BAYREUTH. Am 1. Dezember 2025 fand in Bayreuth eine besondere Veranstaltung statt: In Kooperation mit dem Seniorenamt der Stadt und unterstützt von den Stadtwerken Bayreuth, brachte Verkehrserzieher der Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt Christoph Thomsen 20 Senioren auf den richtigen Weg – nicht nur in Sachen Busfahren, sondern auch in puncto Sichtbarkeit und Sicherheit im Straßenverkehr.
Ein weihnachtlich geschmückter Bus der Stadtwerke Bayreuth war das Herzstück einer besonderen Veranstaltung. In Zusammenarbeit mit dem Seniorenamt der Stadt Bayreuth fand das Rollatortraining für ältere Mitbürger an der ZOH statt – und der Andrang war groß.
Ziel der Veranstaltung war es, den Senioren nicht nur zu zeigen, wie sie sicher in den Bus ein- und aussteigen, sondern ihnen auch wichtige Informationen über ihre Sichtbarkeit im Straßenverkehr und Schutz vor Callcenterbetrug zu vermitteln. Thomsen erklärte den Anwesenden, wie sie sich im Straßenverkehr besser wahrnehmbar machen können – gerade bei Dunkelheit – und warum Reflektorenbänder am Rollator so wichtig sind. Diese kleinen Helfer sind besonders in der dunklen Jahreszeit ein unverzichtbares Sicherheitsmerkmal – die Nachfrage nach den Bändern durch die Senioren dementsprechend groß.
Geübt wurden dann zwei Szenarien: Zunächst blieb der Bus sehr nahe am Bürgersteig stehen. Der Ausstieg war hier barrierefrei möglich. Im zweiten Anlauf war es dann schon schwieriger. Der Halt des Weihnachtsbusses war ein gutes Stück vom Bordstein entfernt, eine Situation, die im täglichen Alltag oft nicht vermeidbar ist. Hier war es zunächst wichtig, einen Knopf im Stadtbus zu betätigen und dem Fahrer zu verdeutlichen, dass Hilfe beim Ausstieg oder sogar die elektrisch ausfahrbare Rampe notwendig sei. Mit der Hilfe war es allen Anwesenden problemlos möglich, Routine zu sammeln und gefahrlos den Bus zu verlassen.
Aktive Diskussionen während der Veranstaltung machten deutlich, wie interessiert und engagiert die Senioren waren. Besonders ein älterer Mann regte an, Wege zu finden, wie man den Jugendlichen von heute die Bedürfnisse und Herausforderungen älterer, mobilitätseingeschränkter Menschen näherbringen könnte – vor allem im Hinblick auf den Sitzplatz im öffentlichen Verkehr. Eine andere Seniorin wollte im Anschluss unbedingt mehr üben – insbesondere, wie man im Notfall mit dem Nothammer eine Busscheibe einschlägt.
Dank der Unterstützung durch die Stadtwerke Bayreuth konnte dieser Tag zu einem vollen Erfolg werden, der die Senioren nicht nur informiert, sondern auch miteinander ins Gespräch gebracht hat.