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22.08.2019, PP München


Pressebericht vom 22.08.2019

Inhalt:

1219. Betrug durch falsche Polizeibeamte – Solln

1220. Lkw schleift Radfahrer 20 Meter über Radweg; eine Person leicht verletzt – Au

1221. Diebstahl aus einer Wohnung durch falschen Handwerker – Laim

1222. Gefährliche Körperverletzung am U-Bahnhof Theresienstraße – Maxvorstadt

1223. Versuchtes Tötungsdelikt – Pasing




1219. Betrug durch falsche Polizeibeamte – Solln
Am Dienstag, 20.08.2019, gegen 12:00 Uhr, rief ein bisher unbekannter Täter, der sich als Polizeibeamter ausgab, bei einem 83-jährigen Rentner aus dem Münchner Stadtteil Solln an. Der vermeintliche Polizeibeamte berichtete, dass aktuell gegen eine Einbrecherbande aus Rumänien beziehungsweise Bulgarien Ermittlungen geführt würden. Es wäre eine Vielzahl von Polizeibeamten eingesetzt, um die Verbrecher festzunehmen, dabei benötige man jedoch die Mithilfe des 83-Jährigen.

Auf Anweisung verpackte der Senior das in seiner Wohnung verwahrte Bargeld in Höhe von mehreren Zehntausend Euro in einen Beutel, um das Geld später an einen der angeblichen Straftäter zu übergeben. Bei der Geldübergabe sollte der Straftäter festgenommen werden.

Der Rentner konnte durch das Telefonat dazu bewegt werden, eine Plastiktüte mit dem Bargeld vom Balkon seiner Wohnung zu werfen. Die Plastiktüte wurde von einem im Hof wartenden Abholer aufgefangen. Dieser entfernte sich mit der Tatbeute.

Die Arbeitsgruppe der Phänomene der Kriminalpolizei hat in diesem Fall nun die Ermittlungen aufgenommen. Im Laufe der bisherigen Woche, kam es wieder im gesamten Stadtgebiet vermehrt zu Anrufen von falschen Polizeibeamten.

Der Abholer wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 50 Jahre alt, ca. 175-180 cm groß, dunkles graues Haare, kantiges Gesicht

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich zwischen Herterichstraße, Hofbrunnstraße und Plattlinger Straße (Solln) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, KFD 3 - AG Phänomene, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Warnhinweis „falsche Polizeibeamte“
Die drei wichtigsten Tipps gegen Betrug im Namen der Polizei:
- Die Polizei wird Sie niemals um Geld oder Wertsachen bitten!
- Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie keine Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.


1220. Lkw schleift Radfahrer 20 Meter über Radweg; eine Person leicht verletzt – Au
Am Mittwoch, 21.08.2019, gegen 09:30 Uhr, befuhr ein 54-Jähriger aus dem Landkreis Erding mit seinem Lkw den ostseitigen Isarradweg stadteinwärts. Der 54-Jährige war mit dem Wechsel von mobilen Toilettenkabinen beauftragt, welche vereinzelt am Isarufer aufgestellt sind.

Zur gleichen Zeit befuhr ein 33-jähriger Münchner mit seinem Rennrad den Isarradweg in die gleiche Fahrtrichtung und befand sich zunächst hinter dem Lkw.

Aufgrund eines kreuzenden Fußgängers verringerte der 54-jährige Lkw-Fahrer seine Geschwindigkeit nahezu bis zum Stillstand. Der Fahrradfahrer überholte den langsam fahrenden Lkw auf der rechten Seite und befand sich nun unmittelbar vor dem Lkw. In diesem Moment lenkte der Lkw-Fahrer zum rechten Fahrbahnrand und beschleunigte, ohne den rechts vor sich befindlichen Radfahrer zu bemerken.

Der 33-Jährige wurde von der Lkw-Front erfasst und mitsamt seinem Fahrrad unter den Lkw gezogen, wo er sich verkeilte und über die Fahrbahn geschliffen wurde. Erst nach ca. 20 Meter bemerkte der 54-jährige Lkw-Fahrer, aufgrund der Hilfeschreie des Radfahrers, das Geschehen und brachte den Lkw zum Stillstand.

Der 33-jährige Fahrradfahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Er kam mit einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.


