NÜRNBERG. (658) Am Donnerstagabend (16.07.2026) überwältigten Beamte in Ausbildung in der Nürnberger Innenstadt einen bewaffneten Mann, nachdem dieser einen Schuss mit einer Schreckschusswaffe auf die Personengruppe abgegeben hatte. Drei Beamte wurden im Zuge des Einsatzes leicht verletzt.
Gegen 22:30 Uhr befanden sich mehrere Beamte in Ausbildung in der Breiten Gasse, als sie einen Mann bemerkten, der aus einer Tasche eine schwarze Pistole hervorholte. Da die Beamten zunächst nicht erkennen konnten, ob es sich um eine scharfe Schusswaffe handelte, verständigten sie umgehend den Polizeinotruf und nahmen die Verfolgung des Mannes auf.
Als der Tatverdächtige bemerkte, dass er verfolgt wurde, versuchte er zunächst zu flüchten. Im weiteren Verlauf drehte er sich unvermittelt zur Verfolgergruppe um und gab aus kurzer Entfernung einen Schuss auf die Beamten ab. Erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass es sich bei der Waffe um eine Schreckschusswaffe handelte.
Der Beschuldigte konnte unmittelbar nach der Schussabgabe durch die Beamten in Ausbildung sowie die zwischenzeitlich eingetroffenen Einsatzkräfte des Unterstützungskommandos (USK) Mittelfranken überwältigt werden. Hierbei wurde die Schreckschusswaffe sichergestellt. Im Zuge des Einsatzes erlitten drei Beamte leichte Verletzungen.
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 23-jährigen deutschen Staatsangehörigen. Er führte neben der Schreckschusswaffe unter anderem ein Messer sowie Dopingmittel mit sich. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Der Mann wurde zunächst in Polizeigewahrsam genommen.
Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte. Der 23-Jährige muss sich unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, der Bedrohung sowie eines Verstoßes gegen das Waffengesetz strafrechtlich verantworten.
Erstellt durch: Alexander Greil