17.11.2025, Polizeipräsidium Oberfranken

A9 / LKR. HOF. Die Grenzpolizei Selb verzeichnete am Sonntagabend gleich mehrere Aufgriffe von Dopingmitteln auf der A9. Die Kontrollen fanden im Rahmen der Schleierfahndung an verschiedenen Kontrollpunkten statt – mit deutlichen Erfolgen.

PWC Lipperts-West

Gegen 17 Uhr kontrollierten die Beamten am Parkplatz Lipperts-West einen 28-jährigen polnischen Staatsangehörigen, der mit einem Audi unterwegs war.
Im Fahrzeug fanden die Einsatzkräfte Dopingmittel in nicht geringer Menge. Der gesetzliche Grenzwert war um das 2,7-fache überschritten.

Bereich Berg

Nur kurze Zeit später stoppten die Fahnder im Bereich Berg einen VW Golf. Bei den beiden polnischen Insassen – 30 und 21 Jahre alt – stellten die Beamten erneut Dopingmittel in nicht geringer Menge sicher.
Die Grenzwertüberschreitung lag hier bei dem 14-fachen des Erlaubten.

AS Münchberg-Nord

Am Abend kontrollierten die Fahnder an der Anschlussstelle Münchberg-Nord einen 25-jährigen Polen in einem Seat Leon.
Auch hier wurden Dopingmittel in nicht geringer Menge aufgefunden – diesmal lag die Überschreitung des Grenzwertes beim 5,6-fachen.

Die Fahnder stellten in allen drei Fällen die Dopingmittel sicher und leiteten Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Anti-Doping-Gesetz ein. Die weiteren Ermittlungen übernimmt jeweils die Kriminalpolizei Hof.

Hintergrund

Dopingmittel sind in Deutschland in der Regel verschreibungspflichtige Arzneimittel. Ihr Erwerb, Besitz und insbesondere die Einfuhr in nicht geringer Menge zum Zweck des Dopings im Sport sind nach dem Anti-Doping-Gesetz strafbar – unabhängig davon, ob die Präparate im Ausland frei oder günstiger erhältlich sind.