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20.03.2019, PP Oberbayern Nord


Überhoher Sattelzug beschädigt Brückenbauwerk an der A8

A 8, AD ESCHENRIED BEI MÜNCHEN. Am Mittwochmorgen gegen 1 Uhr beschädigte ein italienischer Großraum-/Schwertransport auf der BAB A8 in Fahrtrichtung Stuttgart zwischen der Anschlussstelle Langwied und dem Autobahndreieck Eschenried eine Bahnüberführung.


Der 58jährige albanische Fahrer mit Wohnsitz in Italien war mit seinem Schwertransport, der eine Höhe von 4,50 Meter aufwies, auf dem Weg von Kempten in Richtung Kufstein. Er befuhr zunächst die A8 in Richtung München und hätte an der Anschlussstelle Dachau/Fürstenfeldbruck auf die B 471 abfahren sollen. Nachdem er aber die Ausfahrt verpasste, fuhr er bis zur Anschlussstelle Langwied weiter, wendete dort und wollte auf der A8 zur Anschlussstelle Dachau zurückfahren. Als er die auf 4 Meter Höhe beschränkte Bahnüberführung unmittelbar südlich des Autobahndreiecks Eschenrieds bemerkte, versuchte er seinen Sattelzug zwar noch abzubremsen, touchierte aber das Brückenbauwerk mit seiner geladenen Metallkonstruktion so erheblich, dass mehrere Stahlträger der Brückenkonstruktion beschädigt wurden. Inwieweit das Brückenbauwerk sonst noch beschädigt wurde bedarf der weiteren Abklärung. Die Ladung des Lkw wurde ebenfalls massiv beschädigt, blieb deformiert auf dem Tieflader zurück bzw. verteilte sich über die Fahrbahn.

Am Lkw und der Ladung entstand nach ersten Feststellungen ein Sachschaden in Höhe von ca. 80.000 Euro. Am Brückenbauwerk ist die Schadenshöhe noch unklar, ein Sachschaden in Millionenhöhe steht aber im Raum. Die Deutsche Bahn versucht mit Experten und Statiker den genauen Schaden zu ermitteln. Unmittelbar nach dem Unfall wurde der Bahnverkehr auf der Brücke eingestellt und die Autobahn für den Fahrzeugverkehr wegen der umherliegenden Ladungsteile kurzzeitig gesperrt. Nach einer ersten Begutachtung durch Verantwortliche der Deutschen Bahn wurde ein Gleis wieder freigegeben, das Südgleis bleibt bis auf Weiteres für den Bahnverkehr gesperrt. Zu Verspätungen im Personenverkehr kam es nicht, da die Strecke nur für den Güterverkehr benutzt wird.

Der beschädigte Lkw konnte die Autobahn eigenständig verlassen. Bei der Unfallaufnahme wurde festgestellt, dass der Transporteur ohne die erforderliche Genehmigung mit seinem überhohen Fahrzeug unterwegs war. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahn- und Straßenverkehr eingeleitet.

An der Unfallstelle waren neben Notfallmanager und Techniker der Deutschen Bahn die Autobahnmeisterei und das THW Fürstenfeldbruck mit Fachberater zur Bergung der Ladung eingesetzt.


 

 

 

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