10.07.2026, Polizeipräsidium München

Inhalt:

1011.   Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach Körperverletzungsdelikt – Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt

1012.   Ermittlung von zwei Tatverdächtigen nach der Androhung von Straftaten – Neuhausen-Nymphenburg

1013.   Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach versuchtem Einbruch in Keller – Laim

1014.   Organisierter Callcenterbetrug, sog. Schockanruf durch falsche Ärztin – Unterhaching


 

1011.   Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach Körperverletzungsdelikt – Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt

Am Donnerstag, 09.07.2026, gegen 13:45 Uhr, befand sich ein 22-Jähriger mit afghanischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München gemeinsam mit seiner Freundin und einem Bekannten als Fußgänger auf der Lindwurmstraße. Auf Höhe einer Baustelle am U-Bahnhof Poccistraße äußerten zwei Bauarbeiter im Alter von 21 und 38 Jahren, beide mit polnischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland, gegenüber der Frau unangemessene Kommentare (sog. Catcalling).

Im weiteren Verlauf entwickelte sich zwischen den Beteiligten zunächst eine verbale Streitigkeit, die in eine körperliche Auseinandersetzung zwischen den beiden Bauarbeitern und dem 22-Jährigen mündete. Dabei wurde der 21-jährige Bauarbeiter leicht verletzt.

Der 22-Jährige stürzte während der Auseinandersetzung zu Boden. Nach den bisherigen Erkenntnissen traten die beiden Tatverdächtigen mehrfach mit ihren Sicherheitsschuhen gegen den Oberkörper und den Kopf des am Boden liegenden Mannes. Er erlitt schwere Verletzungen und musste vom hinzugerufenen Rettungsdienst zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Nach der Tat flüchteten die beiden Tatverdächtigen. Aufgrund eines Hinweises eines aufmerksamen Zeugen konnte eine Polizeistreife sie kurze Zeit später in Tatortnähe festnehmen.

Die beiden Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Sie werden im Laufe des heutigen Tages einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.

Das Kommissariat 24 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


 

1012.   Ermittlung von zwei Tatverdächtigen nach der Androhung von Straftaten - Neuhausen-Nymphenburg

Am Donnerstag, 09.07.2026, gegen 20.15 Uhr, erschienen zwei pädagogische Mitarbeiter einer Schule in Neuhausen-Nymphenburg bei der Polizeiinspektion 42 (Neuhausen), um Anzeige zu erstatten. Hintergrund war ein über eine Social-Media-Plattform verbreitetes Foto einer handschriftlichen Liste mit mehreren Namen und der Androhung von Gewalttaten.

Im Rahmen der sofort eingeleiteten Ermittlungen konnten zwei Schüler (16 und 17 Jahre alt) als Tatverdächtige identifiziert werden.

Der 16- und der 17-Jährige konnten gegen 22.20 Uhr durch Polizeibeamte an einer Wohnanschrift angetroffen werden. Hierbei wurde auch die Originalliste aufgefunden und sichergestellt.

Die Beiden wurden vernommen und anschließend erkennungsdienstlich behandelt.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie ihren Erziehungsberechtigten übergeben.

Gegen sie wird jetzt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt.

Die Polizeiinspektion 42 (Neuhausen) veranlasste für den Folgetag eine Nachsorge an der betroffenen Schule durch Jugendbeamte.

Das Kommissariat 25 führt die weiteren Ermittlungen.

Hinweis der Münchner Polizei:
Die öffentliche Androhung von Straftaten ist nach § 126 Strafgesetzbuch strafbar und wird konsequent verfolgt. In jedem bekannt gewordenen Fall leitet die Polizei Ermittlungen ein. Je nach Einzelfall kommt auch die Prüfung von Einsatzkosten in Betracht.

Die Jugendbeamten der Polizeiinspektionen des Polizeipräsidiums München unterstützen Schulen bei der Bearbeitung schulspezifischer Straftaten, der Gefahrenabwehr und der Präventionsarbeit. Ergänzend steht das Kommissariat 105 (Prävention und Opferschutz) als zentrale Ansprechstelle zur Verfügung.

Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte werden gebeten, Hinweise auf Bedrohungen oder Gewaltandrohungen unverzüglich der Polizei mitzuteilen. Die Polizei bewertet jede Mitteilung sorgfältig und trifft die erforderlichen Maßnahmen entsprechend der jeweiligen Lage.


 

1013.   Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach versuchtem Einbruch in Keller – Laim

Am Donnerstag, 09.07.2026, gegen 02:40 Uhr, versuchten zwei zunächst unbekannte Personen in der Justinus-Kerner-Straße, das Fenster zu einem Fahrradkeller gewaltsam zu öffnen. Eine über 60-jährige Anwohnerin wurde auf die Geräusche aufmerksam, sprach die beiden Personen an und verständigte den Polizeinotruf 110. Die beiden Täter flüchteten daraufhin.

Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten in Tatortnähe zwei Tatverdächtige festgestellt und kontrolliert werden. Dabei handelte es sich um einen 15-Jährigen mit deutsch-tunesischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München sowie um einen 18-Jährigen mit kroatischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München.

Nach den polizeilichen Maßnahmen wurden sie wieder entlassen. Der 15-Jährige wurde seinen Erziehungsberechtigten überstellt. Sie wurden wegen des versuchten Einbruchsdiebstahls angezeigt.

Die weiteren Ermittlungen werden vom Kommissariat 53 geführt.


 

1014.   Organisierter Callcenterbetrug, sog. Schockanruf durch falsche Ärztin – Unterhaching

Am Donnerstag, 09.07.2026, gegen 14:00 Uhr, meldete sich eine unbekannte Täterin bei einer über 70-Jährigen mit Wohnsitz in Unterhaching. Sie gab sich als Ärztin aus und gab an, dass die Tochter der Seniorin schwer erkrankt sei und dringend ein teures Medikament benötige. Durch geschickte Gesprächsführung wurde die über 70-Jährige dazu gebracht, Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren tausend Euro für die Behandlungskosten einem unbekannten Abholer zu übergeben.

Nach der Übergabe erkannte sie, dass sie Opfer einer Straftat geworden war, und verständigte den Polizeinotruf 110. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen führten bislang nicht zur Identifizierung und Ergreifung eines Tatverdächtigen.

Die weiteren Ermittlungen werden vom Kommissariat 61 geführt.

Der Abholer kann wie folgt beschrieben werden:
männlich, ca. 27 Jahre, ca. 1,75m, schlanke Statur, sprach Hochdeutsch, blonde, kurze Haare, bekleidet mit weinrotem Polohemd und langer Jeans

Zeugenaufruf:
Wer hat am Donnerstag, 09.07.2026, in der Zeit zwischen 14:00 Uhr und 16:30 Uhr, im Bereich Fasanenstraße, Münchner Straße, Erzbergerstraße und Johann-Strauß-Straße (Unterhaching) sowie an den S-Bahnhöfen Unterhaching und Fasanenpark Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.