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25.02.2019, PP Mittelfranken


Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2018 – Auszüge (Vorjahreszahlen in Klammern)

MITTELFRANKEN. (271) Polizeivizepräsident Adolf Blöchl und Polizeidirektor Werner Meier, Leiter des Sachgebietes E 4 – Polizeiliche Verkehrsaufgaben –, appellierten im Rahmen der Vorstellung der Polizeilichen Verkehrsunfallstatistik 2018 an die Verkehrsteilnehmer, die Verkehrsregeln besser einzuhalten. Mit Start in die Motorradsaison 2019 wird zusätzlich eine Motorradkontrollgruppe eingerichtet.


Entgegen dem bayerischen Trend kann das Polizeipräsidium Mittelfranken einen erfreulichen Rückgang bei den Geschwindigkeitsunfällen um 19,53 % verzeichnen. Auch die Anzahl der hierbei getöteten 26 (30) und verletzten 1.458 (1.637) Personen sank spürbar.

Allerdings spiegeln sich höhere Zulassungszahlen in der Unfallhäufigkeit und den damit verbundenen Unfallfolgen wider.
Die Zahl der Verkehrsunfälle in Mittelfranken ist 2018 um 2,96 % auf 53.868 (52.317) gestiegen. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden reduzierte sich um 0,47 % auf 7.210 (7.244).

Bei den Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang starben 74 (70) Personen bei 68 (70) Verkehrsunfällen. Außerorts kamen bei Unfällen 57 (54) Personen ums Leben, innerorts verstarben 17 (16).

Die Anzahl der Alkoholunfälle stieg um 15 % auf 608 (525). Leider wurden dabei 5 (4) Personen getötet und 340 (257) Personen verletzt.

Es wurden 67 (67) Unfälle unter dem Einfluss anderer berauschender Mittel (Drogen, neue psychoaktive Substanzen, Medikamente) registriert. Im Jahr 2018 wurden bei Unfällen unter Drogen-/ Medikamenteneinfluss 37 (27) Personen verletzt, aber glücklicherweise keine (0) Personen getötet.

Die Unfallursache „überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit“ steht in der Mittelfrankenstatistik nach

- ungenügendem Sicherheitsabstand

- Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren,

und

- Vorfahrtsverletzung,

an 4. Stelle. Bei den schweren Unfällen mit Getöteten und Schwerverletzten liegt sie allerdings erneut an erster Stelle. Danach folgen falsche Straßenbenutzung/Rechtsfahrgebot, Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren und Nichtbeachten der Vorfahrt.

Der Anteil der Altersgruppe „Junge Erwachsene“ (18 bis 24 Jahre) am Gesamtunfallgeschehen (ohne Kleinunfälle) beträgt 20 %, obwohl der Bevölkerungsanteil nur bei 8 % liegt. Die jungen Erwachsenen sind deshalb die am stärksten gefährdete Altersgruppe.

Von den 4.138 (4.365) Verkehrsunfällen mit Beteiligung von jungen Erwachsenen haben 2.248 (2.493) Unfälle die jungen Erwachsenen (als Hauptunfallverursacher) selbst verursacht.
Im Jahr 2018 kamen 9 (12) junge Erwachsene ums Leben. Es wurden 1.198 (1.287) junge Erwachsene verletzt.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung der Radfahrer betrug im abgelaufenen Jahr 2.316 (2.038) mit 9 (9) getöteten und 2.135 (1.869) verletzten Radfahrern.
Von den 2.316 (2.038) Verkehrsunfällen verursachten die Radfahrer 1.319 (1.103) Unfälle (als Hauptverursacher) selbst. Besonders im innerstädtischen Bereich ignorieren Radfahrer häufig Verkehrszeichen und Verkehrsregeln. Durch das Nichtbeachten von roten Ampeln, Fahren auf Gehwegen und in Fußgängerzonen gefährden sie sich und andere Verkehrsteilnehmer. Insbesondere bei den Fahrrädern mit Motorunterstützung wird häufig die Geschwindigkeit unterschätzt und erhöht so die Unfallgefahr.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich 804 (777) Unfälle mit Kradfahrern. Dabei wurden 718 (698) Kradbenutzer verletzt und leider 16 (20) Personen getötet. Zweiradfahrer sind besonders gefährdet, weil sich bereits kleinere Fahrfehler unmittelbar auf den Fahrer selbst mit schweren körperlichen Folgen auswirken können. Ein Schwerpunkt der Präventionsarbeit wird deshalb nach wie vor diesen Verkehrsteilnehmern gewidmet. Mit Start in die Motorradsaison 2019 übernimmt eine neu eingerichtete Motorradkontrollgruppe beim Polizeipräsidium Mittelfranken die Überwachung und Kontrolle des motorisierten Zweiradverkehrs im gesamten Regierungsbezirk Mittelfranken.

Bei Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Lkw wurden 153 (220) Personen verletzt und vier (5) getötet. Von den 2.785 (2.859) Unfällen haben die Lkw-Führer als Hauptunfallverursacher 1.910 (1.959) Unfälle selbst verschuldet.

Bei 4.098 (4.069) Verkehrsunfällen waren Senioren ab 65 Jahre beteiligt, dabei wurden 21 (17) getötet und 953 (928) verletzt.
Die Senioren, deren Anteil an der Gesamtbevölkerung 20 % im Regierungsbezirk Mittelfranken beträgt, sind nur mit 12,73 % als Hauptunfallverursacher am Gesamtunfallgeschehen (ohne Kleinunfälle) beteiligt. Allerdings mit gravierenden Folgen – 28 % der Getöteten waren Senioren.

Neben verstärkter Öffentlichkeitsarbeit und präventiven Maßnahmen wie der Verkehrsaufklärung an Schulen und bei Senioren wird die mittelfränkische Polizei auch weiterhin eine konsequente Verkehrsüberwachung und Ahndung von Geschwindigkeitsverstößen, beispielsweise in Form verstärkter Geschwindigkeitsmessungen, durchführen, um so die Unfallzahlen weiter zu senken.

- Jeder Einzelne trägt Verantwortung im Straßenverkehr für sich und andere – Geschwindigkeit entscheidet über Leben und Tod. Wer bei erlaubten 50 mit 70 fährt, tötet mit 60 km/h.

- Regeln sind da, um sie einzuhalten!

- Ein Blick aufs Handy bei 100 km/h sind 83,3 Meter im Blindflug!


Die komplette Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2018 steht im Internet unter

https://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/verkehr/statistik/index.html/275748

zur Verfügung.


 

 

 

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