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23.06.2018, PP München


2. Nachtrag zum Pressebericht vom 22.06.2018

909. Motorradfahrer kollidiert mit vor ihm wendenden Taxi - 1 Person getötet -Ludwigsvorstadt

910. Gefährliche Körperverletzung durch Flaschenwurf - Ottobrunn




909. Motorradfahrer kollidiert mit vor ihm wendenden Taxi - 1 Person getötet -Ludwigsvorstadt
Am Freitag, 22.06.2018, gegen 11:20 Uhr hielt ein 52-jähriger Münchner mit seinem Taxi, Mercedes-Benz, auf dem rechten Parkstreifen der Paul-Heyse-Straße, Höhe Hausnummer 8, stadtauswärts. Er beabsichtigte, über die insgesamt vier Fahrstreifen der Paul-Heyse-Straße zu wenden, um anschließend sein Fahrzeug auf dem gegenüberliegenden Parkstreifen einzuparken.

Zur gleichen Zeit befuhr ein 33-jähriger Münchner mit seinem Motorrad die Paul-Heyse-Straße stadteinwärts.

Der Taxifahrer erkannte den ihm entgegenkommenden Motorradfahrer. Er beurteilte den vorhandenen Abstand zwischen sich und dem Motorrad fälschlicherweise als ausreichend bzw. unterschätzte die Geschwindigkeit des Motorrads. Der Taxifahrer begann das Wendemanöver und erreichte mit der Fahrzeugspitze den gegenüberliegenden Parkstreifen.

Aufgrund des vor ihm wendenden Taxis leitete der Motorradfahrer eine Vollbremsung ein. Dabei verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug, kam ins Schlingern und stürzte zur rechten Seite.

Anschließend rutschte er mitsamt dem Motorrad eine kurze Distanz über die Fahrbahn. Schließlich prallte er mit dem Körper gegen das rechte Heck des Taxis. Das führerlose Motorrad kollidierte gegen die linke Heckseite und prallte in Richtung Fahrbahn ab. Es rutschte impulsbedingt und rotierend noch mehrere Meter weiter. Der 32-jährige Münchner kam schwerstverletzt hinter dem Taxi auf der Fahrbahn zum Liegen.

Er wurde unter laufender Reanimation mittels Rettungswagen in ein Münchener Klinikum verbracht, wo er wenig später seinen Verletzungen erlag.

Am Kraftrad entstand schwerer Sachschaden, das Taxi wurde leicht beschädigt.

Zur Klärung des Sachverhalts wurde im Auftrag der Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger hinzugezogen, welcher ein unfallanalytisches Gutachten erstellen wird.

Während der Unfallaufnahme wurde die Paul-Heyse-Straße zwischen Bayerstraße und Schwanthalerstraße für die Dauer von vier Stunden vollständig gesperrt. Es kam zu Verkehrsbehinderungen


910. Gefährliche Körperverletzung durch Flaschenwurf - Ottobrunn
Am Freitag, 22.06.2018 kam es gegen 20 Uhr in einem Jugendhaus in Ottobrunn zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei dort untergebrachten sog. unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und zwei Betreuerinnen.

Der 20-jähriger Eritreer und sein 17-jähriger äthiopischer Freund hatten gegen das Alkoholverbot des Jugendhauses verstoßen. Darauf angesprochen ging der 20-Jährige die Betreuerinnen körperlich an, indem er sie mit der Faust schlug. Diese erlitten dadurch Kopfverletzungen. Während die Betreuerinnen die Polizei verständigten, flüchteten die beiden Heranwachsenden aus dem Jugendhaus.

Unabhängig von den beschriebenen Geschehnissen in dem Jungendhaus kam es in einem Altenwohnheim in Ottobrunn um etwa die gleiche Zeit zu einem Notarzteinsatz aufgrund einer Erkrankung eines Bewohners des Altenwohnheims.
Die herbeigerufene Notarztbesatzung, bestehend aus einem Rettungssanitäter und einer Notärztin, wollten gerade das Notarzteinsatzfahrzeug der Berufsfeuerwehr München vor dem Altenwohnheim abstellen, als die beiden geflüchteten Heranwachsenden aus dem Jugendhaus an der Örtlichkeit vorbeikamen.

Ohne erkennbaren Anlass, nahm der 20-jährige Eritreer eine mitgeführte volle Whiskyflasche und schleuderte diese aus ca. 1 – 1,5 Meter Entfernung gegen die Scheibe der Beifahrertür des Notarzteinsatzfahrzeugs. Die Flasche durchschlug die Scheibe und traf die Notärztin im Gesicht. Die Ärztin erlitt durch die Flasche schwere Verletzungen, u.a. ein Schädel-Hirn-Trauma, einen Kieferbruch, mehrere ausgeschlagene Zähne und Schnittverletzungen im Gesicht. Sie wurde in ein Münchner Krankenhaus eingeliefert.
Der ebenfalls im Fahrzeug befindliche Rettungssanitäter wurde durch umherfliegende Glassplitter am Auge verletzt.

Beide Heranwachsenden flüchteten nach der Tat, konnten jedoch durch umgehend alarmierte Polizeibeamte schnell im Rahmen der Fahndung noch in Tatortnähe festgenommen werden.
Die beiden leisteten bei ihrer Festnahme Widerstand.

Der 17-jährige Äthiopier wurde nach der polizeilichen Sachbearbeitung entlassen.
Der 20-jährige Haupttäter wurde in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Die Staatsanwaltschaft beantragte am heutigen Tag Haftbefehl, dieser wurde vom zuständigen Haftrichter erlassen.

 

 

 

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