531. E-Scooter-Fahrerin stürzt aufgrund akuter Erkrankung – Bogenhausen
532. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf durch falschen Arzt – Bogenhausen
533. Größerer Polizeieinsatz aufgrund einer Bedrohungssituation – Moosach
534. Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw; drei Personen verletzt – Forstenried
535. Subventionsbetrug
531. E-Scooter-Fahrerin stürzt aufgrund akuter Erkrankung – Bogenhausen
Am Montag, 13.04.2026, gegen 11:45 Uhr, befuhr eine 25-jährige Deutsch-Griechin mit Wohnsitz in München mit einem E-Scooter den Radweg an der Kreuzung Englschalkinger Straße und Vollmannstraße in Richtung Denninger Straße.
Aufgrund einer akuten Erkrankung stürzte sie im Kreuzungsbereich ohne Fremdeinwirkung vom E-Scooter. Durch den Sturz wurde sie schwer verletzt und von mehreren Passanten bis zum Eintreffen des verständigten Rettungswagens erstversorgt. Anschließend wurde sie vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.
Im Rahmen der Unfallaufnahme kam es zu Verkehrsbehinderung.
Die weiteren Ermittlungen führt die Münchner Verkehrspolizei.
532. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf durch falschen Arzt – Bogenhausen
Am Montag, 13.04.2026, gegen 12:00 Uhr, erhielt eine über 80-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München einen Anruf von einer ihr unbekannten männlichen Person, welche sich als „Dr. Müller“ vom Klinikum Großhadern ausgab. Dabei erklärte ihr der Anrufer, dass ihr Sohn an einem Tumor erkrankt sei und jetzt weitere kostspielige Untersuchungen getätigt werden müssten. Für die Behandlungskosten solle die über 80-Jährige Schmuck und Bargeld bereitstellen, welches abgeholt wird.
Daraufhin holte eine Abholerin wenig später Bargeld, Schmuck und Goldmünzen im Wert von mehreren zehntausend Euro von der Seniorin ab.
Als sich die über 80-Jährige einer Nachbarin anvertraute, erkannten sie den Betrug und verständigten den Polizeinotruf 110.
Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Die Abholerin wurde wie folgt beschrieben:
Weiblich, 45 Jahre alt, ca. 165 cm groß, dunkelhaarig, korpulent, südosteuropäische Erscheinung; bekleidet mit einer engen Hose und einer Jacke
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Ebersberger Straße, Innstraße, Gaußstraße und Röntgenstraße (Bogenhausen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis der Münchner Polizei:
Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger (z.B. Staatsanwalt) oder wie zuletzt auch als Ärzte aus und versuchen ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täter an Vermögenswerte zu gelangen, sind mindestens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention.
Ob falsche Ärzte, falsche Polizeibeamte, falsche Staatsanwälte…
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf!
• Grundsätzlich verlangen Krankenhäuser oder Polizei/Staatsanwaltschaften/Gerichte niemals Barzahlungen oder schicken Boten zur Geldabholung.
• Geben Sie keine vertraulichen Informationen heraus und versuchen Sie die angeblich erkrankte Person direkt zu kontaktieren.
• Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände!
• Wählen Sie im Zweifel immer die Notrufnummer 110, wir sind jederzeit für Sie erreichbar!
533. Größerer Polizeieinsatz aufgrund einer Bedrohungssituation – Moosach
Am Montag, 13.04.2026, gegen 12:15 Uhr, sollten einem 35-jährigen jemenitischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in einer Asylbewerberunterkunft in München Dokumente durch Mitarbeiter der Unterkunft ausgehändigt werden. Hierbei trat der 35-Jährige mit einem Messer in der Hand an die Zimmertür und bedrohte die Angestellten.
Den Mitarbeitern gelang es, die Tür zu schließen und sich aus dem Gebäude zurückzuziehen. Anschließend verständigten sie über den Notruf die Polizei. Daraufhin wurden mehrere Streifen zur Einsatzörtlichkeit geschickt.
