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16.03.2021, Landeskriminalamt


Corona-Hilfen von der Europäischen Kommission? BLKA warnt vor Betrugs-Mails

Absender wollen Daten von Unternehmen abgreifen – Phishing-Mails
wurden zu Tausenden verschickt


München – Das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) warnt vor betrügerischen E-Mails mit einem falschen Antragsformular für Corona-Überbrückungshilfe. Die Absender geben sich als Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland aus und versuchen an die Daten von Unternehmen zu gelangen.

Die ausgefüllten Anträge auf Hilfszahlungen der Bundesregierung und weitere Unterlagen sollen an DEUTSCHLAND@EC-Europa.de geschickt werden. Dabei handelt es sich aber um keine Adresse der Europäischen Kommission, sondern um einen sogenannten Phishing-Versuch. Bei dieser Masche geben sich Betrüger mit gefälschten Webseiten oder E-Mails als vertrauenswürdiger Kommunikationspartner aus, um Internet-Nutzer dazu zu bringen, ihnen Daten zu übermitteln. Diese können dann zum Beispiel für Betrugsstraftaten im Namen des ausgespähten Unternehmens missbraucht werden.

Die Europäische Kommission hatte bereits im Februar dieses Jahres eine ähnliche Warnung auf ihrer Webseite veröffentlicht. Demnach ist davon auszugehen, dass die Nachrichten viele Tausend Mal im deutschsprachigen Raum versandt worden sind.

Das Phänomen ist nicht neu. Nach Angaben der Europäischen Kommission landen E-Mails zu vermeintlicher Überbrückungshilfe schon seit Sommer 2020 immer wieder in den Internet-Postfächern von kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Unter anderem haben das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern (IHK) als Bewilligungsstelle für Corona-Hilfszahlungen in Bayern das BLKA auf diese Phishing-Welle aufmerksam gemacht. Aktuell kursieren auch andere Varianten, zum Beispiel vermeintliche E-Mails der Vereinten Nationen.

Das BLKA weist daraufhin, dass in Deutschland ausschließlich Bund und Länder für Überbrückungshilfen in der Corona-Pandemie zuständig sind – nicht die Europäische Union.

Wer E-Mails zu Corona-Überbrückungshilfen erhält, sollte misstrauisch sein, den Absender genau hinterfragen und sich auf vertrauenswürdigen Webseiten informieren.

München, 16.03.2021


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