11.12.2025, Polizeipräsidium München

2039.   Festnahme eines Tatverdächtigen nach Vorlage gefälschter Rezepte – Pasing und Bogenhausen

2040.   Einbruch in Einfamilienhaus – Giesing

2041.   Festnahme eines Tatverdächtigen nach gefährlicher Körperverletzung – Maxvorstadt

2042.   Raubdelikt unter Jugendlichen – Schwabing

2043.   Präsidiumsweite Schwerpunktkontrollen zur Überwachung von Rotlichtverstößen im Straßenverkehr

2044.   Festnahme eines Tatverdächtigen nach Ladendiebstahl – Freimann


2039.   Festnahme eines Tatverdächtigen nach Vorlage gefälschter Rezepte – Pasing und Bogenhausen

Seit Samstag, 06.12.2025, kam es bei mehreren Münchner Apotheken zu einer Häufung von gefälschten Rezeptvorlagen für hochpreisige Krebs- und Abnehmmedikamente. In Folge dessen überwachte das zuständige Kommissariat 84 der Münchner Polizei mehrere Apotheken.

Dabei konnte am Montag, 08.12.2025, gegen 19:10 Uhr, ein 17-jähriger Ukrainer ohne festen Wohnsitz in Deutschland während einer Medikamentenabholung in einer Apotheke in Pasing nach Vorlage eines totalgefälschten Rezeptes für ein Krebsmedikament festgenommen werden. Dabei führte er noch sechs weitere Rezept-Falsifikate und ein bereits erlangtes Krebsmedikament mit sich.

Dieses Medikament konnte durch Ermittlungen einer zuvor getätigten Abholung, bei der auch ein gefälschtes Rezept in einer Apotheke in Bogenhausen vorgelegt worden war, zugeordnet werden. Sämtliche Gegenstände wurden daher beschlagnahmt. Der Warenwert eines einzigen Medikaments liegt bei über dreitausendfünfhundert Euro.

Der 17-Jährige wurde im Anschluss in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Ein Ermittlungsrichter hat mittlerweile Haftbefehl erlassen.

Die Ermittlungen werden durch das Kommissariat 84 geführt.


2040.   Einbruch in Einfamilienhaus – Giesing

Am Mittwoch, 10.12.2025, gegen 13:20 Uhr, verschafften sich zwei bislang unbekannte Täter über einen Seiteneingang gewaltsam Zutritt zu einem Einfamilienhaus. Beim Verlassen des Objekts konnten die Täter durch einen aufmerksamen Nachbarn beobachtet werden, der daraufhin den Notruf der Polizei verständigte.

Im Anschluss flüchteten die Täter in Richtung Miesbacher Platz. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen erbrachten bislang keine neuen Hinweise auf die Täter.

Die unbekannten Täter entwendeten Schmuck und Parfüm im Wert eines mittleren vierstelligen Bereichs.

Vor Ort wurden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durch die Münchner Kriminalpolizei durchgeführt.

Das Kommissariat 53 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die Täter wurden wie folgt beschrieben:

Täter 1:
Männlich, kräftig, russisch sprechend, dunkle Haare; führte eine karierte Tasche mit sich

Täter 2:
Männlich; kräftig, russisch sprechend; dunkle Mütze und hatte einen Rucksack bei sich

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Weyarner Straße, Bruckenfischerstraße und Peter-Auzinger-Straße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 53, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


2041.   Festnahme eines Tatverdächtigen nach gefährlicher Körperverletzung – Maxvorstadt 

Am Donnerstag, 11.12.2025, gegen 03:20 Uhr, befanden sich ein 22-jähriger Deutscher ohne festen Wohnsitz und ein 30-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis Traunstein im Bereich des Hauptbahnhofes.

Gemeinsam begaben sie sich in eine Tiefgarage an der Seidlstraße, wo es zu einem Streit zwischen den Beiden kam. In dessen Verlauf versuchte der 22-jährige auf den 30-Jährigen mit einer abgebrochenen Nagelschere einzustechen. Dies konnte der 30-Jährige abwenden, wobei er an der Hand verletzt wurde. Im Anschluss informierte er die Polizei über den Notruf.

Der 22-Jährige entfernte sich zwischenzeitlich zu Fuß von der Tatörtlichkeit, konnte jedoch im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung durch Polizeibeamte angetroffen und festgenommen werden. Bei einer Durchsuchung konnte die Schere aufgefunden und sichergestellt werden.

Der 22-Jährige wurde nach erfolgter polizeilicher Sachbearbeitung der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Er wird im Laufe des heutigen Tages einem Ermittlungsrichter zur Entscheidung der Haftfrage vorgeführt.

Das Kommissariat 24 übernimmt die weiteren Ermittlungen.


2042.   Raubdelikt unter Jugendlichen – Schwabing 

Am Dienstag, 09.12.2025, gegen 21:00 Uhr, befand sich ein 15-Jähriger mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München mit einem Bekannten auf dem Rückweg vom Fitnessstudiobesuch.

In der Lissi-Kaeser-Straße wurden sie von drei bislang unbekannten Tätern körperlich angegriffen, indem sie den 15-Jährigen zu Boden rissen und auf ihn einschlugen. Hierbei nahmen sie ihm seine mitgeführten Kopfhörer und Kleidungsstücke ab. Im Weiteren schlugen sie auch auf den Begleiter ein und nahmen diesem Bargeld ab.

