2074. Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach organisiertem Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Obermenzing
2075. Verkehrsunfall zwischen Polizeifahrzeug und Lkw; zwei Personen verletzt – Sauerlach
2076. Einbruch in einen gastronomischen Betrieb – Laim
2077. Festnahme eines Tatverdächtigen nach sexuellem Missbrauch von Kindern – Giesing
2078. Brand eines Kraftomnibusses – Bogenhausen
2079. Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche: Schockanrufe durch falsche Ärzte und einer vorgetäuschten lebensbedrohlichen Erkrankung
2074. Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach organisiertem Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Obermenzing
Am Donnerstag, 04.12.2025, gegen 15:20 Uhr, wurde eine über 80-Jährige mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München, von einer bislang unbekannten Täterin angerufen, welche sich am Telefon als Ärztin eines Münchner Krankenhauses ausgab. Sie gab an, dass eine nahe Familienangehörige der über 80-Jährigen schwer erkrankt sei und für die Behandlung dringend teure, lebensnotwendige Medikamente benötigt werden. Um diese besorgen zu können, soll die Angerufene eine hohen Betrag an Bargeld an einen Kurier übergeben.
Die über 80-Jährige begab sich daraufhin zu einer Bankfiliale, wo sie Bargeld und Gold im Wert von mehreren hunderttausend Euro abholte. Dieses übergab sie in der Nähe der Bankfiliale dem bereits angekündigten Kurier, einem 24-Jährigen mit polnischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Aufgrund vorausgegangener Ermittlungen des Kommissariats 61 konnte der 24-Jährige von den eingesetzten Polizeibeamten kurz darauf festgenommen werden. Die Vermögenswerte konnten ebenfalls sichergestellt werden und wurden der über 80-Jährigen wieder zurückgegeben.
Im weiteren Verlauf wurde eine zweiter Tatverdächtiger, ein 59-Jähriger mit polnischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland, festgenommen werden. Dieser wartete in einem Fahrzeug in Tatortnähe auf den 24-Jährigen.
Beide Tatverdächtigen wurden in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München verbracht und am nächsten Tag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ gegen beide einen Haftbefehl.
Die weiteren Ermittlungen werden vom Kommissariat 61 der Münchner Kriminalpolizei geführt.
2075. Verkehrsunfall zwischen Polizeifahrzeug und Lkw; zwei Personen verletzt – Sauerlach
Am Dienstag, 16.12.2025, 17:50 Uhr, befuhr ein Polizeistreifenfahrzeug, BMW, besetzt mit zwei Beamten, unter Verwendung von Sonderrechten, die Staatsstraße 2573 von Sauerlach kommend in Richtung Lanzenhaar. Zeitgleich befuhr ein 61-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis Miesbach, mit einem Lkw, MAN, ebenfalls die Staatsstraße in gleiche Richtung vor dem Polizeifahrzeug.
Der 61-Jährige bremste verkehrsbedingt ab, um im Anschluss nach links abbiegen zu können. Noch im Bremsvorgang kam es zu einem Zusammenstoß zwischen dem Polizeifahrzeug und dem Lkw. Der BMW fuhr hinten auf den Lkw auf, wodurch beide Polizeibeamte leicht verletzt wurden und zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus verbracht wurden.
An beiden Fahrzeugen entstand ein nicht unerheblicher Sachschaden. Dieser wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt. Das Dienstfahrzeug war nicht mehr fahrbereit.
Die Staatsstraße wurde für die Dauer der Unfallaufnahme für eine knappe Stunde gesperrt. Hierdurch kam es zu geringen Verkehrsbehinderungen.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
2076. Einbruch in einen gastronomischen Betrieb – Laim
Im Zeitraum von Montag, 15.12.2025, 23:00 Uhr, bis Dienstag, 16.12.2025, 09:00 Uhr, verschafften sich ein oder mehrere bislang unbekannte Täter gewaltsam über ein Fenster Zugang zu einem gastronomischen Betrieb.
Hier wurde im Bereich der Theke ein Tresor entwendet. Außerdem wurden im Mitarbeiterraum mehrere Spinde durchwühlt. Anschließend flüchteten der oder die Täter unter Mitnahme der Tatbeute unerkannt in unbekannte Richtung.
Als die verantwortliche Gastronomin den Einbruch bemerkte verständigte sie den Polizeinotruf 110. Vor Ort wurden in der Folge umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt.
Die weiteren Ermittlungen in dem Fall führt das Kommissariat 52.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Laimer Platz, Lanzstraße, Camerloherstraße und Guido-Schneble-straße (Laim) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 52, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Die Münchner Kriminalpolizei bittet die Anwohner, Aufzeichnungen eventuell installierter Überwachungskameras zum Tatzeitraum zu sichten. Auch wenn lediglich die Überwachung von Privatgelände rechtlich möglich ist, ist eine Aufnahme der unbekannten Täter denkbar.
2077. Festnahme eines Tatverdächtigen nach sexuellem Missbrauch von Kindern – Giesing
Am Dienstag, 16.12.2025, gegen 15:30 Uhr, befand sich eine 13-jährige deutsche Staatsangehörige mit Wohnsitz in München auf der Rolltreppe am U-Bahnhof Giesing und fuhr gerade nach oben. Hinter befand sich ein 65-jähriger deutscher Staatsangehöriger mit Wohnsitz in München. Plötzlich griff dieser der 13-Jährigen von hinten zwischen die Beine und streichelte sie an den Oberschenkelinnenseiten. Als die 13-Jährige dies bemerkte lief sie davon und verständigte ihr Mutter. Diese informierte wiederrum den Polizeinotruf 110.
Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung im Nahbereich konnte der Tatverdächtige in der direkten Umgebung angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Er wurde wegen sexuellen Missbrauch von Kindern angezeigt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
Die weiteren Ermittlungen in dem Fall führt das Kommissariat 17.
2078. Brand eines Kraftomnibusses – Bogenhausen
Am Dienstag, 16.12.2025, gegen 18:10 Uhr, bemerkte ein Busfahrer, dass es im hinteren Bereich des Kraftomnibusses zu einer Rauchentwicklung kam. Er meldete dies der Einsatzzentrale und stellte daraufhin den Kraftomnibus am Busbahnhof Arabellapark ab. Die verbliebenen Fahrgäste stiegen dort aus. Danach versuchte er den Brand im Motorraum mit einem Feuerlöscher zu löschen.
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte rauchte der Kraftomnibus noch immer und es entwickelten sich kleinere Flammen. Die direkt danach eintreffende Feuerwehr konnte den Brand schließlich löschen. Der Kraftomnibus wurde im weiteren Verlauf abgeschleppt.
Bei dem Brand wurden keine Personen verletzt.
Zur Brandursache kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Die Schadenshöhe wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.
Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 13.
2079. Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche: Schockanrufe durch falsche Ärzte und einer vorgetäuschten lebensbedrohlichen Erkrankung
In vielen der aktuellen Fälle geben sich die Täterinnen und Täter gegenüber den Betroffenen am Telefon als Ärztinnen und Ärzte aus. Sie behaupten, ein naher Angehöriger sei akut erkrankt und benötige dringend teure, lebensnotwendige Medikamente für die Behandlung. Um diese angeblich sofort zu besorgen, sollen die Angerufenen hohe Bargeldbeträge, manchmal auch Schmuck oder andere Wertgegenstände, an einen Kurier übergeben.
Viele der Betroffenen werden über einen längeren Zeitraum im Telefongespräch gehalten und gezielt unter Druck gesetzt, bis schließlich ein der vermeintliche Kurier an der vereinbarten Adresse auftaucht und das Geld entgegennimmt.
Die Polizei stellt klar: Dies ist eine Betrugsmasche.
Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger (z.B. Staatsanwalt) oder wie zuletzt auch als Ärzte aus und versuchen ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täter an Vermögenswerte zu gelangen, sind mindestens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention.
Ob falsche Ärzte, falsche Polizeibeamte, falsche Staatsanwälte…
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf!
Grundsätzlich verlangen Krankenhäuser oder Polizei/Staatsanwaltschaften/Gerichte niemals Barzahlungen oder schicken Boten zur Geldabholung.
Geben Sie keine vertraulichen Informationen heraus und versuchen Sie die angeblich erkrankte Person direkt zu kontaktieren.
Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände!
Wählen Sie im Zweifel immer die Notrufnummer 110, wir sind jederzeit für Sie erreichbar!
Münchens Polizeipräsident Thomas Hampel betont:
„Wir stehen Schulter an Schulter mit den Ärztinnen, Ärzten gegen diese perfide Art der Schockanrufe. Zusammen mit medizinischen Einrichtungen möchten wir die Menschen über diese Masche aufzuklären und vor den kriminellen Banden bestmöglich schützen. Es ist unerlässlich, die Aufklärungsarbeit zu forcieren, denn Kriminelle finden immer neue Wege und erfinden ständig neue Geschichten. Dabei übergeben Betroffene häufig hohe Vermögenswerte – nicht selten ihr gesamtes Erspartes. Die Täter zerstören damit nicht nur die finanzielle Lebensgrundlage ihrer Opfer, sondern fügen ihnen oftmals auch schwerwiegende psychische und emotionale Schäden zu. Deshalb ist es uns ein zentrales Anliegen, weiter zu sensibilisieren und gemeinsam alles dafür zu tun, diese Taten zu verhindern.
Ein besonderer Dank gilt hier Frau Monika Baumgartner, Filmmutter des Bergdoktors, die unsere Präventionskampagne mit Ihrer Bekanntheit und medialen Präsenz unterstützt.“
Prof. Dr. med. Markus M. Lerch, Ärztlicher Direktor des LMU Klinikums:
“Ärzte, Pflegekräfte oder Mitarbeitende der Verwaltung des LMU Klinikums würden niemals bei Verwandten oder Freunden von Patienten anrufen, um Geldbeträge für eine Behandlung, eine Operation oder ein Medikament zu fordern. Es werden auch nie am Telefon schwere oder plötzliche Diagnosen mitgeteilt. Es muss auch niemand für eine Operation oder ein Medikament Bargeld oder Schmuck zu uns ins LMU Klinikum bringen.
Monika Baumgartner: „Ärztinnen und Ärzte würden so niemals über eine schwere Diagnose informieren und dazu noch Bargeld für Medikamente fordern. Es ist schrecklich und grausam, dass die Rolle des Arztes, die auf Vertrauen, Verschwiegenheit und Verantwortungsbewusstsein beruht, so missbraucht wird.“