COBURG. Mit der erfundenen Geschichte einer drohenden Haftstrafe für die Ehefrau eines Seniors brachten Telefonbetrüger den Mann am Donnerstag um mehrere tausend Euro. Die Kriminalpolizei Coburg ermittelt und bittet um Zeugenhinweise.
Zwischen 9 Uhr und 10 Uhr rief ein Unbekannter bei dem Geschädigten an und gab sich als Ermittler in Russland aus. Der russischsprachige Anrufer behauptete, die Ehefrau des Mannes habe einen Unfall verursacht und müsse nun mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen. Diese könne durch die Zahlung eines Geldbetrages verhindert werden.
Im Glauben, seiner Ehefrau zu helfen, übergab der Senior kurz nach 13 Uhr 8.000 Euro an seinem Wohnanwesen im Röntgenweg an einen unbekannten Abholer.
Der Mann wird wie folgt beschrieben:
• Männlich
• Etwa 180 Zentimeter groß
• Großes, kräftiges Gesicht
Die Kriminalpolizei Coburg hat die Ermittlungen übernommen und sucht nach Zeugen. Wer am Donnerstag im Bereich des Röntgenwegs verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt hat, wird gebeten, sich unter der Tel.-Nr. 09561/645-0 bei der Kriminalpolizei Coburg zu melden.