1221. Diebstahl aus einer Wohnung durch falschen Handwerker – Laim
Am Dienstag, 20.08.2019, gegen 12:30 Uhr, klingelte ein bislang unbekannter Mann an der Wohnungstür einer 84-jährigen Rentnerin und gab an, als Handwerker der Hausverwaltung die Wasserrohre überprüfen zu müssen. Die Rentnerin weigerte sich zunächst den vermeintlichen Handwerker in die Wohnung zu lassen. Dieser konnte sie jedoch von der Notwendigkeit einer Überprüfung der Wasserrohre überzeugen.

Im Badezimmer musste die Rentnerin die Duschbrause in die Hand nehmen und das Waser laufen lassen, während der vermeintliche Handwerker unter dem Waschbecken hantierte. Er schloss dabei die Badezimmertür, so dass die Rentnerin nicht mehr in den Flur schauen konnte. Kurz darauf verschwand der Mann mit der Anweisung an die Rentnerin, das Wasser noch einige Minuten laufen zu lassen.

Erst Stunden später stellte die Seniorin fest, dass ihr aus dem Wohnzimmerschrank verschiedene Schmuckstücke entwendet wurden. Ein zweiter Täter musste sich unbemerkt Zutritt in die Wohnung verschafft haben, um dort den Schmuck zu entwenden.

Der Täter wird wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 40 Jahre alt, ca. 180 cm groß, kräftige Statur, west/nordeuropäisch, dunkelblonde, glatte, zurückgekämmte Haare, bayrischer Akzent

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Hans-Thonauer-Straße und Zschokkestraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Warnhinweis:
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Heizungsmonteure, Stromableser oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung für das Wohnanwesen anberaumt ist. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, wie z.B. behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollten Sie zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken Nachfrage halten, ob die Behauptung der Wahrheit entspricht.
Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Ein berechtigter Handwerker wird für Ihre Nachfragen stets Verständnis haben.


1222. Gefährliche Körperverletzung am U-Bahnhof Theresienstraße – Maxvorstadt
Am Dienstag, 20.08.2019, gegen 06:10 Uhr, stieg ein 20-jähriger Afghane mit zwei Begleitern von denen aktuell nur einer namentlich bekannt ist, an der U-Bahnstation „Theresienstraße“ aus der U-Bahn aus. Dort trat der 20-Jährige unvermittelt mit dem rechten Fuß in Richtung Oberkörper eines Fahrgastes. Dieser wurde leicht getroffen, ging jedoch weiter und fuhr mit der Rolltreppe nach oben. Der 20-Jährige wollte ihm nachgehen, wurde aber von einem seiner Begleiter mit beiden Händen zurückgehalten. Die Personalien des Mannes beziehungsweise etwaige Verletzungen sind nicht bekannt.

Der 20-Jährige betätigte daraufhin den Nothalt der Rolltreppe, ging zur Notrufsäule und drückte den Notknopf. Als sich ein Mitarbeiter der U-Bahnleitstelle über den Lautsprecher meldete, gab der 20-Jährige an, dass er eine Frau für sexuelle Handlungen suche. Kurz darauf kam eine 32-jährige Münchnerin, die als Krankenschwester aus einer Nachtschicht kam, über die Rolltreppe nach unten an den Bahnsteig und ging an dem 20-Jährigen und seinen beiden Begleitern vorbei und setze sich einige Meter entfernt auf eine Bank.

Der namentlich unbekannte Begleiter des 20-Jährigen setzte sich links neben die 32-Jährige und äußerte ihr gegenüber, dass er eine Frau brauche. Dabei berührte er die 32-Jährige am Oberschenkel. Die 32-Jährige stand direkt nach der Berührung auf und gab an, dass sie die Polizei rufen werde. Von der linken Seite ging nun der 20-Jährige auf die Frau zu und trat dieser unvermittelt mit dem rechten Fuß gegen die linke Gesichtsseite.
Der 20-Jährige wurde daraufhin von einem Begleiter festgehalten und einige Meter zur Seite gebracht, dadurch verhinderte er, dass der 20-Jährige weiter auf die 32-Jährige einschlug.

Als die 32-Jährige ihr Mobiltelefon aus der Tasche nahm, um die Polizei zu rufen, flüchtete die Gruppe an die Oberfläche.

Glücklicherweise wurde die 32-Jährige trotz des massiven Fußtritts nur leicht verletzt und benötigte vor Ort keine ärztliche Behandlung.

Die drei Personen wurden an der Oberfläche durch Angehörige der U-Bahnwache gestellt, als diese einen lautstarken Streit mit einem anderen Passanten begannen. Die gesamte Gruppe flüchtete.