Anschließend flüchteten die Täter vom Tatort.

Die beiden Jugendlichen begaben sich jeweils nach Hause. Die Mutter des 15-Jährigen verständigte, nachdem sie von dem Vorfall erfuhr, über den Notruf die Polizei.

Eine Fahndung durch die eingesetzten Polizeibeamten erbrachte keine neuen Hinweise auf die Täter.

Der 15-Jährige wurde bei dem Vorfall verletzt, musste jedoch nicht medizinisch behandelt werden. Der Begleiter des 15-Jährigen konnte bis dato noch nicht identifiziert werden.

Die weiteren Ermittlungen werden vom Kommissariat 21 geführt.

Die Täter wurden wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 16-17 Jahre alt, ca. 180 cm groß; dunkel gekleidet (schwarze „PARAJUMPERS“-Jacke; blaue Baseballcap)

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Lissi-Kaeser-Straße, Ackermannstraße und Schwere-Reiter-Straße (Schwabing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, insbesondere der Begleiter des 15-Jährigen, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


2043.   Präsidiumsweite Schwerpunktkontrollen zur Überwachung von Rotlichtverstößen im Straßenverkehr 

Am Mittwoch, den 10.12.2025, führte das Polizeipräsidium München in der Zeit von 08:00 bis 20:00 Uhr umfangreiche Schwerpunktkontrollen zur Überwachung von Rotlichtverstößen im Straßenverkehr durch. Die Maßnahmen fanden sowohl im Stadtgebiet als auch im Landkreis München statt. Unterstützt durch Kräfte der Einsatzhundertschaft waren rund 100 Polizeibeamtinnen und -beamte im Einsatz.

Im Rahmen der Kontrollen wurden insgesamt 211 Rotlichtverstöße festgestellt, die überwiegend von Pkw-Fahrern begangen wurden. Ein Rotlichtverstoß wird mindestens mit einem Bußgeld von 90 Euro und einem Punkt im Fahreignungsregister geahndet. Überschreitet die Rotphase eine Dauer von mehr als einer Sekunde, oder kommt es zu einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer beziehungsweise zu einem Unfall, erhöht sich das Bußgeld auf bis zu 360 Euro. In diesen Fällen werden zwei Punkte im Fahreignungsregister eingetragen und es kann ein einmonatiges Fahrverbot verhängt werden.

Hintergrund der Schwerpunktkontrollen ist, dass sich in jüngster Vergangenheit im Münchner Stadtgebiet zwei schwere Verkehrsunfälle mit insgesamt drei getöteten Personen ereignet haben, bei denen die Missachtung von Lichtzeichenanlagen die wesentliche Unfallursache darstellte. Das Polizeipräsidium München weist deshalb erneut auf die erhebliche Gefährlichkeit und die oft tragischen Folgen von Rotlichtverstößen hin. Ziel der Maßnahmen ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Aufmerksamkeit der Bevölkerung für die Risiken der Missachtung von Lichtzeichenanlagen zu erhöhen.

Neben der Ahndung von Rotlichtverstößen wurden weitere Verkehrsdelikte festgestellt. In 55 Fällen wurde die unerlaubte Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt registriert. 22 Fahrzeugführer waren ohne angelegten Sicherheitsgurt unterwegs. Zudem kam es
97 Mal zu verbotswidrigen Wenden im Kreuzungsbereich.

Im Zuge der Anhaltungen wurden außerdem zwei Fälle des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, sowie zwei Verstöße nach dem Pflichtversicherungsgesetz festgestellt und entsprechend zur Anzeige gebracht.

Das Polizeipräsidium München wird auch künftig konsequent gegen Rotlicht- und andere schwerwiegende Verkehrsverstöße vorgehen, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer nachhaltig zu verbessern.


2044.   Festnahme eines Tatverdächtigen nach Ladendiebstahl – Freimann

Am Mittwoch, 10.12.2025, gegen 19:10 Uhr, konnte ein Mann dabei beobachtet werden, wie er auf dem Lagerplatz eines Supermarktes eine Gitterbox mit Gaskartuschen aufbog, um diese zu entwenden.

Ein Mitarbeiter des Supermarktes verständigte deshalb den Polizeinotruf. Zwischenzeitlich sprach ein Ladendetektiv den Täter an, woraufhin dieser versuchte zu flüchten. Der Ladendetektiv konnte den Täter verfolgen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

Die Streife nahm den Tatverdächtigen, einen 47-jährigen polnischen Staatsangehörigen, ohne festen Wohnsitz in Deutschland, fest und brachte ihn auf eine nahegelegene Polizeiinspektion. Bei der Durchsuchung des Tatverdächtigen konnten die Beamten zudem ein Reizstoffsprühgerät auffinden, welches beschlagnahmt wurde.

Nach Durchführung aller polizeilichen Maßnahmen wurde der 47-Jährige der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Er wird einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der über eine mögliche Haftstrafe entscheiden wird.

Das Kommissariat 56 hat die weiteren Ermittlungen hinsichtlich des versuchten Diebstahls übernommen.