27.05.2026, Polizeipräsidium München

780.     Größerer Polizeieinsatz – Obergiesing

781.     Größerer Polizeieinsatz – Neuperlach

782.     Verkehrsunfall zwischen Pkw und E-Scooter; eine Person schwer verletzt – Laim

783.     Verkehrsunfall zwischen Pkw und Pedelec; zwei Personen verletzt – Neuperlach

784.     Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Sendling

785.     Verbotenes Kraftfahrzeugrennen – Aubing


780.     Größerer Polizeieinsatz – Obergiesing

Am Dienstag, 26.05.2026, gegen 18:00 Uhr, spielten mehrere Kinder im Innenhof und auf dem Gehweg bei einem Mehrfamilienhaus in Obergiesing mit Wasserbomben. Dabei nahmen sie wahr, wie eine unbekannte Person an einem Fenster stand und mit einem Gegenstand, der aussah wie eine Pistole, auf sie zielte. Die Kinder vertrauten sich daraufhin ihren Eltern an. Durch diese wurde der Polizeinotruf 110 verständigt und ein größerer Polizeieinsatz war die Folge.

Die betreffende Wohnung konnte identifiziert und der Wohnungsinhaber ermittelt werden. Dort konnte er durch Polizeibeamte gesichert werden. In der Wohnung befanden sich weitere Personen, jedoch ergab sich kein konkreter Tatverdacht. Bei einer Absuche konnten auch keine Waffen gefunden werden.

Durch die Maßnahmen vor Ort konnte letztlich nicht ermittelt werden, ob es sich tatsächlich um eine Pistole gehandelt hatte. Alle angetroffenen Personen wurden nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Das Kommissariat 26 hat die weiteren Ermittlungen wegen einer Bedrohung übernommen.


781.     Größerer Polizeieinsatz – Neuperlach

Am Dienstag, 26.05.2026, gegen 14:10 Uhr, verständigte ein 37-Jähriger mit spanischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München den Polizeinotruf. Er gab an, dass es nach einem Streit zu Handgreiflichkeiten zwischen ihm und seinem Nachbarn gekommen sei. Der Nachbar habe ihn dabei mit einer Machete bedroht und sei anschließend mit der Machete auf die Straße gelaufen.

Ein größerer Polizeieinsatz war die Folge. Der betreffende Nachbar, ein 47-Jähriger mit griechischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München, konnte kurz darauf durch eine Videokamera im U-Bahnhof „Therese-Giehse-Allee“ lokalisiert werden. Aufgrund dessen wurde die MVG verständigt, um die Abfahrt der U-Bahnen zu unterbinden. Außerdem wurden eine Vielzahl Polizeikräfte zum U-Bahnhof geschickt.

Als sie nach kurzer Zeit dort eintrafen, nahm der 47-Jährige die Polizeikräfte bereits wahr und kam selbständig aus dem U-Bahn-Waggon auf den Bahnsteig. Dort wurde er von mehreren Polizeibeamten mit gezogener Schusswaffe aufgefordert sich hinzulegen. Dem kam er nach und wurde anschließend am Boden liegend gefesselt und durchsucht. Eine Machete konnte nicht aufgefunden werden.

Anschließend wurde der 47-Jährige zu einer nahegelegenen Polizeidienststelle gebracht und nach den polizeilichen Maßnahmen von dort wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen zum Tathergang werden vom Kommissariat 26 geführt.


782.     Verkehrsunfall zwischen Pkw und E-Scooter; eine Person schwer verletzt – Laim

Am Dienstag, 26.05.2026, gegen 09:50 Uhr, befuhr ein 16-Jähriger mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München mit einem E-Scooter die Riegerhofstraße in südlicher Richtung. An der Kreuzung zur Gotthardstraße wollte er diese geradeaus überqueren.

Zeitgleich befuhr ein 77-Jähriger mit griechischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München mit einem Mercedes Pkw die Gotthardstraße in westlicher Richtung. Er wollte den Kreuzungsbereich ebenfalls geradeaus überqueren.

Beim Einfahren in den Kreuzungsbereich missachtete der 16-Jährige die Vorfahrt des Pkw, woraufhin zur Kollision kam. Der 16-Jährige wurde vom Pkw erfasst, über die Motorhaube geschleudert und stürzte auf die Fahrbahn. Er erlitt schwere Verletzungen und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Der 77-Jährige blieb unverletzt.

An dem E-Scooter entstand ein Totalschaden, der Pkw wurde leicht beschädigt.

Während der Unfallaufnahme kam es zu keinen nennenswerten Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


783.     Verkehrsunfall zwischen Pkw und Pedelec; zwei Personen verletzt – Neuperlach

Am Dienstag, 26.05.2026, gegen 19:35 Uhr, befuhr ein 18-Jähriger mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München mit einem Pedelec der Marke Velosic den rechten Radweg der Therese-Giehse-Allee in nordöstlicher Fahrtrichtung. An der Kreuzung zur Heinz-Hilpert-Straße wollte er diese geradeaus überqueren.

