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28.04.2017, PP München


Sicherheitsreport 2017


Am Freitag, 20.04.2018 wurde der umfangreiche Sicherheitsreport des Polizeipräsidiums München für das Jahr 2017 vorgestellt. Dieser ist somit zum 30. Mal mit seinen umfassenden objektiven Daten im Internet abrufbar.

Die Vorstellung des Sicherheitsreports 2017 erfolgte durch den stellvertretenden Leiter für Verbrechensbekämpfung, Kriminaldirektor Andre Remy. Dieser stand zudem im Anschluss für Fragen der anwesenden Medienvertreter zur Sicherheitslage in München zur Verfügung.

Auch die Kriminalstatistik 2017 zeigt eindrucksvoll, dass das ohnehin schon sichere München noch sicherer geworden ist: München ist somit (zum 42. Mal) wiederholt die sicherste Großstadt Deutschlands!

Die Kriminalstatistik 2017 beweist, dass Sicherheit in vielen Bereichen tatsächlich messbar ist. Sie belegt dadurch auch die Wirksamkeit unserer Präventionsarbeit.





Vorwort von Herrn Polizeipräsidenten Hubertus Andrä
Das Jahr 2017 war wieder einmal ein arbeitsintensives, aber vor allem erfolgreiches Jahr. Angefangen mit der 53. Münchner Sicherheitskonferenz mit ihren zahlreichen hochrangigen Staatsgästen wurde das Jahr weiter von vielfältigen Projekten wie beispielweise dem Pilotprojekt Body-Cam und dem Ausbau des polizeilichen Messenger-Dienstes begleitet. Und nicht zuletzt konnten wir auch im vergangenen Jahr erneut auf eine „friedliche Wiesn“ zurückblicken. Mit dem nachfolgendem Sicherheitsreport 2017 zieht das Polizeipräsidium München ein weiteres Mal seine jährliche Bilanz und ich meine, die kann sich sehen lassen:

Im Jahr 2017 ist die Anzahl der Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße im Vergleich zum Vorjahr um 6,8% gesunken. Und das bei ständig wachsender Bevölkerungszahl. Gleichzeitig ist es uns gelungen, unsere Aufklärungsquote noch einmal um 0,5%-Punkte zu steigern. Auf den Punkt gebracht: Steigende Einwohnerzahl, weniger Straftaten, mehr geklärte Fälle!
Auch im Bereich der Gewaltkriminalität verzeichnen wir starke Rückgänge. So sind die Delikte um 8,6% auf 3.986 Straftaten gesunken. Das sind 373 Straftaten weniger als noch im Jahr zuvor. Insbesondere bei den Raubdelikten konnten wir deutliche Rückgänge feststellen. So wurden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München im vergangenen Jahr 560 Raubdelikte registriert. Das sind 69 Fälle weniger oder auch -11,0% im Vergleich zu 2016. Die Gewaltkriminalität im Öffentlichen Personenverkehr nahm auch ab. Hier konnten wir einen Rückgang um 4,8% auf 239 Gewalttaten beziffern.
Ein Schwerpunkt unserer polizeilichen Arbeit war wieder einmal das Thema Wohnungseinbruch. Und auch hier konnten wir 2017 erfolgreich gegen die Täter vorgehen. So sank die Zahl der Wohnungseinbrüche im Vergleich zu 2016 um 20,8%. 321 Einbrüche weniger als 2016 ist eine erfreuliche Bilanz, auch wenn jeder Wohnungseinbruch immer noch eine Tat zu viel ist.
Im Bereich des Hauptbahnhofs haben wir in vielerlei Hinsicht Verbesserungen erreicht. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt München setzten wir ein Konzept um, das dazu führte, dass die Straftaten am Hauptbahnhof und Umgebung deutlich zurückgingen. Am und im Hauptbahnhof selbst können wir einen Rückgang um 17,0% bzw. um 689 Straftaten vorweisen. Mehr als die Hälfte des Rückgangs machen die Diebstahlsdelikte aus. Aber auch Rohheits- und Rauschgiftdelikte haben, trotz hoher Kontrollintensität, hier abgenommen. Möglicherweise meidet der ein oder andere Dealer schon den Hauptbahnhof. Im nördlichen und südlichen Bereich des Hauptbahnhofes verzeichnen wir ebenfalls Rückgänge. Unser ganzheitlicher Ansatz, bestehend aus enger Kooperation mit der Landeshauptstadt München, der Deutschen Bahn und der Münchner Verkehrsgesellschaft sowie gemeinsame Kontrollen mit der Bundespolizei, sowie auch konzertierte Kontrollaktionen mit allen zuständigen Behörden unter Beteiligung von Einsatzhundertschaften und der Kriminalpolizei verdeutlicht, dass wir beim Thema Hauptbahnhof entschlossen vorgehen und gemeinsam für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sorgen.
Jedoch sind die Zahlen nicht in allen Bereich gesunken. So verzeichnen wir im Hinblick auf den gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München beispielweise einen Anstieg um 12,0% bei den Rauschgiftdelikten. Gleichzeitig ging die Zahl der Rauschgifttoten deutlich zurück. Verzeichneten wir im Jahr 2016 noch 64 Rauschgifttote, so haben wir 2017 insgesamt 44 zu beklagen. Das sind 20 Rauschgifttote weniger!
Auch die Zahl der Sexualdelikte ist angestiegen. Der Anstieg ist jedoch fast ausschließlich auf die Verschärfung des Sexualstrafrechts zurückzuführen. Fielen 2016 Beleidigungen auf sexueller Grundlage noch unter die sogenannten sonstigen Straftaten, so werden diese nun unter die Sexualdelikte subsumiert. Ferner sind nun auch sexuelle Übergriffe ohne Gewaltanwendung, ganz nach dem Motto „Nein heißt Nein!“, unter Strafe gestellt. Diese gesetzlichen Änderungen erschweren die Vergleichbarkeit der Zahlen mit den Vorjahren.
Denken wir an das vergangene Jahr zurück, wird uns vor allem ein Tag in Erinnerung bleiben. Der 13.06.2017 war ein besonders schmerzlicher Tag für das Polizeipräsidium München, aber auch für jeden einzelnen von uns. Auf dramatische Weise wurde uns einmal mehr vor Augen geführt, welche Risiken und Gefahren der Polizeiberuf mit sich bringt. Eine junge Kollegin von uns wurde während einer Routinekontrolle durch einen Schuss in den Kopf lebensgefährlich verletzt. Sie befindet sich mittlerweile in einer Rehaklinik in ihrer Heimat und erhält hier intensive medizinische sowie persönliche Betreuung. Während dieser schrecklichen Stunden, Tage und Wochen hat mich aber vor allem der Zusammenhalt in unserem Verband, die Unterstützung der PI 26 und des Abschnitts Ost, aber auch die Solidarität der Bevölkerung beeindruckt. Auch heute noch erreichen uns Anfragen nach dem Gesundheitszustand und Genesungswünsche für unsere Kollegin. Wir wünschen ihr auf diesem Weg weiterhin alles Gute und bestmögliche Genesung. Zu den Angehörigen werden wir weiter engen Kontakt halten und stehen ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.
Für das bevorstehende Jahr 2018 liegen unsere Schwerpunkte weiter in der Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls, wo wir besonders auf die Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen sind. Auch der Ausbau der internationalen Zusammenarbeit liegt uns sehr am Herzen. Denn so wie die Täter weltweit vernetzt sind, so muss es auch die Polizei sein, um grenzüberschreitende Kriminalität erfolgreich bekämpfen zu können. Um unser oberstes Ziel, die Sicherheit Münchens, weiter gewährleisten zu können, verfolgen wir auch 2018 wieder innovative Ansätze zur Kriminalitätsbekämpfung.
So können wir feststellen: München ist auch 2017 noch einmal sicherer geworden. Die Motivation und Einsatzbereitschaft unserer Münchner Polizistinnen und Polizisten ist vorbildlich. So möchte ich mich an dieser Stelle bei all denjenigen bedanken, die ihren täglichen Dienst mit vollem persönlichem Einsatz leisten und dazu beigetragen haben, München noch sicherer zu machen.
Mein Dank gilt natürlich auch allen Bürgerinnen und Bürgern, die uns mit ihrer Wachsamkeit und Hilfsbereitschaft tatkräftig unterstützt haben. Deswegen appelliere ich an Sie, verdächtige Wahrnehmungen und Hinweise schnellstmöglich über 110, dem Polizeinotruf, mitzuteilen, denn mit Ihrer Hilfe tragen Sie dazu bei, dass wir Straftaten verhindern und mögliche Täter festnehmen können.
Und so freue ich mich auch für 2017 wieder sagen zu können, München ist zum 42. Mal Deutscher Meister!!







 

 

 

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