Im Rahmen des Polizeieinsatzes konnte der Tatverdächtige in der Unterkunft festgenommen werden. Bei einer Durchsuchung wurde das Messer aufgefunden und sichergestellt.
Der Tatverdächtige wurde zur weiteren Sachbearbeitung zu einer Polizeiinspektion verbracht. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsreferat wurde aufgrund einer bestehenden Fremd- und Eigengefährdung die psychiatrische Unterbringung in einem Krankenhaus angeordnet. Der 35-Jährige wurde anschließend in eine entsprechende Einrichtung gebracht. Zudem wurde er wegen der Bedrohung angezeigt.
Die weiteren Ermittlungen führt die Münchner Kriminalpolizei.
534. Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw; drei Personen verletzt – Forstenried
Am Montag, 13.04.2026, gegen 10:45 Uhr, fuhr ein 85-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München mit einem Opel Pkw auf der Drygalski-Allee stadteinwärts. An der Kreuzung zur Stäblistraße bog er nach links in diese ab.
Zeitgleich wartete ein Mercedes Kleintransporter verkehrsbedingt an der roten Ampel der Stäblistraße.
Aus bislang unbekannter Ursache geriet der 85-Jährige beim Abbiegen in den Gegenverkehr und kollidierte frontal mit dem Kleintransporter, in dem sich zu diesem Zeitpunkt zwei 38-jährige Deutsche befanden. Die Fahrerin hat ihren Wohnsitz in München und die Beifahrerin ihren Wohnsitz im Oberbergischen Kreis (Nordrhein-Westfalen).
Bei dem Unfall überschlug sich der Opel nach dem Zusammenstoß und kam auf dem Autodach zum Liegen. Der 85-Jährige wurde dabei schwer verletzt. Die beiden 38-Jährigen wurden leicht verletzt.
Die beiden Fahrer der Fahrzeuge wurden jeweils vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Die Beifahrerin des Kleintransporters bedurfte vor Ort keiner medizinischen Behandlung.
An beiden Fahrzeugen entstanden Totalschäden, die auf mehrere zehntausend Euro geschätzt werden.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
535. Subventionsbetrug
Während der Coronapandemie wurden der Polizei München mehrere Fälle von Subventionsbetrug bekannt. Ein mittlerweile 39-Jähriger und eine 36-Jährige, beide mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München beantragten für ein Einzelunternehmen unter falschen Angaben finanzielle Coronahilfen. Letztendlich wurde diese in einer Höhe im siebenstelligen Eurobetrag ausgezahlt. Fünf weitere Personen stellten ebenfalls mutmaßliche Scheinrechnungen an das Einzelunternehmen der Tatverdächtigen, um die gestellten Coronahilfeanträge zu plausibilisieren und zu rechtfertigen. Sie wurden ebenfalls wegen Betrugs angezeigt.
Am Donnerstag, 20.11.2025, fand eine Durchsuchungsaktion statt, bei der unter anderem die Gewinne aus den Straftaten abgeschöpft werden sollten. Hierbei wurden mehrere hochwertige Gegenstände bei dem 39-Jährigen beschlagnahmt. Er und die 36-Jährige wurden verhaftet und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Ein weiterer Tatverdächtiger, ein 40-Jähriger mit deutscher Staatsangehörigkeit, konnte zu diesem Zeitpunkt nicht angetroffen werden.
Am Dienstag, 31.03.2026, vollzog die Katalanische Kriminalpolizei (DIC) (Mossos) unter der Leitung des Landgerichts Barcelona und unter Mitwirkung der Staatsanwaltschaft Barcelona im Wege der internationalen Rechtshilfe zwischen Deutschland und Spanien einen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts München am Wohnsitz des 40-jährigen Tatverdächtigen. Dabei wurden Unterlagen und elektronische Geräte sichergestellt, welche nun durch die Münchner Polizei sowie die Staatsanwaltschaft München I ausgewertet werden.
Die Ermittlungen werden vom Kommissariat 71 der Münchner Kriminalpolizei geführt.