Zeitgleich befuhr ein 19-Jähriger mit deutsch-türkischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München mit einem Alfa Romeo Pkw die Heinz-Hilpert-Straße in nordwestlicher Richtung. Er wollte den Kreuzungsbereich ebenfalls geradeaus in den Fritz-Kortner-Bogen überqueren.

Beim Einfahren in den Kreuzungsbereich missachtete der 19-Jährige Pkw-Fahrer die Vorfahrt des 18-Jährigen, woraufhin es zur Kollision der beiden Fahrzeuge kam. Der Pkw stieß hierbei frontal gegen den querenden Pedelec-Fahrer. Nach der Kollision überquerte der Pkw noch den Kreuzungsbereich und stieß im Fritz-Kortner-Bogen gegen sechs dort geparkte Pkw, bis er zum Stillstand kam.

Der 18-Jährige wurde schwer verletzt. Der 19-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Beide Unfallbeteiligten wurden durch Rettungsfahrzeuge in Krankenhäuser gebracht.

Am Pedelec des 18-Jährigen entstand leichter Sachschaden. Am Pkw des 19-Jährigen entstand ein Totalschaden.

Von den sechs geparkten Pkw wurden drei so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Die restlichen Pkw wurden leicht beschädigt.

Aufgrund der massiven Unfallfolgen wird nach derzeitigem Ermittlungsstand davon ausgegangen, dass der 19-Jährige mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren war.

Im Bereich der Therese-Giehse-Allee sowie des Fritz-Kortner-Bogens kam es im Rahmen der Unfallaufnahme für mehrere Stunden zu Verkehrssperrungen. Es kam zu Verkehrseinschränkungen.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München Tel.: 089/6216-3322, in Verbindung zu setzen.


784.     Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Sendling

Am Dienstag, 26.05.2026, gegen 16:30 Uhr, erhielt eine über 70-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München einen Anruf. Eine unbekannte Anruferin teilte der Seniorin mit, dass ihr Bruder an Darmkrebs erkrankt sei und für eine Chemotherapie ein Pfand hinterlegt werden müsse.

Kurze Zeit später übergab die Seniorin an ihrer Wohnadresse Bargeld und Goldmünzen an einen unbekannten Abholer. Als die Seniorin den Betrug kurz nach der Abholung bemerkte, verständigte sie den Polizeinotruf 110.

Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Abholer kann wie folgt beschrieben werden:
Männlich, ca. 180 cm, schlanke Statur, südeuropäisches Erscheinungsbild; trug helle Oberbekleidung

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Brudermühlstraße, Thalkirchner Straße, und Schäftlarnstraße (Sendling) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis der Münchner Polizei:
Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger (z.B. Staatsanwalt) oder wie zuletzt auch als Ärzte aus und versuchen ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täter an Vermögenswerte zu gelangen, sind mindestens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf!

Grundsätzlich verlangen Krankenhäuser oder Polizei/Staatsanwaltschaften/Gerichte niemals Barzahlungen oder schicken Boten zur Geldabholung.

Geben Sie keine vertraulichen Informationen heraus und versuchen Sie die angeblich erkrankte Person direkt zu kontaktieren.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände!

Wählen Sie im Zweifel immer die Notrufnummer 110, wir sind jederzeit für Sie erreichbar!


785.     Verbotenes Kraftfahrzeugrennen – Aubing

Am Mittwoch, 27.05.2026, gegen 02:30 Uhr, bemerkten Polizeibeamte einen Pkw auf der Bodenseestraße, der mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit stadtauswärts fuhr. Als die Polizeibeamten den Pkw anhalten wollten und hierzu auch Blaulicht einschalteten, missachtete der Fahrer des Pkw die Signale und erhöhte die Geschwindigkeit nochmals. Zudem fuhr der Pkw-Fahrer über eine Kreuzung, obwohl für ihn Rotlicht galt.

Um eine Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer auszuschließen und aufgrund der örtlichen Gegebenheiten, verringerten die Polizeibeamten ihre Geschwindigkeit und leiteten eine Fahndung ein.

Wenig später konnte der Pkw in Germering festgestellt und einer Kontrolle unterzogen werden. Hierbei ergaben sich Anhaltspunkte dafür, dass der Fahrer während der Fahrt unter dem Einfluss von Cannabis stand. Zudem drohte er während der Kontrolle den Beamten gegenüber Gewalt an. Aufgrund dessen wurde zur Durchführung einer Blutentnahme eine Gruppe der Münchner Einsatzhundertschaft hinzugezogen. Der Fahrer des Pkw der Marke MG, ein 25-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck, wurde wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Trunkenheit im Verkehr und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München I wurde der Pkw beschlagnahmt. Der Tatverdächtige sowie sein Beifahrer wurden nach der Sachbearbeitung entlassen.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.