PP SCHWABEN SÜD/WEST. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West stellte heute die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 vor. Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner und Polizeivizepräsident Michael Haber präsentierten die aktuellen Zahlen und Entwicklungen im Rahmen einer Pressekonferenz.
Allgemeine Kriminalitätslage:
Im Jahr 2025 wurden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West 33.277 bereinigten Straftaten registriert, ein Rückgang von -3,2 % gegenüber 2024 und damit der niedrigste Stand seit zehn Jahren außerhalb der Pandemie. Die Aufklärungsquote verbesserte sich auf 70,8 %, was bedeutet, dass der Anteil der polizeilich als aufgeklärt geführten Fälle an allen registrierten Straftaten gestiegen ist. Die Häufigkeitszahl, die die Anzahl der Straftaten bezogen auf 100.000 Einwohner ausdrückt, verringerte sich um 4,0 % auf 3.332.
Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner: „Sie leben in einer der sichersten Regionen Bayerns!“
Tatverdächtige:
Insgesamt wurden 18.754 Tatverdächtige registriert, das sind -0,3 % gegenüber 2024, wobei 7.314 Tatverdächtige nichtdeutscher Herkunft und 1.871 als Zuwanderer geführt werden. Als Tatverdächtige gelten Personen, gegen die aufgrund von Verdachtsmomenten polizeiliche Ermittlungen laufen, und nichtdeutsche Tatverdächtige sind Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Zuwanderer bezeichnen hier Personen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach Deutschland zugewandert sind und in der Statistik gesondert erfasst werden.
Auslandstaten:
Es wurden insgesamt 9.076 Fälle registriert, das sind etwa +15,5 % gegenüber 2024, mit einem Gesamtschaden von knapp 35 Millionen Euro und einer niedrigen Aufklärungsquote von 5,0 %. Als Auslandstaten werden Straftaten erfasst, bei denen der Handlungsort des Täters im Ausland liegt und der Erfolgsort in Deutschland ist. Diese Taten ereignen sich besonders oft digital im Internet, was die Ermittlungen erschwert.
Rauschgiftdelikte:
Im Bereich Rauschgift wurden 1.547 Fälle registriert. Das sind -21,5 % gegenüber dem Vorjahr, während Verstöße nach dem Konsumcannabisgesetz mit 493 Fällen deutlich zunahmen.
Gewaltkriminalität:
Die Gewaltkriminalität sank auf 1.367 Fälle, -10,7 %, und die Aufklärungsquote in diesem Bereich beträgt 86,5 %. Unter Gewaltkriminalität werden Straftaten zusammengefasst, die eine besondere Gewaltbereitschaft des Täters zeigen, dazu gehören zum Beispiel Mord, Totschlag, Vergewaltigung, Raub sowie gefährliche und schwere Körperverletzung.
Straßenkriminalität:
Bei der Straßenkriminalität wurden 4.610 Fälle dokumentiert, -8,3 %, bei einer Aufklärungsquote von 28,3 %, wobei Sachbeschädigung mit 2.061 Fällen und Straßendiebstahl mit 1.991 Fällen den größten Anteil ausmachen. Straßenkriminalität umfasst Straftaten, die überwiegend im öffentlichen Raum wie auf Straßen, Wegen oder Plätzen begangen werden, zum Beispiel Sachbeschädigungen oder Taschendiebstähle.
Diebstahlsdelikte:
Im Bereich Diebstahl wurden 8.245 Fälle erfasst, -4,7 %, bei einem Beuteschaden von rund 11,4 Millionen Euro und einer Aufklärungsquote von 44,8 %.
Wohnungseinbruchsdiebstahl:
Die Fälle des Wohnungseinbruchsdiebstahls stiegen moderat um +7,3 %, gleichzeitig verbesserte sich die Aufklärungsquote auf 26,7 %, sodass etwa jeder vierte Fall aufgeklärt wurde. Bei den Tatobjekten handelte es sich bei 36 Prozent um freistehende Einfamilienhäuser und bei 26 Prozent Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.
Callcenterbetrug:
Die Callcenterbetrüge nahmen deutlich zu auf 1.447 Fälle, +28,4 %, bei einem Vermögensschaden von rund 2,2 Millionen Euro. Trotz intensiver Präventionsarbeit ist bislang keine Trendumkehr erkennbar. Im Jahr 2025 fanden 73 Vorträge durch polizeiliche Fachberater und 67 Vorträge durch Seniorenberaterinnen und Seniorenberater statt.
Detaillierte Informationen zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, insbesondere auch landkreisbezogene Zahlen, können dem Sicherheitsbericht entnommen werden.
Der Sicherheitsbericht 2025 und der Tabellenteil mit regionalen Zahlen können unter folgendem Link abgerufen werden: Die Bayerische Polizei - Sicherheitsberichte mit Kriminalstatistiken des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West (PP Schwaben Süd/West)
Medienkontakt:
Pressestelle beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West, D-87439 Kempten (Allgäu),
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