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06.11.2018, Landeskriminalamt


Sachstand der Ermittlungen zum Gefährlichen Eingriff in den Schienenverkehr

Gemeinsame Presseinformation der Generalstaatsanwaltschaft München, Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) und des Bayerischen Landeskriminalamtes.


Pressemeldung vom 29.10.2018

Wie bereits am 29.10.2018 berichtet, bemerkte am 07.10.2018 gegen 23.15 Uhr der Triebfahrzeugführer des ICE 821 auf der Fahrt von Nürnberg Hauptbahnhof nach München Hauptbahnhof auf Höhe Allersberg (Mfr.) ein verdächtiges Geräusch an seinem Zug.

Mitarbeiter der Deutsche Bahn AG führten am Folgetag, 08.10.2018, eine Begehung an der Örtlichkeit durch, hier wurden jedoch keine Feststellungen getroffen. Bei einer erneuten Streckenbegehung durch die Deutsche Bahn AG am 24.10.2018 fanden dann Mitarbeiter in der Nähe der Ortschaft Allersberg an der genannten ICE-Strecke Reste eines Drahtseils und Befestigungsmaterial.

Die Auffindesituation ließ den Schluss zu, dass das Seil über die Strecke gespannt war. Dieser Sachverhalt wurde am selben Tag der Bundespolizei mitgeteilt.

Am 26.10.2018 führte die Bundespolizei eine weitere Absuche des Tatorts durch, wobei der Suchradius ausgedehnt wurde. Hierbei wurde an einem Brückenpfeiler ein mehrseitiges Drohschreiben mit arabischen Schriftzeichen aufgefunden. Außerdem wurde ein Graffiti mit arabischen Schriftzeichen festgestellt.

Der Auffindeort des Drohschreibens und des Graffiti ist ca. 3,5 km von dem Ort entfernt, an dem das Drahtseil aufgefunden wurde.

In diesem Bereich wurden auch mehrere Holz- und Eisenteile im Gleisbett aufgefunden, die vermutlich ursprünglich auf oder an den Schienen befestigt waren.

Aufgrund dieser Feststellungen der Bundespolizei, die bis dahin zuständigkeitshalber wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelte, wurde das Bayerische Landeskriminalamt über den Sachverhalt unterrichtet. Schließlich übernahm die Generalstaatsanwaltschaft München, Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET), am selben Tag zusammen mit dem Bayerischen Landeskriminalamt die Ermittlungen.

Die Ermittlungen werden im Bayerischen Landeskriminalamt in der Besonderen Aufbauorganisation „BAO TRASSE“ geführt. Dieser Ermittlungseinheit gehören derzeit bayernweit ca. 50 Kriminalbeamte an. Unterstützt werden die Ermittlungen der BAO TRASSE durch das Polizeipräsidium Mittelfranken, die Bundespolizei, das Bundeskriminalamt und durch das Polizeipräsidium München. Eine konkrete Bewertung des möglichen Schadenspotenzials wird unter fachlicher Einbindung des Eisenbahnbundesamtes erstellt. Aufgrund der derzeitigen Spurenlage deutet aktuell nichts darauf hin, dass mit den Tathandlungen gegen den betroffenen ICE Menschen verletzt oder getötet hätten werden können.

Im Rahmen ergänzender, zunächst örtlich begrenzter Absuchen konnten weitere Papierfragmente gefunden werden, die vermutlich in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Drohschreiben stehen.

Bei einer weiteren, umfassenden Absuche der Schienentrasse am 31.10.2018, bei der mehr als 150 Polizeibeamte der Bayerischen Bereitschaftspolizei, des Polizeipräsidiums Mittelfranken, der Bundespolizei und des bayerischen Landeskriminalamtes eingesetzt waren, konnten zudem weitere Holz- und Eisenteile aufgefunden werden. Diese waren in Art und Beschaffenheit den bereits vorher sichergestellten Gegenständen ähnlich. Die sichergestellten Gegenstände werden derzeit im Kriminaltechnischen Institut des Bayerischen Landeskriminalamtes untersucht.

Die Bewertung des Drohschreibens erfolgt fortlaufend unter Berücksichtigung des aktuellen Ermittlungsstandes seitens des Bayerischen Landeskriminalamtes, in enger Zusammenarbeit mit der Operativen Fallanalyse und dem BKA.

Es liegen keine konkreten Drohungen vor. In dem Schreiben werden lediglich abstrakte Drohungen gegen den europäischen Bahnverkehr ausgesprochen.

Nach Erkenntnissen des Bayerischen Landeskriminalamtes wurden gleichartige oder ähnliche Manipulationen an Bahnstrecken in Deutschland auch rückwirkend bislang nicht festgestellt.

Seitens des Bayerischen Landeskriminalamtes besteht ein stetiger Informationstausch mit dem Bundeskriminalamt, der Bundespolizei und den Landeskriminalämtern in anderen Bundesländern.

Aufgrund der bisher bekannten Spurenlage wird nach wie vor in alle Richtungen ermittelt.


Zeugenaufruf:


Hinweise auf verdächtige Personen oder verdächtige Wahrnehmungen nimmt das Bayerische Landeskriminalamt unter 0800/300 00 60 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.


 

 

 

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