Bayerische Polizei - Betrügerische Anrufe – Warnhinweis

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08.02.2018, PP Mittelfranken


Betrügerische Anrufe – Warnhinweis

FEUCHTWANGEN/DINKELSBÜHL. (248) In den Zuständigkeitsbereichen der Polizeiinspektionen Feuchtwangen und Dinkelsbühl ereigneten sich seit Jahresbeginn mehrere Fälle von betrügerischen Anrufen zum Nachteil von Senioren. Die Kriminalpolizei warnt vor Trickbetrügern.


In einigen Fällen teilten die unbekannten Anrufer mit, dass das potentielle Opfer einen fünfstelligen Betrag gewonnen hätte. Vor der Auszahlung des Betrags wurden die Opfer angewiesen, Gutscheinkarten von elektronischen Dienstleistern im Wert von mehreren Hundert Euro zu kaufen und die Gutschein-Codes telefonisch mitzuteilen.

In anderen Fällen gaben sich die Anrufer als Polizeibeamte oder als nahe Angehörige aus. Entweder wurde eine finanzielle Notlage eines Angehörigen vorgetäuscht oder angegeben, dass ein Einbruch kurz bevor stehen würde und deswegen dringend alle Wertsachen einem angeblichen Kriminalbeamten übergeben werden sollen.

Die Kriminalpolizei rät diesbezüglich dringend Folgendes zu beachten:

- Nehmen Sie nur Gewinne an, wenn Sie auch bewusst an einem Gewinnspiel teilgenommen haben.

- Ein seriöses Unternehmen wird eine Gewinnausschüttung nicht telefonisch ankündigen.

- Seien Sie insbesondere vorsichtig, wenn die Auszahlung an Bedingungen, wie Vorabüberweisungen von Geldbeträgen oder Gutscheinkarten, geknüpft ist.

- Die Polizei ruft nie mit der Rufnummer 110 an; die Notrufnummer dient ausschließlich dem Zweck, dass der Bürger die Polizei in dringenden Fällen erreichen kann und nicht umgekehrt.

- Sollte Ihnen am Display ihres Telefons die Notrufnummer angezeigt werden, rufen Sie diese Nummer nie zurück, denn Sie landen wieder im Callcenter.

- Seien Sie bei solchen Anrufen misstrauisch! Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und beenden Sie das Telefonat sofort.

- Gehen Sie am Telefon nicht auf Fragen zu Ihrer finanziellen Situation oder Wertsachen bei sich zu Hause ein.

- Die Polizei fragt Sie am Telefon grundsätzlich nicht nach Bargeld oder Wertgegenständen, ohne dass von Ihnen vorher eine Anzeige erstattet wurde.

- Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Ihnen unbekannt sind!

- Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung!

- Fordern Sie von Amtspersonen, ob in Uniform oder Zivilkleidung, immer den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig (nach Druck, Foto und Stempel).

- Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an. Suchen Sie dazu die Telefonnummer selbst heraus und fragen auch konkret nach dem Polizeibeamten, der dort beschäftigt sein soll. Ziehen Sie einen Nachbarn bzw. eine Person Ihres Vertrauens hinzu.

- Scheuen Sie sich nicht, den Notruf 110 zu wählen, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt!

- Seien Sie aufmerksam, wenn in Ihrer Nachbarschaft ältere Menschen alleine leben, sprechen Sie über dieses Phänomen.

- Angehörige bitten wir, ihre älteren Verwandten zu informieren.


 

 

 

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