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29.10.2018, Landeskriminalamt


Gefährlicher Eingriff in den Schienenverkehr

Gemeinsame Presseinformation der Generalstaatsanwaltschaft
München, Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von
Extremismus und Terrorismus (ZET) und des Bayerischen
Landeskriminalamtes


Am 07.10.2018 gegen 23.15 Uhr bemerkte der Lokomotivführer des ICE 821 (Dortmund – München) auf der Fahrt von Nürnberg Hauptbahnhof nach München
Hauptbahnhof auf Höhe Allersberg (Mfr.) ein verdächtiges Geräusch an seinem Zug.
Er kontrollierte am Hauptbahnhof München den Triebwagen und bemerkte eine
Beschädigung an der Frontscheibe.

Seitens der Verantwortlichen der Deutschen Bahn AG wurde ein Kurzschluss auf der
Bahnstrecke festgestellt.
Aufgrund nachträglicher Untersuchungen der Bundespolizei ergaben sich am
24.10.2018 und vertiefend am 26.10.2018 Anhaltspunkte, dass offensichtlich von
Unbekannten ein Stahlseil über die Gleise gespannt wurde. Reste davon konnten an
der Strecke gefunden sichergestellt werden; ebenso Holz- und Eisenteile, die
möglicherweise auf die Gleise aufgebracht waren.

Dabei wurde auch in der Nähe des Tatortes ein Drohschreiben in arabischer Sprache
und an einem Brückenpfeiler ein Graffiti mit arabischen Schriftzeichen gefunden.
Die Generalstaatsanwaltschaft München, Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung
von Extremismus und Terrorismus (ZET), übernahm am 26.10.2018 zusammen mit
dem Bayerischen Landeskriminalamt die Ermittlungen.

Unterstützt werden die Ermittler durch das Polizeipräsidium Mittelfranken, durch die
Bundespolizei, durch das Bundeskriminalamt und durch das Polizeipräsidium
München. Eine konkrete Bewertung des möglichen Schadenspotenzials bei
derartigem Vorgehen wird unter fachlicher Einbindung des Eisenbahnbundesamtes
erstellt.

Die Bewertung des Drohschreibens ist noch nicht abgeschlossen. Es wird derzeit
u.a. in enger Zusammenarbeit mit der Operativen Fallanalyse ausgewertet und
bewertet.

Mittlerweile wurden am Tatort mehrere Absuchen durchgeführt, bei denen auch ein
Hubschrauber zum Einsatz kam.
Die Ermittlungen werden intensiv in alle Richtungen geführt.
Weitere Auskünfte können derzeit nicht erteilt werden.


Zeugenaufruf:


Hinweise auf verdächtige Personen oder verdächtige Wahrnehmungen nimmt das
Bayerische Landeskriminalamt unter 0800/300 00 60 oder jede andere
Polizeidienststelle entgegen.


München, 29.10.2018


 

 

 

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