FÜRSTENFELDBRUCK, 05.02.2026_Gestern Nachmittag wurde der Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck, Leitender Kriminaldirektor Manfred Frei, feierlich in den Ruhestand verabschiedet.
Zugleich stand die Einführung von Kriminaldirektor Bernd Waitzmann, als neuer Chef der Kriminalpolizei auf dem Programm.
Ehrengäste aus Politik, der Polizei, der Justiz sowie der Institutionen und Behörden aus dem Fürstenfeldbrucker Bereich und Wegbegleiter Herrn Freis, sowie auch Herrn Waitzmanns aus den vergangenen Dienstjahren fanden zu dem feierlichen Anlass in der Aula der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Fürstenfeldbruck zusammen. Landrat Thomas Eichinger sprach als Vorsitzender des Bezirksverbands Oberbayern des Bayerischen Landkreistags ein Grußwort.
Nach einer persönlichen Begrüßung der Festgäste durch den stellvertretenden Dienststellenleiter, Kriminalrat Stefan Faller, hieß auch Polizeipräsidentin Kerstin Schaller alle Anwesenden willkommen. Ihr Dank galt insbesondere dem Ensemble des bayerischen Polizeiorchesters, dessen Musik diesem Anlass, wie schon so oft, den passenden Rahmen schenkte.
Zahlreiche Einsätze prägten die über 21 Jahre Herrn Manfred Freis als Leiter der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck, darunter auch bis über die Präsidiumsgrenzen hinaus bekannte Fälle, wie der Waldläufer, der Raubüberfall in Mailing oder der Dreifachmord in Starnberg.
Nach fast 46 Jahren im Dienst bei der Bayerischen Polizei blickt Manfred Frei dem neuen Lebensabschnitt positiv entgegen. Vor allem ist es ihm wichtig, auch im Pensionsleben fit, glücklich und zufrieden zu bleiben! Kerstin Schaller wünscht ihm dafür alles erdenklich Gute und dankt ihm für sein höchstpersönliches Engagement, die Leidenschaft für die Kriminalpolizei und die Menschen, die vertrauensvoll mit ihm und für ihn gearbeitet haben.
Waitzmann bringt als Nachfolger Herrn Freis nicht nur die fachlichen Voraussetzungen und die nötige Führungskompetenz mit, sondern auch die menschliche Komponente.
Nachdem er bis vor Kurzem noch Leiter der Polizeiinspektion Dachau war und davor Chef der Polizeiinspektion Landsberg am Lech, dürfte die Führung einer großen Dienststelle demnach kein Problem für den Kriminaldirektor darstellen. Schaller merkte an, dass sie sein herausragendes Engagement sehr stark wahrgenommen und ihn in unmittelbarer Zusammenarbeit kennen und schätzen gelernt hat. Sie gratulierte ihm zu seinem nächsten Meilenstein und wünscht viel Erfolg bei der Erfüllung der kommenden Aufgaben.
Vita Manfred Frei
Manfred Frei ist 63 Jahre alt und in Buchloe geboren. Der Leitende Kriminaldirektor lebt seit vielen Jahren zusammen mit seiner Ehefrau im Landkreis Landsberg und genießt dort – wie er selbst sagt - bei schönem Wetter die Sicht auf die Alpen.
Sein Weg bei der bayerischen Polizei begann bereits im Oktober 1980 als Praktikant bei der Polizeiinspektion Landsberg. In den folgenden Jahrzehnten durchlief er alle Qualifikationsebenen des Polizeivollzugsdienstes
Nach seiner erfolgreich absolvierten Ausbildung in der 2. Qualifikationsebene (ehemals mittlerer Dienst) bei der VI. Bereitschaftspolizeiabteilung in Dachau folgte 1984 eine halbjährige Verwendung in der Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizeiabteilung Dachau, bevor er an den sogenannten Einzeldienst abgegeben wurde und zunächst für sechs Monate in den Einsatzzug der damaligen Polizeidirektion Fürstenfeldbruck wechselte. Es folgten fünf Jahre Dienst als Streifenbeamter bei der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck. Hierbei konnte er die grundlegenden Kompetenzen im polizeilichen Umgang mit dem Bürger verfestigen und erweitern.
Anschließend folgte eine zweijährige Abordnung zur Rauschgiftfahndung der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck, seiner späteren langjährigen Stammdienststelle. Als Rauschgiftermittler erlernte und vertiefte er die polizeiliche Betätigung im verdeckt operativen Bereich, bis er 1992 sein Studium für die 3. Qualifikationsebene (ehemals gehobener Dienst) hier im Kloster Fürstenfeld antrat.
Nachdem er das Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, ging es vorerst wieder zurück zur Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck, wo er beim Kommissariat für Eigentums- und Raubdelikte, sowie anschließend wieder in der Rauschgiftfahndung als Sachbearbeiter sein Wissen erweiterte.
