Der Präsident der Bayerischen Bereitschaftspolizei Michael Dibowski eröffnete den Festakt, der vom Polizeiorchester Bayern musikalisch umrahmt wurde. Er begrüßte die etwa 90 Gäste aus Politik, benachbarter Behörden und Institutionen, Vertreter der Kirchen und Glaubensgemeinschaften sowie zahlreiche Führungskräfte aus dem Kreise der Bereitschaftspolizei und der benachbarten Verbände, die der Einladung gefolgt waren und an den Feierlichkeiten anlässlich des doppelten Führungswechsels bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei teilnahmen. Er bedankte sich bei Zeiler und Muschick für deren Engagement in den jeweiligen Führungsfunktionen und hieß die Nachfolger Holzner und Kreuzer im Kreis der engsten Führungskräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei willkommen, bevor er das Wort an Herrn Inspekteur Markus Trebes übergab.
Trebes bedankte sich bei Hermann Zeiler für dessen unermüdlichen Einsatz und betonte insbesondere sein hohes Verantwortungsbewusstsein und seine Menschlichkeit. Der gebürtige Münchner begann seine Polizeilaufbahn im Jahr 1985 als Polizeikommissaranwärter in Fürstenfeldbruck und durchlief bereits in seiner Zeit in der 3. Qualifikationsebene (QE) zahlreiche Stationen. Bis zu seinem Aufstieg in die 4. QE im Jahr 1999 konnte er unter anderem auf Erfahrungen als Zugführer, Dienst- und Verfügungsgruppenleiter sowie Sachbearbeiter Einsatz in den Präsidien München und Oberbayern Nord zurückblicken. Seine Qualitäten als Führungskraft konnte Zeiler unter anderem bei den Präsidien Mittelfranken und Schwaben Nord sowie im BLKA und schlussendlich im Innenministerium unter Beweis stellen, bevor er im Jahr 2020 seinen letzten Dienstposten als Abteilungsleiter der VI. Bereitschaftspolizeiabteilung Dachau antrat. Er wünschte Zeiler, der trotz der dienstlichen Herausforderungen immer Zeit für die Familie fand, alles erdenklich Gute für den kommenden Lebensabschnitt.
Im weiteren Verlauf begrüßte er Michael Holzner als zukünftigen Abteilungsführer der flächenmäßig größten Abteilung der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Das sowohl dienstlich als auch private „echte Münchner Kindl“ wurde im Jahr 1994 in der 2. QE eingestellt und führte bis zu seinem Aufstieg in die 4. QE im Jahr 2005 bereits zahlreiche Funktionen bei der Schutz-, der Kriminal- sowie der Bereitschaftspolizei aus. Sein dienstlicher Schwerpunkt lag insbesondere auf verschiedenen Tätigkeiten im verkehrspolizeilichen Bereich, welche ihn zuletzt als Fachlehrer und stellvertretenden Fachbereichsleiter an die Hochschule für den öffentlichen Dienst nach Fürstenfeldbruck führten. Trebes wünschte Holzner für die neue Aufgabe eine glückliche Hand und sicherte ihm die uneingeschränkte Unterstützung seines Führungsteams zu.
Mit guten Wünschen, „always clear skys and happy landings“ verabschiedete Trebes Franz Muschick in den Ruhestand. Der Leiter der Polizeihubschrauberstaffel Bayern mit Standorten am Flughafen München und im mittelfränkischen Roth kann auf eine Laufbahn mit Stationen in der 2., 3. und schlussendlich 4. QE zurückblicken. Nach der Einstellung im Jahr 1980 und der Tätigkeit als Gruppenführer bei der Bereitschaftspolizei wechselte er zur Hubschrauberstaffel und kann nach der Ausbildung zum Piloten auf zahlreiche Flugstunden und ein breites Einsatzspektrum zurückblicken. In Erinnerung bleiben dürften ihm insbesondere Einsätze in Wackersdorf sowie bei der Fußball-WM 2006 und die Übernahme von Führungspositionen bei den beiden G7-Gipeln in Bayern. Die Treue zur Hubschrauberstaffel wurde lediglich durch kurze Tätigkeiten beim BLKA sowie der VI. Bereitschaftspolizeiabteilung Dachau unterbrochen. Im Jahr 2021 übernahm Muschick die Leitung der Hubschrauberstaffel, bei der es ihm gelang, seine Hingabe an die Fliegerei an seine Mitarbeiter weiterzugeben. Doch nicht nur deshalb werde sein Weggang sowohl menschlich als auch fachlich eine große Lücke hinterlassen.
Im weiteren Verlauf wurde Peter Kreuzer, bis dato stellvertretender Leiter der Polizeihubschrauberstaffel Bayern, in dessen neues Amt eingeführt. Wie bei seinem Vorgänger ist auch seine dienstliche Laufbahn von der Hubschrauberstaffel geprägt. Nach dem Direkteinstieg in die 3. QE im Jahr 2000 wechselte Kreuzer bereits nach kurzer Zeit bei der Schutzpolizei zur Hubschrauberstaffel und konnte von dort nach 12 Jahren und zahlreichen Einsatzflügen in die 4. QE aufsteigen. Nach dienstlichen Stationen bei der Autorisierten Stelle Bayern des BLKA sowie im Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei war er seit 2021 als stellvertretender Leiter der Hubschrauberstaffel eingesetzt. In dieser Zeit wirkte Kreuzer insbesondere am Wechsel der Hubschrauberflotte mit. Trebes würdigte das umfangreiche Fachwissen, die soziale sowie die Führungskompetenz Kreuzers und betonte, dass er trotz seiner vielfältigen Führungsaufgaben als Einsatzpilot zur Verfügung stehe. Trebes wünschte Kreuzer allzeit gutes Gelingen und dass er auch in seiner neuen Position nochmal „durchstarten“ könne.