkw-Insasse nicht angeschnallt.

Aus diesem Grund überwacht auch das Polizeipräsidium München in der ersten Woche des neuen Schuljahres verstärkt die Einhaltung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht. Dies geschieht sowohl im täglichen Streifendienst als auch im Rahmen von Schwerpunktkontrollen.

Am Freitag, 13.09.2019, führt die Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsüberwachung im Bereich der Schulen in der Ständlerstraße / Balanstraße eine Schwerpunktkontrolle durch. Dabei wird sowohl die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h zur Schulzeit als auch die Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht überwacht.

Alle Medienvertreter sind eingeladen am Freitag, 13.09.2019, um 07:30 Uhr die Kontrollstelle an der Kreuzung Ständlerstraße / Balanstraße zu begleiten.


1300. Sexualdelikt zum Nachteil einer 20-Jährigen – Altstadt
In der Nacht zum Samstag, 07.09.2019, wurde eine 20-Jährige, um 02:30 Uhr, auf der Sonnenstraße von einem Mann angesprochen. Gemeinsam gingen sie in einen dortigen Innenhof. Nachdem es zunächst zum einvernehmlichen Austausch von Zärtlichkeiten gekommen war, forderte der Mann den Geschlechtsverkehr, was die 20-Jährige ablehnte.

Daraufhin drückte er sie gegen eine Wand, entkleidete sie und führte an ihr sexuelle Handlungen durch. Als er von ihr abließ, konnte sie fliehen.

Über eine Freundin der 20-Jährigen wurde die Polizei verständigt. Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen konnte als Tatverdächtiger ein 23-jähriger Pakistaner durch zivile Beamte der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) identifiziert und vorläufig festgenommen werden.

Der 23-Jährige wurde in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München eingeliefert und dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ.

 

 

 

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