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13.01.2021, PP Mittelfranken


Betrügerische Anrufe in Mittelfranken - Warnhinweis

MITTELFRANKEN. (44) Im Verlauf des gestrigen Tages (12.01.2021) ereignete sich eine Serie betrügerischer Anrufe angeblicher Polizeibeamter oder angeblicher Verwandter in ganz Mittelfranken. Die Polizei warnt erneut vor diesen Betrugsmaschen.


Die bislang unbekannten Anrufer versuchten in mindestens 45 Fällen, meist Senioren um ihr Erspartes zu bringen. In der Masse der Fälle gaben sich die Anrufer als angebliche Polizeibeamte aus und versuchten durch geschickte Gesprächsführung die Angerufenen zur Übergabe von hohen Geldbeträgen oder Wertgegenständen zu bringen.

In weiteren Fällen gaben die Unbekannten vor, Verwandte zu sein, welche sich gerade in einer misslichen Lage befänden und dringend Geld benötigen würden. Das sie selbst gerade unpässlich sind, würde ein Bekannter das Geld oder die Wertgegenstände in Empfang nehmen.

Bislang reagierten alle Betroffenen glücklicherweise richtig, beendeten das Telefonat und übergaben weder Bargeld noch Wertgegenstände. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass weitere Anrufe in Mittelfranken erfolgen werden. Die Kriminalpolizei hat in allen Fällen die Ermittlungen aufgenommen.

Das Polizeipräsidium Mittelfranken warnt in diesem Zusammenhang eindringlichen vor den Betrugsmaschen und gibt folgende Verhaltenstipps:
Zum Thema „Angebliche Polizeibeamte“:

- Seien Sie bei derartigen Anrufen stets misstrauisch! Lassen Sie
sich am Telefon nicht unter Druck setzen und beenden Sie das
Telefonat möglichst sofort.

- Geben Sie am Telefon grundsätzlich keine vertraulichen
Informationen weiter. Dies betrifft vor allem Angaben zu Ihren
Vermögensverhältnissen oder dem Aufbewahrungsort von Schmuck und
Bargeld.

- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Personen, die
Ihnen unbekannt sind. Hinterlegen Sie keine derartigen Sachen
für unbekannte Abholer!

- Lassen Sie sich bei Anrufen von vermeintlichen Polizeibeamten
immer den Namen und die Dienststelle nennen. Notieren Sie sich
die Nummer des Anrufers.

- Beachten Sie: Die Polizei meldet sich bei Ihnen niemals über die
Notrufnummer "110"! Seien Sie misstrauisch, wenn derartige
Phantasienummern im Display erscheinen.

- Beachten Sie andererseits aber auch, dass es den Tätern
mittlerweile möglich ist, die echten Rufnummern von
Polizeidienststellen im Telefondisplay anzeigen zu lassen!

- Wenn Sie zurückrufen, suchen Sie sich die Rufnummer der
betreffenden Dienststelle selbst heraus und lassen Sie sich
nicht vom Anrufer verbinden. Meist wartet hier der nächste
Betrüger.

- Ziehen Sie gegebenenfalls eine Person Ihres Vertrauens hinzu.

- Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung!

- Fordern Sie von Amtspersonen immer den Dienstausweis, egal ob
diese in Uniform oder Zivilkleidung auftreten. Überprüfen Sie
Ausweise sorgfältig.

- Angehörige bitten wir, ihre älteren Verwandten über die
Betrugsmasche zu informieren.

- Seien Sie aufmerksam, wenn in Ihrer Nachbarschaft ältere
Menschen leben. Sprechen Sie mit ihnen über dieses Phänomen.

- Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei. Scheuen Sie
sich nicht davor, den Polizeinotruf unter der 110 zu wählen,
wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.


Zum Phänomen „Enkeltrick“:

Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt.

Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.

Legen Sie den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.

Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Bekannter oder Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.

Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.


 

 

 

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