14.07.2026, Polizeipräsidium Oberbayern Nord

FREISING 14.07.2026_Am Freitag, den 10.07.2026, wurde in Freising eine Rentnerin Opfer von Betrügern. Die Kriminalpolizei Erding hat die Ermittlungen übernommen und warnt.

Bereits am Dienstag, den 07.07.26, kontaktierten bislang unbekannte Täter die 85-Jährige telefonisch. Sie behaupteten, die in ihrem Besitz befindlichen Goldbarren müssten auf ihre Echtheit überprüft werden. Als Begründung führten sie angebliche Hinweise an, wonach ein Bankmitarbeiter falsches Gold an Kunden herausgegeben haben soll.

Im weiteren Verlauf übergab die Rentnerin am Freitagvormittag Goldbarren im Wert von über 100 000 Euro an einen vermeintlichen Polizeibeamten.

Als sie sich - wie mit den Betrügern vereinbart - gestern Morgen vor der Sparkasse einfand, um ihr angeblich überprüftes Gold wiederzuerhalten, stellte sich der Betrug heraus. Weder war der angeblich kriminelle Mitarbeiter dort bekannt, noch erschienen Polizeibeamte am Treffpunkt.

Daraufhin wandte sich die Geschädigte an die echte Polizei, die eine Betrugsanzeige aufnahm.

Die Kriminalpolizei warnt:

Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.

Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!

Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!

Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!

​​​​​​Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!