01.01.2026, Polizeipräsidium Oberbayern Nord

INGOLSTADT, OBERBAYERN NORD, 01.01.2026 - Gemessen an der Gesamtzahl der polizeilichen Einsätze im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, verlief die Nacht zum Jahreswechsel mit insgesamt 412 „Einsatzausrückern“ ähnlich arbeitsreich wie 2024/2025 mit 400 Einsätzen.

Die Beamtinnen und Beamten mussten zu 24 Ruhestörungen, 36 Sachbeschädigungen (Gesamtschaden: 150 000 Euro) und zu 14 Körperverletzungsdelikten, bei denen insgesamt 18 Personen verletzt wurden, zwei davon schwer, ausrücken.

Es wurden 7 Verkehrsunfälle gemeldet. Drei Personen wurden dabei verletzt.

Angriffe auf polizeiliche Einsatzkräfte wurde einer verzeichnet. Hierbei erlitten drei Beamte leichte Verletzungen.

Die Anzahl der Verstöße gegen örtlich verfügte Böller- und Feuerwerksverbote liegt bei 27.

Nachfolgend werden einige herausragende Ereignisse im Zuständigkeitsbereich genannt:

(Pressebericht der PI Neuburg)

Drei Verletzte nach vermeintlichem Böllerwurf in Neuburg/Do., OT Bruck

Am 01.01.26, gegen 00:45 Uhr, feierten ca. 30 – 50 Personen auf der Raiffeisenstraße in Neuburg/Do., OT Bruck, Silvester mit kontrolliertem Abbrennen von Pyrotechnik.

Bei einer Gruppe von 3 männlichen Personen im Alter von 9, 17 und 27 Jahren, gab es dann plötzlich einen lauten Knall.

Offenbar war durch eine unbekannte Person ein Feuerwerkskörper auf die Gruppe geworfen worden.

Durch die folgende Explosion erlitten der 27jährige und der 17jährige Verletzungen in Gesicht, an den Augen und den Händen. Beide mussten zur Behandlung in die Kliniken nach Regensburg und Augsburg gebracht werden. Der 17jährige musste hierbei mittels eines Polizeihubschraubers verlegt werden. Der 9jährige wurde im Bereich des Gesichts leichter verletzt und vor Ort ambulant versorgt.

Die Ermittlungen der Polizei zu den genauen Umständen des Vorfalles laufen. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter der Tel. 08431/6711-0 bei der PI Neuburg/Do. zu melden.

(Pressemeldung der PI Dachau)

Silvester Feiernde mit Feuerwerk beschossen, geschlagen und mit Reizstoffsprühgerät attackiert

In der Silvesternacht kam es zu einem Vorfall am Ernst-Reuter-Platz in Dachau.

Gegen 00:15 Uhr wurden dort feiernde Personen durch eine Gruppe von sechs bis sieben jungen Männern mit Pyrotechnik beschossen. Als die jungen Männer zur Rede gestellt wurden, schlugen diese auf die Geschädigten ein und besprühten diese mit einem Reizstoffsprühgerät.

Durch die Schläge wurden drei Personen leicht verletzt. Zwei Personen erlitten durch den Reizstoff Verletzungen an den Augen. Eine Person davon musste durch einen Rettungswagen in die Augenklinik gebracht werden.

Die Täter flüchteten unerkannt.

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Paunzhausen, Lkr. Freising

Zwei Verletzte während des traditionellen Böllerschießens

Während des traditionellen Böllerschießens kam es gestern Nachmittag in Paunzhausen zu einer Explosion, bei der zwei Personen verletzt wurden.

Ein 65-Jähriger und ein 61-Jähriger zündeten nach ersten Erkenntnissen gemeinsam die Kanone. Nach dem ersten Schuss explodierte das nachgeladene Schwarzpulver aus noch ungeklärter Ursache im Schussgerät.

Dabei erlitt der Ältere Verbrennungen im Gesicht und an den Händen.  Der 61-Jährige verletzte sich am Arm. Beide wurde zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht.

Die Kriminalpolizei Erding hat die Ermittlungen zur Explosionsursache aufgenommen.

Gaimersheim, Lkr. Eichstätt

Hausbrand in Gaimersheim

Heute, kurz nach Mitternacht wurde die Rettungsleitstelle über einen Brand an einem Einfamilienhaus in Gaimersheim mitgeteilt.

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte standen die Gartenmöbel auf der Terrasse bereits in Flammen. In der Folge brach die Glasüberdachung, zudem kam es zu Fassadenschäden.

Der Brand wurde durch die FFW Gaimersheim gelöscht. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf einen niedrigen bis mittleren 5-stelligen Betrag.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen zur noch unklaren Brandursache übernommen.

Nachträglich bekannt gewordene Vorkommnisse sind in dieser Bilanz möglicherweise noch nicht berücksichtigt. Über viele Ereignisse aus der Silvesternacht berichten die örtlich zuständigen Polizeidienststellen im Laufe des 1. Januar in eigener Zuständigkeit