München, Neuendettelsau - Das Bayerische Landeskriminalamt führt unter Sachleitung der Generalstaatsanwaltschaft München, Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET), umfangreiche Ermittlungen gegen zwei Beschuldigte u.a. wegen des Verdachts der Agententätigkeit zu Sabotagezwecken sowie des Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen gem. §§ 87, 276 StGB.
Am 12. April 2026 gegen 21:30 Uhr unterzogen Beamte der Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Feucht des Polizeipräsidiums Mittelfranken einen Pkw mit lettischem Kennzeichen, der auf der Bundesautobahn (BAB) 6 bei Neuendettelsau in Fahrtrichtung Waidhaus/Pilsen unterwegs war, einer routinemäßigen Verkehrskontrolle.
Dabei fanden die Einsatzkräfte vor Ort bei den beiden Fahrzeuginsassen, einem 43-jährigen Ukrainer und einem 45-jährigen lettischen Staatsangehörigen, diverse verdächtige Gegenstände (u.a. gefälschte Ausweisdokumente, Kameras, eine Drohne, GPS-Tracker, Funkgeräte, mehrere Mobiltelefone, SIM-Karten) und stellten diese in der Folge sicher.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand besteht der Verdacht, dass die Tatverdächtigen im Auftrag einer Vereinigung bzw. einer Einrichtung außerhalb Deutschlands handelten.
Die Generalstaatsanwaltschaft München erwirkte gegen die Beschuldigten, die beide ohne festen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland sind, Haftbefehle beim Amtsgericht München. Die Tatverdächtigen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt. Aufgrund der laufenden Ermittlungen können derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Presseauskünfte werden nur über die Pressestelle der Generalstaatsanwaltschaft München erteilt.