07.07.2026, Polizeipräsidium Mittelfranken

NÜRNBERG. (628) Wie mit Meldungen 492, 522, 587 und 594 berichtet, bekämpft die Ermittlungskommission "EKO Kajal" Straftaten im Zusammenhang mit Sexualdelikten gegen Mädchen und junge Frauen sowie die Abgabe von Betäubungsmitteln und Medikamenten an Minderjährige im Umfeld des Nürnberger Hauptbahnhofs. Am Wochenende nahmen die Ermittler erneut zwei Männer im Alter von 21 und 40 Jahren fest und lieferten sie in eine Justizvollzugsanstalt ein. Demnach befinden sich nun zehn Tatverdächtige in Haft.


Am Freitag (03.07.2026) erlangten die Ermittler der EKO Kajal Kenntnis von einem möglichen Sexualdelikt im Nürnberger Stadtgebiet. Demnach soll am frühen Freitagmorgen ein 21-jähriger syrischer Staatsangehöriger zwei Mädchen im Alter von 15 und 18 Jahren in einer Wohnung in der Nürnberger Südstadt vergewaltigt haben. 

Zudem verdichteten sich die Hinweise, dass die beiden Mädchen am Abend zuvor mehrere Betäubungsmittel von einem 40-jährigen Mann (ebenfalls syrischer Staatsangehöriger) verabreicht bekamen.

In den daraufhin umfangreich geführten Ermittlungen gelang es den Beamten der EKO Kajal am Samstag (04.07.2026) die beiden Tatverdächtigen zu identifizieren und entsprechende Durchsuchungsbeschlüsse der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zu erwirken. Im Verlauf der folgenden Durchsuchungen nahmen die Beamten die beiden Tatverdächtigen fest und stellten in mehreren Wohnungen Beweismittel sicher, welche in Zusammenhang mit den Vergewaltigungen und der Abgabe von Betäubungsmittel zu bringen sind.

Die 18-Jährige erlitt durch das Geschehene Verletzungen, welche in einem Krankenhaus medizinisch versorgt werden mussten. Beide Mädchen werden zudem psychologisch betreut.

Die beiden Tatverdächtigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am Sonntag (05.07.2026) dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehle gegen die Männer, unter anderem wegen des Verdachts der Vergewaltigung und der Abgabe von Betäubungsmittel an Minderjährige. Beide Männer wurden daraufhin in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Demnach gelang es der EKO Kajal und der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Haftbefehle gegen zehn Tatverdächtige zu erwirken und diese der Untersuchungshaft zuzuführen. Die intensiven Ermittlungen und Maßnahmen zur Bekämpfung der im Nürnberger Bahnhofsumfeld erkannten Entwicklungen werden somit unvermindert fortgeführt.


Erstellt durch: Michael Petzold / bl