Als die Polizeidirektion Fürstenfeldbruck Mitte 1998 beschloss, bei der KPI FFB eine eigene Fahndung einzurichten, wurde Manfred Frei vom damaligen Direktionsleiter und heutigem Polizeivizepräsident a.D. Wulf Kreienbaum beauftragt, diese Einheit mit zugewiesenen Kräften aufzubauen und zu leiten.
Auf dem Weg zum Studium zur Erreichung der 4. Qualifikationsebene (ehemals höherer Dienst), stellte er als Leiter der Verfügungsgruppe bei der Polizeiinspektion Gröbenzell und als Inspektionsleiter der Polizeiinspektion Mühldorf am Inn seine Führungsqualitäten unter Beweis. Weiter erhielt er als Sachbearbeiter Einblick in verschiedene Sachgebiete beim Polizeipräsidium Oberbayern.
Manfred Frei kehrte im Juli 2004 schließlich als Leiter der Kriminalpolizei nach Fürstenfeldbruck zurück.
Über 21 Jahre führte er dort seitdem mit viel Herzblut und Gespür für die verschiedensten Aufgaben die Geschicke der Dienststelle.
Privat engagiert er sich im „WEISSEN RING“.
Zudem liegt es ihm als Mitglied und zeitweise 2. Vorsitzendem des gemeinnützigen Vereins „Bürger und Polizei“ in den Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg am Herzen, den Dialog und das Vertrauensverhältnis zwischen Bevölkerung und Polizei durch Präventionsprojekte, Informationsveranstaltungen und Aufklärung, um Sicherheit und gegenseitiges Verständnis zu stärken.
Am 01. Februar, nach insgesamt fast 46 Jahren im Dienst der Bayerischen Polizei verabschiedet er sich nun in den wohlverdienten Ruhestand.
Diesen neuen Lebensabschnitt möchte er dazu nutzen, so manche Zeit, die im Laufe der Jahre auf der Strecke geblieben ist, mit seiner Familie nachzuholen und sich sportlich fit zu halten.
Vita Bernd Waitzmann
Bernd Waitzmann ist 54 Jahr alt, verheiratet und Vater eines erwachsenen Sohnes. Der gebürtige Augsburger ist seit vielen Jahren im Landkreis Aichach-Friedberg wohnhaft.
Im Oktober 1987 begann er seine Laufbahn bei der Bayerischen Polizei als Praktikant bei der PI Augsburg 4, bevor er im September darauf die Ausbildung im damaligen mittleren Polizeivollzugsdienst bei der 17. Bereitschaftspolizeihundertschaft Königsbrunn begann. Nach der erfolgreichen Laufbahnprüfung war er im Einzeldienst bei der Polizeiinspektion Neu-Ulm und der Polizeiinspektion Augsburg 4 eingesetzt.
Nach seinem Aufstieg in die 3. Qualifikationsebene (damals gehobener Dienst) im Jahr 1999 leistete er als Polizeikommissar weiterhin im Bereich Augsburg seinen Dienst. Bei der damaligen Polizeidirektion sammelte Bernd Waitzmann Erfahrungen sowohl in der Stabsarbeit als auch als Dienstgruppenleiter bei verschiedenen Stadtinspektionen der Fuggerstadt.
Neun Jahre später - von 2008 bis 2010 - erfolgte der nächste Karrieresprung: Der Aufstieg in die 4. Qualifikationsebene (ehemals höherer Dienst) mit einem Masterstudium an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster. Als junger Polizeirat warteten zuerst neue Herausforderungen beim Polizeipräsidium München auf ihn, wo er seine Führungsqualitäten in der Einsatzzentrale und als Höherer Beamter vom Dienst (HvD) unter Beweis stellen konnte, bevor es im Jahr 2011 für ihn wieder zurück in die schwäbische Heimat ging. Dort durchlief Bernd Waitzmann in den Folgejahren die unterschiedlichsten Verwendungen und sammelte wertvolle Erfahrungen.
Im Februar 2020 wechselte er schließlich als Leiter der Polizeiinspektion Landsberg am Lech zum Polizeipräsidium Oberbayern Nord. Seit November 2022 war er Leiter der Polizeiinspektion Dachau, bis er im Februar 2026 die Leitung der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck übernahm.
Seit April 2020 war Bernd Waitzmann im Nebenamt Leiter der Betreuungsgruppe des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord und zudem für deren Aufbau verantwortlich. Dieses Amt gibt er mit dem Wechsel zur Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck nun ab. Von Januar bis einschließlich August 2022 war Bernd Waitzmann darüber hinaus beim G7-Gipfel eingesetzt und arbeitete dort sowohl während der Planungsphase in Ingolstadt als auch während des Einsatzes in Garmisch-Patenkirchen in der Planungsgruppe bzw. im Führungsstab.
Privat ist Bernd Waitzmann gerne sportlich unterwegs - ob auf dem Rad, in den Laufschuhen oder im Winter auch gerne in den Bergen beim Skifahren.