Durch die U-Bahnwache konnte jedoch der 20-Jährige festgehalten und den Polizeibeamten übergeben werden. Der 20-Jährige zeigte sich äußerst aggressiv gegenüber den eingesetzten Beamten. Er beleidigte zwei Beamte verbal und spuckte einen Beamten an.

Der zuständige Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl gegen den 20-Jährigen. Gegen ihn wird neben gefährlicher Körperverletzung auch wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung ermittelt.

Beschreibung des unbekannten Geschädigten:
Männlich, ca. 25 bis 35 Jahre alt, ca. 180-185 cm groß, südländischer Typ, kräftige, athletische Statur, kurzgeschorene Haare/Glatze; bekleidet mit einer dunklen, knielangen Arbeitshose mit Seitentaschen , graue Kapuzenjacke, dunkle Arbeitsschuhe; führte einen dunklen Rucksack über der Schulter mit

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall machen können, insbesondere der unbekannte Mann, der von dem 20-Jährigen an der U-Bahnstation „Theresienstraße“ getreten wurde und anschließend mit der Rolltreppe nach oben fuhr, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 24, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


1223. Versuchtes Tötungsdelikt – Pasing
In den Morgenstunden des Samstag, 17.08.2019 kam es in einem Bordellbetrieb in Pasing zu einer Auseinandersetzung zwischen einer Gästegruppe, dort arbeitenden Angestellten und dem Betreiber. Ein 29-jähriger Rumäne, begann in stark alkoholisiertem Zustand eine Angestellte verbal zu beleidigen und anzuspucken. Als weitere Angestellte und Gäste schlichtend eingriffen, entwickelte sich zwischen allen Beteiligten ein Handgemenge, das sich schließlich in den Außenbereich vor den Club verlagerte. Im Zuge der Auseinandersetzungen wurden hierbei unter anderem auch Zaunlatten und ein Metallrohr als Schlaggegenstände eingesetzt.

Nach Eintreffen der Polizei hatten sich die meisten Beteiligten wieder vom Tatort entfernt, wobei ein 24-Jähriger aus der Gästegruppe bewusstlos und mit massiven Kopfverletzungen am Tatort aufgefunden wurde. Durch um-fangreiche und intensive Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen der polizeilichen Erstzugriffskräfte im Nahbereich konnten jedoch die Personalien von nahezu allen Beteiligten festgestellt werden.

Der 24-Jährige kam stationär in ein Münchner Klinikum und musste wegen einer schweren Schädel-Hirn-Verletzung notoperiert werden. Inzwischen befindet er sich außer Lebensgefahr.

Aufgrund der ersten Erkenntnisse vor Ort bestand der Verdacht, dass der 39-jährige Clubbetreiber für die schweren Verletzungen des 24-Jährigen verantwortlich wäre, weshalb er vorläufig festgenommen wurde.

Weitere Ermittlungen der Mordkommission bestätigten eine Tatbeteiligung des Clubbesitzers an der allgemeinen Auseinandersetzung, entlasteten diesen jedoch hinsichtlich der Kopfverletzungen des 24-jährigen. Dieser hatte die Verletzungen durch massive Tritte gegen den Kopf durch einen anderen bis dato unbekannten Täter erlitten. Der Clubbesitzer wurde daraufhin nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft noch am Samstag, 17.08.2019 aus der Haft entlassen.

Neben weiteren Ermittlungsmaßnahmen führten die Auswertungen der Videoaufzeichnungen des Bordellbetriebs im Abgleich mit den festgestellten Personalien des Erstzugriffs zur Identifizierung des 49-jährigen rumänischen Beschuldigten. Nachdem dieser in Deutschland keinen Wohnsitz gemeldet hatte, wurde am Mittwoch, 21.08.2019 das Kommissariat 101 (Personenfahndung) um Unterstützung ersucht. Diese konnten bereits am Nachmittag des Mittwoch, 21.08.2019 den Beschuldigten antreffen und vorläufig festnehmen. In seiner Vernehmung durch die Mordkommission zeigte sich der Beschuldigte weitgehend geständig.

Die Staatsanwaltschaft München I stellte am Donnerstag, 22.08.2019 Haftbefehlsantrag wegen versuchten Totschlags. Die Entscheidung des zuständigen Ermittlungsrichters wird noch im Laufe des Tages erwartet.

Umfangreiche Ermittlungen zu den einzelnen Tatbeiträgen sind noch erforderlich. Diese werden durch die Mordkommission des Polizeipräsidiums München geführt.

 

 

 

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