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28.08.2018, Bereitschaftspolizei


Spatenstich mit Innenminister Herrmann - Beim BPFI Ainring entsteht ein Neubau mit Sporthalle, Trainingszentrum und Seminarbereich

Ainring/Mitterfelden. Auf der aktuell größten Baustelle der Gemeinde rollen ab 3. September die Bagger an. Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern und für Integration, gab am Montagnachmittag, 27. August, im Rahmen eines symbolischen Spatenstichs den Startschuss für den Neubau der Sporthalle mit Trainingszentrum und Seminarbereich am Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei (BPFI).


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Innenminister Joachim Herrmann und die Ehrengäste beim Spatenstich
Innenminister Joachim Herrmann und die Ehrengäste beim Spatenstich

Der Fortbildungs- und Spezialisierungsgrad bei der Bayerischen Polizei ist hoch, das BPFI platzt aus allen Nähten. Der Freistaat investiert nun 16,5 Millionen Euro in einen zweigeschossigen Neubau auf einer Fläche von knapp 4.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche, erklärte Innenminister Herrmann bei dem Festakt. Zwei Jahre Bauzeit sind veranschlagt.

Der Einladung des Innenministers sind zahlreiche Ehrengäste gefolgt, darunter die Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Frau Michaela Kaniber, die sich stark für das Vorhaben eingesetzt hat. Der Institutsleiter des BPFI, Leitender Polizeidirektor Johann Peter Holzner, dankte auch Landrat Georg Grabner und dem Ersten Bürgermeister der Gemeinde, Hans Eschlberger, „für Ihre Unterstützung und das rasche Verfahren, die kooperative Zusammenarbeit und die fachlich kompetente Unterstützung in der Planungsphase.“


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Staatsminiser Joachim Herrmann am Rednerpult

„Dieses Geld ist sehr gut angelegt“, sagte Herrmann. „Die Innere Sicherheit ist für unsere Bürger eines der wichtigsten Themen.“ Das BPFI organisiert jährlich rund 850 Seminare und Veranstaltungen mit rund 12.000 Teilnehmern. Nach der Sanierung der Unterkunftsgebäude und der Einrichtung von hochtechnischen Speziallehrsälen wie das Trainingszentrum Einsatzzentrale und für IT-Kriminalisten in den vergangenen Jahren folge jetzt die Ertüchtigung der Sportanlagen.

Innenminister Herrmann dankte allen Polizisten für ihre professionelle und hoch motivierte Arbeit. „Damit wir auch in Zukunft bei der Inneren Sicherheit ganz an der Spitze stehen, bietet dieses neue Zentrum in baldiger Zukunft beste Voraussetzungen für den ganzheitlichen Trainingsansatz.“ Polizisten vertieften am BPFI im Rahmen der Fortbildung ihre Fähigkeiten, die für den täglichen Dienst von ausschlaggebender Bedeutung seien. Innenminister Herrmann nannte hier Konzentration, Nervenstärke, Ausdauer, schnelle Reaktion, optimale Konfliktbewältigung und Stressresistenz.


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Leitender Polizeidirektor Johann Peter Holzner, Staatsministerin Michaela Kaniber, Polizeivizepräsident Detlev Tolle

Im neuen Trainingszentrum können die Beamten am BPFI künftig verschiedenste Einsatzlagen auch in Zusammenklang mit der bereits bestehenden Infrastruktur trainieren. „Ganz entscheidend kommt es uns bei der Fortbildung darauf an, mögliche Szenarien und auch die Stressbelastung im Ernstfall wirklichkeitsnah zu simulieren.“ Die körperliche Leistungsfähigkeit sei eine Schlüsselqualifikation für Polizisten, sie sind auch im Rahmen der Fortbildung zum Dienstsport verpflichtet. Außerdem fänden in der neuen Sporthalle auch die Spitzensportler der Bayerischen Polizei beste Trainingsbedingungen vor, die aus den Wintersportarten am BPFI ausgebildet werden.

Der Neubau ist aus einer Sporthalle mit Trainingszentrum für das Polizeiliche Einsatztraining inklusive Raumschießanlage und mit Seminarbereich geplant. Der Seminarbereich kann durch flexible Wände in einen Konferenzraum verwandelt werden. Das ist wichtig für die am BPFI regelmäßig stattfindenden Fachveranstaltungen von nationaler und internationaler Bedeutung, wie demnächst eine internationale Tagung zur Rockerkriminalität im Donauraum oder die Ainringer Ostertage.

Das neue Gebäude wird laut den Ausführungen des Ministers mit einer Holzfassade und Satteldach ausgestattet. Besonderes Augenmerk liege auf einem guten Schallschutz. Energetisch sei das Niveau hoch, die hinterlüftete wärmgedämmte Fassade, die Photovoltaikanlage auf dem Dach, zwei Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, effektive Wärmerückgewinnung und Versorgung aus dem Fernwärmeheizkraftwerk der Gemeinde spare über 122 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr gegenüber herkömmlicher Bauweise ein.

Baudirektor Martin Julinek, Staatliches Bauamt Traunstein, stellte in einem Grußwort weitere Details des ambitionierten Bauwerks vor. Landrat Georg Grabner betonte die Dringlichkeit der Baumaßnahme, weil die bisherige Sporthalle in die Jahre gekommen ist, Mängel aufweist und nur noch unter Auflagen bis zur Fertigstellung des Trainingszentrums betrieben werden darf.

Innenminister Joachim Herrmann dankte allen beteiligten Behörden des Freistaats und der Gemeinde, den Kollegen des bayerischen Landtags für die Finanzierung sowie dem Staatlichen Bauamt Traunstein für die gekonnte und gezielte Planung und Bauvorbereitung zusammen mit den Verantwortlichen des BPFI.



 

 

 

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