Bayerische Polizei - Pressebericht vom 08.02.2018

Polizei Bayern » PP München » Aktuelles » Presse » Neueste Pressemeldungen

08.02.2018, PP München


Pressebericht vom 08.02.2018

Inhalt:

207. Festnahme nach Handel mit Betäubungsmitteln - Ludwigsvorstadt

208. 3. Rauschgifttote in München

209. Falscher Handwerker - Neuhausen

210. Computerbetrug - Schwabing

211. Kindergarteneinbruch mittels DNA geklärt - Mittersendling

212. Terminhinweis (Wiederholung):
Pressekonferenz zur 54. Münchner Sicherheitskonferenz




207. Festnahme nach Handel mit Betäubungsmitteln - Ludwigsvorstadt
Im Rahmen von Ermittlungen ergab sich der Verdacht, dass ein 48-jähriger Italiener mit Wohnsitz in München aus seiner Wohnung einen regen Handel mit Heroin betreibt. Aus diesem Grund wurde ein richterlicher Durchsuchungbeschluss erwirkt. Dieser wurde durch das Rauschgiftdezernat in den Morgenstunden des 05.02.2018 vollzogen.

Hierbei konnten in der Wohnung des Tatverdächtigen mehrere Gramm Heroin, Subutex-Tabletten, Streckmittel, zwei Feinwaagen, Bargeld und diverse Verpackungsmaterialien aufgefunden werden.

Ersten Ermittlungen zufolge hatte der 48-Jährige das Heroin von einem 49-jährigen Landsmann erhalten. Da der dringende Verdacht bestand, dass dieser Täter über weiteres Heroin verfügt, wurde auch dessen Wohnung in München am 06.02.2018 durchsucht.
In der Wohnung dieses Heroinhändlers konnten Heroin, Marihuana, eine Feinwaage, Verpackungsmaterial und Bargeld in szenetypischer Stückelung beschlagnahmt werden.

Sämtliche Bargeldbeträge, welche die selbst heroinabhängigen Arbeitslosen aus vorangegangenen Drogengeschäften erwirtschaftet haben dürften, wurden zur Vorbereitung des Verfalls beschlagnahmt. Der Verfall ist eine repressive Maßnahme aus dem Strafgesetzbuch, mit der ein Vermögensvorteil durch eine rechtswidrige Bereicherung beseitigt werden kann.

Der 48- und 49-Jährige wurden zur Prüfung der Haftfrage dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ gegen beide einen Haftbefehl.


208. 3. Rauschgifttote in München
Am Dienstag, 06.02.2018 wurde eine 42-jährige Münchnerin leblos in einer U-Bahntoilette am Goetheplatz aufgefunden. Die eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen verliefen erfolglos.

Bei der Verstorbenen wurden Utensilien für Betäubungsmittel aufgefunden. Sie war als Drogenkonsumentin bekannt.

Der bei der Obduktion durchgeführte Drogenschnelltest fiel positiv aus.

Hinweise für ein Fremdverschulden haben die kriminalpolizeilichen Ermittlungen nicht ergeben.

Die 42-Jährige ist somit das 3. Rauschgiftopfer im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München im Jahr 2018.

Vergleichszahlen:
2016: 5 Personen
2017: 5 Personen


209. Falscher Handwerker - Neuhausen
- Zeugenaufruf

Am Mittwoch, 07.02.2018, gegen 14.00 Uhr, kam eine 80-jährige Rentnerin nach dem Einkaufen nach Hause. Als sie bereits das Mehrfamilienhaus betreten hatte, klopfte ein bislang unbekannter Mann von außen gegen die Scheibe. Er sagte, dass er auch in das Haus hinein müsste. Sie öffnete bedenkenlos die Tür, da im Keller des Anwesens bereits seit Wochen Bauarbeiten stattfanden.

Nachdem die Rentnerin in ihrer Wohnung angekommen war, klingelte es wenig später an ihrer Tür. Der Unbekannte gab an, dass er ins Bad müsse, um dort etwas nachzuschauen. Sie ging mit dem Mann in das Badezimmer. Er sagte ihr, dass sie die Duschbrause halten müsse, während er etwas am Waschbecken reparieren wollte. Dann telefonierte er mit dem Handy.

Nach ca. 5-8 Minuten verließ er die Wohnung wieder. Nach weiteren 15 Minuten stellte die 80-Jährige fest, dass eine zweite Person, die sie nicht bemerkt hatte, Bargeld aus ihrem Wohnzimmerschrank entwendet hatte.

Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 175 cm groß, ca. 35 Jahre alt, kräftige, dicke Figur, braune, kurze Haare, braune Augen, verfärbte Zähne, sprach deutsch mit Akzent, benutzte ein Asthmaspray.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum in der Arnulfstraße zwischen der Kriemhildenstraße und der Königbauerstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


210. Computerbetrug - Schwabing
Ein 44-jähriger Münchner kaufte im Zeitraum von Juli bis September 2017 sogenannte Coins der virtuellen Währung "IOTA". Da diese zu dem Zeitpunkt noch nicht durch eine analoge Währung zu kaufen waren, erwarb er zuerst die Kryptowährung "Ethereum" im Wert von ca. 53.000 Euro und anschließend wandelte er diese schrittweise in sogenannte "IOTA-Coins" um.

Diese Coins teilte er im Dezember 2017 auf insgesamt acht Wallets (= elektronische Geldbörsen) auf.

Für diese Wallets wollte der 44-Jährige dann Passwörter (sogenannte "Seeds") generieren. Hierzu suchte er im Internet nach einer passenden Webseite. Dort generierte er die gewünschten Passwörter.

Die Passwörter wurden bei der Generierung zusammen mit den jeweiligen Wallet-Adressen gespeichert. Mit diesen Daten hatten die Betreiber der Seite dann vollen Zugriff auf die genutzten Wallets und konnten dadurch auch Transaktionen tätigen.

Am Freitag, 19.01.2018, wurden die bislang unbekannten Betreiber der Website schließlich aktiv und tätigten bei einer Vielzahl ausgespähter Wallets Transaktionen auf die eigenen Wallets. Von den acht Wallets des 44-Jährigen wurden dabei ebenfalls alle Coins wegüberwiesen. Bei einem Kurswert vom 19.01.2018 entstand ihm somit ein rechnerischer Schaden von ca. 180.000 Euro. Als er den Schaden bemerkte, erstattete er Anzeige bei einer Polizeiinspektion.

Bei IOTA handelt es sich um eine neue Art von Kryptowährung, ähnlich wie die bereits bekannten "BitCoins". Dies bedeutet, dass auch hier ein Nutzer beliebig viele anonyme Wallets für sich anlegen kann.
Da für die Erstellung dieser Wallets kein bestimmter Anbieter benötigt wird, erfolgt die Generierung eines Wallets somit ohne Angabe von (echten oder auch falschen) Bestandsdaten.
Dies hat dann wiederum zur Folge, dass der tatsächliche Inhaber eines Wallets (egal ob Sender oder Empfänger einer Transaktion) nicht ermittelt werden kann.

"IOTA" ist ein Akronym aus der Bezeichnung "Internet of Things" und dem kleinsten Buchstaben im griechischen Alphabet "Iota".


211. Kindergarteneinbruch mittels DNA geklärt - Mittersendling
Bereits in der Zeit von Freitag, 03.11.2017, um 18.00 Uhr, bis Samstag, 04.11.2017, 09.00 Uhr, war ein zunächst Unbekannter gewaltsam in einen Kindergarten in der Markomannenstraße eingedrungen, indem er die Zugangstür aufgehebelt hatte.

Im Kindergarten verwüstete er mehrere Räume, brach Schränke auf und entwendete mehrere Gegenstände. Bei dem Einbruch hatte sich der Unbekannte eine blutende Verletzung zugezogen.

Anhand der DNA-Analyse der gesicherten Blutspur konnte diese Spur nun mittels der DNA-Datenbank und mit Hilfe des Bayerischen Landeskriminalamtes, einem 40-jährigen Münchner zugeordnet werden.
In seiner Vernehmung wollte er sich zur Sache bislang nicht äußern.


212. Terminhinweis (Wiederholung): Pressekonferenz zur 54. Münchner Sicherheitskonferenz
Von Freitag, 16.02.2018, bis Sonntag, 18.02.2018, findet zum 54. Mal die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) statt.

Münchens Polizeivizepräsident Werner Feiler stellt die polizeilichen Maßnahmen und einsatzrelevanten Informationen für die Öffentlichkeit am Freitag, 09.02.2018, um 11.30 Uhr, im Medienzentrum des Polizeipräsidiums München vor.

Alle Medienvertreter sind dazu herzlich eingeladen.

 

 

 

Ihre Polizei vor Ort:

  • Anzeigeerstattung Online
  • Bewirb Dich jetzt
  • IT bei der Bayerischen Polizei
  • Neue Dienstkleidung für die Bayer. Polizei
  • Spitzensport-Ausbildung
  • Bayern mobil - sicher ans Ziel
  • Digitalfunk
  • Polizeiorchester Bayern

Anzeigeerstattung Online

Bewirb Dich jetzt

IT bei der Bayerischen Polizei

Spitzensport-Ausbildung

Digitalfunk

Polizeiorchester Bayern

Neue Dienstkleidung für die Bayer. Polizei

Bayern mobil - sicher ans Ziel

Anzeigeerstattung Online

Bewirb Dich jetzt

IT bei der Bayerischen Polizei

Polizeiorchester Bayern

Neue Dienstkleidung für die Bayer. Polizei

Spitzensport-Ausbildung

Bayern mobil - sicher ans Ziel

Digitalfunk


Kontakt aufnehmen