SENDEN. Am Samstag, den 22.11.2025 fand der vierte präsidiumsweite Fortbildungstag der Sicherheitswachten im Schutzbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West statt. Polizeivizepräsident Michael Haber würdigte dort dieses besondere Ehrenamt.
Mehr als drei Jahrzehnte Sicherheitswacht in Schwaben Süd/West
Die erste Sicherheitswacht im Bereich des PP Schwaben Süd/West wurde im Juni 1995 in Neu-Ulm ins Leben gerufen. Im Rahmen der Fortbildung wurde auch ein Gründungsmitglied geehrt, das dort ebenfalls seit über 30 Jahren Dienst leistet, was mit einer Urkunde und Präsenten durch Polizeivizepräsident Haber gewürdigt wurde.
Insgesamt wurden seither in 15 Städten und Gemeinden im hiesigen Bereich Sicherheitswachten etabliert.
Gemeinsam mit der Polizei sorgt die Bayerische Sicherheitswacht für ein PLUS an Sicherheit, Zivilcourage und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.
Die Bayerische Sicherheitswacht ist sichtbares und ansprechbares Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der Polizei. Polizeivizepräsident Haber:
„Die Ehrenamtlichen auf Streife sind zusätzliche Augen und Ohren der Polizei im Dienst der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“.
Hierbei halten sie stets Kontakt zur Polizei und sorgen so dafür, dass schnell und gezielt professionelle Hilfe in Notlagen oder Gefahrensituationen alarmiert und geleistet werden kann. Die Sicherheitswacht ergänzt auf diese Weise die Polizeiarbeit. Ein Ersatz für die Polizei kann und soll sie aber definitiv nicht sein.
Knapp 90 Mitglieder der Sicherheitswachten aus dem gesamten Präsidiumsbereich kamen zusammen.
Bei der zentralen Fortbildungsveranstaltung kamen die Mitglieder aller Sicherheitswachten aus dem Bereich des Präsidiums zusammen. Neben der eigentlichen Fortbildung mit dem Thema „Zeuge vor Gericht“ war ein weiteres zentrales Element der Austausch untereinander.
Polizeivizepräsident Michael Haber zollte den Mitgliedern der Sicherheitswacht Anerkennung für ihre geleistete Arbeit:
„Ich möchte mich bei Ihnen für die großartige Arbeit für unseren Verband bedanken und dass Sie sich dem Dienst an unserer Gesellschaft und an unseren Bürgern verschrieben haben. Sie leisten mit Ihrer Arbeit einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit im Bereich des PP Schwaben Süd/West. Dieser Einsatz, Ihre Motivation und Ihr Engagement unterstützen unsere polizeilichen Kolleginnen und Kollegen täglich in ihrer Arbeit.“,
so Haber. Gleichzeitig warb er für dieses besondere Ehrenamt:
„Sie engagieren sich für die Allgemeinheit und stärken durch Ihre Streifentätigkeit das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger. Ihr Ehrenamt steht für Solidarität und Zusammenhalt in der Gesellschaft.“
Welche Voraussetzungen müssen die Ehrenamtlichen erfüllen?
Mitglied der Sicherheitswacht kann grundsätzlich jede Person werden, die die nötige Verantwortungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Zivilcourage mitbringt sowie einen ehrenamtlichen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit und Ordnung leisten will. Darüber hinaus müssen die Bewerberinnen und Bewerber über einige Grundvoraussetzungen verfügen.
- Hierzu zählen ein Mindestalter von 18 Jahren und ein Höchstalter von 62 Jahren zum Zeitpunkt des Eintritts in die Sicherheitswacht. Der aktive Einsatz in der Sicherheitswacht ist bei entsprechender gesundheitlicher Eignung für den Außendienst grundsätzlich bis zum Alter von 67 Jahren möglich. Diese Altersgrenzen werden ggfs. noch weiter angepasst.
- Die Bewerberinnen und Bewerber müssen eine abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung nachweisen können.
- Die deutsche Staatsangehörigkeit ist nicht erforderlich. Die sichere Beherrschung der deutschen Sprache wird jedoch vorausgesetzt.
- Im Rahmen des Auswahlverfahrens geeigneter Personen, an dem jede Kommune an der Seite der Polizei aktiv mitwirken kann, werden die Bewerberinnen und Bewerber im Hinblick auf ihre Zuverlässigkeit überprüft. Erst nach persönlichen Auswahlgesprächen werden die Kandidatinnen und Kandidaten von der Polizei ausgebildet und anschließend für den Dienst in der Sicherheitswacht bestellt. Die Bestellung kann befristet werden.
Interessierte können sich jederzeit bei ihrer örtlich zuständigen Polizeidienststelle oder über die Internetseite informieren und melden. (PP Schwaben Süd/West)
Medienkontakt:
Pressestelle beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West, D-87439 Kempten (Allgäu),
Rufnummer (+49) 0831 9909-0 (-1012/ -1013).