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11.07.2019, Bereitschaftspolizei


Turbulenter Sommerbeginn für die Polizeihubschrauberstaffel Bayern

BAYERN. Juni bis Anfang Juli 2019 flogen die Besatzungen der Polizeihubschrauberstaffel Bayern 475 Einsätze und unterstützten dadurch die Einsatzkräfte am Boden mit einer Flugzeit von knapp 500 Flugstunden. "Das sind fast doppelt so viel wie im Jahr 2018 und ein sehr turbulenter Sommerbeginn für unsere Hubschrauberstaffel“ so die Zwischenbilanz des Polizeipräsidenten Wolfgang Sommer, Chef der Bayerischen Bereitschaftspolizei und somit auch der fliegenden Polizeieinheit.


WASSERRETTUNG UND BRANDEINSÄTZE


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Rettung eines Ertrinkenden
Rettung eines Ertrinkenden FOTO: POLIZEI

In 28 Fällen unterstützte die Staffel bei Badeunfällen die Wasserwacht, die DLRG oder die Taucher der Berufsfeuerwehren.

Mittels eigenen Löschbehältern bekämpfte die Hubschrauberstaffel aus der Luft zehn Brandorte erfolgreich. Zudem lieferten die Einsatzbesatzungen mit Wärmebildkamera und Bildübertragungen wichtige Informationen direkt an die am Boden befindlichen Einsatzleitungen. In einigen Fällen übernahmen die Polizeihubschrauber den Transport von Einsatzkräften, um schnellstmögliche Hilfe an den Unglücks- und Einsatzorten zu gewährleisten.

An einem Brandort entdeckte die Hubschrauberbesatzung während der Luftaufklärung den mutmaßliche Brandstifter. Im koordinierten Zusammenwirken mit einer herbeigerufenen Streifenbesatzung gelang die Festnahme.


BERGRETTUNG; Mit Rettungswinde 12 Menschen geborgen


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Zwei Bergretter an der Seilwinde
Bergretter auf dem Anflug zum Unglücksort. FOTO: Peter Kneffel

16 Rettungseinsätze in den Bergen flog die Polizeihubschrauberstaffel im Monat Juni. In 11 Fällen konnten Menschen, die sich verstiegen oder durch einen Bergunfall verletzt hatten, gerettet werden, leider mussten auch tödlich Verunglückte geborgen werden.

Die aufwändigste Rettungsaktion war die Bergung von 12 Bergwanderern Anfang Juni aus dem Felsmassiv „Kleinen Traithen“ bei Oberaudorf. Die Gruppe, darunter eine Verletzte, hatte sich verstiegen und saß an einer absturzgefährdenden Stelle fest. Durch den Einsatz der Rettungswinde am Polizeihubschrauber und im engen Zusammenwirken mit der Bergwacht Bayern konnten alle Personen geborgen werden.


FAHNDUNG UND VERMISSTENSUCHE


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Wärmebildkamera am Polizeihubschrauber
Technisches Hilfsmittel am Polizeihubschrauber. FOTO: Rastaetter

Zur Fahndungsunterstützung der Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten am Boden nach Einbrüchen (10 Einsätze) oder sonstigen Straftaten (17 Einsätze) waren die Besatzungen ebenso eingesetzt, wie bei 73 Vermisstensuchen.
Bei elf Vermisstensuchen entdeckten die Besatzungen aus der Luft die gesuchten Personen, sieben davon lebend.

Drei Tatverdächtige konnten im Rahmen der Strafverfolgung mittels elektrooptischem Kamerasystem (EOS) aus der Luft entdeckt und von Polizeibeamten am Boden vorläufig festgenommen werden.


Spektakuläre Rettungsaktion eines abgestürzten Segelflugzeugpiloten in den Tiroler Alpen


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Polizeihubschrauber über den Alpen in Tirol bei der Vermisstensuche
Vermisstensuche in den Alpen. FOTO: PETER KNEFFEL

Anfang Juli startete ein Pilot mit seinem Segelflugzeug zu einem Tagesausflug von Kempten/Allgäu nach St.-Johann/Tirol. Da der Pilot bis in die Abendstunden nicht zurückgekehrt war und auch jegliche Kontaktaufnahmen scheiterten, musste von einem Flugunfall ausgegangen werden.

Der erfahrenen Hubschrauberbesatzung der Bayer. Polizei, bestehend aus Pilot, Flugtechniker und EOS-Operator war sofort klar, dass eine Suche auch mit dem Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera in einem derart großen Suchgebiet nur einen äußerst geringen Erfolg verspricht.
Einem Glücksfall war es zu verdanken, dass der Flugtechniker zufällig auch aktiver und technisch versierter Segelflugzeug-Pilot ist. Innerhalb von 40 Minuten konnte er in penibler Kleinarbeit mit dem Segelflugzentrum Königsdorf und einem Spezialisten aus der Schweiz die Absturzstelle des Segelfliegers, Schmalegger Joch in Österreich in einer Höhe von 1629 Metern über NN, genau lokalisieren.

Mit dem Suchscheinwerfer des „Edelweiß 6“ konnte anschließend tatsächlich ein Flügel des Seglers zwischen den Bäumen entdeckt werden. Unterstützt durch die alarmierte Bergrettung aus Kramsach/Tirol gelang es letztendlich den schwerverletzten Piloten zu bergen.


Professionelle Hilfe aus der Luft


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Polizeihubschrauber dirigiert Einsatzhundertschaft bei Suche nach Straftäter
Zusammenarbeit zwischen Polizeihubschrauber und Polizeikette bei Durchsuchungsmaßnahmen. FOTO: PETER KNEFFEL

„Ich bin stolz auf die Leistungen meiner Besatzungen, die tagtäglich professionell mit hohem persönlichen Engagement die äußerst anspruchsvolle Tätigkeit ausüben und dadurch Sicherheit und Hilfe garantieren“ betont Leitender Polizeidirektor Joachim Walzik, Chef der Polizeihubschrauberstaffel Bayern.


Die Polizeihubschrauberstaffel Bayern flog im Jahr 2018 rund 3.000 Einsätze.
Das Einsatzgeschehen im vergangenen Juni hat sich zum Vergleichszeitraum des vorigen Jahres nahezu verdoppelt, wobei die aufgezählten Einsatzszenarien nur einige Beispiele sind.


 

 

 

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