22.05.2026, Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei

BAMBERG. Der Bayerische Innenstaatssekretär Sandro Kirchner verabschiedete am 22.05.2026 den ehemaligen Vizepräsidenten der Bayerischen Bereitschaftspolizei, Herrn Stefan Weis, und führte dessen Nachfolger, Herrn Michael Libionka, in das Amt ein.

Der Präsident der Bayerischen Bereitschaftspolizei Michael Dibowski eröffnete den Festakt, der vom Polizeiorchester Bayern musikalisch umrahmt wurde und begrüßte die etwa 100 Gäste aus Politik, Justiz, benachbarter Behörden und Institutionen, Vertreter der Kirchen und Glaubensgemeinschaften sowie zahlreiche Führungskräfte umliegender Polizeidienststellen, die der Einladung des Bayerischen Innenministeriums gefolgt waren und an den Feierlichkeiten anlässlich des Führungswechsels bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei teilnahmen.

Er bedankte sich bei Weis für dessen stets menschliche Art der Führung, Leitung und Repräsentation der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Seinem Nachfolger Libionka sicherte er die uneingeschränkte Unterstützung aller Kolleginnen und Kollegen bei der Bewältigung der mit dem neuen Amt verbundenen Herausforderungen zu, bevor er anschließend das Wort an Herrn Staatssekretär Kirchner übergab.

Kirchner blickte auf die umfangreiche Vita von Weis zurück, der zum 01. April 2026 das Amt des Polizeipräsidenten des Polizeipräsidiums Unterfranken übernahm. Nach der Einstellung im mittleren Polizeivollzugsdienst im Jahr 1987 verbrachte Weis zunächst sieben Jahre bei Einsatzeinheiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei sowie im Streifendienst im Polizeipräsidium München.

Nach dem Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst im Jahr 1997 hatte er verschiedene Funktionen beim Polizeipräsidium Unterfranken aber auch beim Bayerischen Landeskriminalamt inne. Anschließend absolvierte er das Studium zum Aufstieg in den höheren Polizeivollzugsdienst, an welches sich im Jahr 2007 der Wechsel zum Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei anschloss. Als Koordinator des Projekts zur Einführung des integrierten Zeitmanagementsystems bei der Bayerischen Polizei konnte er hier sowie während der darauffolgenden Bewährungszeit im Bayerischen Innenministerium seine Führungsqualitäten unter Beweis stellen. Für das IT-Großprojekt „Polizei 2020“ leistete Weis auch ein halbes Jahr Dienst im Bundeskriminalamt.

Nach einer anschließenden, etwa dreijährigen Tätigkeit in leitender Funktion im Bereich Organisation und Dienstbetrieb beim Polizeipräsidium München kehrte Weis im Jahr 2021 zum Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei zurück, wo er zum Polizeivizepräsidenten ernannt wurde.

Laut Kirchner habe er als solcher „überzeugt und sich umfassend bewährt“. Insbesondere durch die Leitung der AG MINa (Arbeitsgruppe zur Modifizierung und Intensivierung der Nachwuchsgewinnung) leistete Weis einen nicht unerheblichen Beitrag dazu, in Zeiten eines wandelnden Arbeitsmarktes eine solide Bewerbersituation zu schaffen und aufrechtzuerhalten. Durch seine umfangreichen Kenntnisse im Bereich der Organisationsoptimierung konnten im Rahmen der AG MINa gewonnene Erkenntnisse im Bereich der Nachwuchswerbung durch die Gründung der neuen Abteilung Polizeikarriere gebündelt werden. Zuletzt wurde Weis mit dem Aufbau des Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrums der Bayerischen Polizei beauftragt. Die Planung, Konzeptionierung und Umsetzung sei trotz eines sehr ambitionierten Zeit- und Ressourcenplans gelungen, was ebenfalls die Handschrift von Weis als Leiter der hierfür eingerichteten Task Force trage.

Kirchner bedankte sich bei Weis für dessen Leistungen und äußerte seine diesbezügliche Wertschätzung. Er wünschte ihm eine glückliche Hand für künftige Entscheidungen sowie viel Freude, aber auch Kraft und Mut für seine neue Tätigkeit.

Im weiteren Verlauf wurde Herr Michael Libionka, bis dato Leiter der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt, in das Amt des Polizeivizepräsidenten der Bayerischen Bereitschaftspolizei eingeführt.   

Libionka hatte im Jahr 1988 als Polizeipraktikant bei der PI Neustadt a. d. Saale bereits erste Berührungspunkte mit dem Polizeiberuf ehe er ein Jahr später die Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst begann. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung wechselte er jedoch auf eigenen Wunsch in die freie Wirtschaft, wo er zwischen 1992 und 1995 eine Ausbildung absolvierte und beruflich tätig war. Im Jahr 1995 kehrte er in den Polizeiberuf zurück, wo er bis zum Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst im Jahr 2003 sowohl in geschlossenen Einheiten der Bereitschaftspolizei als auch im Einzeldienst beim Polizeipräsidium Unterfranken eingesetzt war.Zwischen 2003 und 2009 konnte er seine Führungsqualitäten bereits im Rahmen verschiedener Tätigkeiten beim Polizeipräsidium Unterfranken unter Beweis stellen, durch die er sich für das Studium zum Aufstieg in den höheren Polizeivollzugsdienst qualifizierte.

An das Studium schloss sich zunächst eine sechsjährige Verwendung als Sachbereichsleiter Einsatz und stellvertretender Inspektionsleiter der PI Schweinfurt an ehe er im Jahr 2017 in das Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei wechselte. Als Leiter des Sachgebiets PE fungierte Libionka hier unter anderem zugleich als Beauftragter für Polizeiliches Einsatztraining der Bayerischen Polizei. 

Im Jahr 2021 kehrte er erneut zum Polizeipräsidium Unterfranken zurück, wo er auf Tätigkeiten als Sachgebietsleiter im Bereich Organisation und Dienstbetrieb, als Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Würzburg sowie als Leiter der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt zurückblicken kann. Mit der Übernahme des Amts des Polizeivizepräsidenten der Bayerischen Bereitschaftspolizei erfolgte somit zum 01. April 2026 die Rückkehr von Libionka an eine alte Wirkungsstätte.

Die Berufung in das Amt des Polizeivizepräsidenten stelle für Kirchner den „Ritterschlag“ dar. Zu diesem gratulierte Kirchner im Namen der gesamten Bayerischen Staatsregierung und wünschte Libionka für den damit verbundenen neuen beruflichen Lebensabschnitt bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei abschließend gutes Gelingen.