07.11.2025, Polizeipräsidium Oberfranken

SCHRINDING, LKR. WUNSIEDEL. Ein 32-jähriger Mann mit tschechischer Staatsangehörigkeit hatte am Donnerstagvormittag großes Glück. Nach einer offenbar fehlerhaften Bedienung seines Kaminofens erlitt der Mann in seiner Wohnung eine gefährliche Kohlenmonoxidvergiftung.

Gegen 10 Uhr meldete sich der Arbeitgeber des Mannes bei der Polizeiinspektion Marktredwitz, da dieser nicht zur Arbeit erschienen war. Zeitgleich ging ein Notruf des 32-Jährigen ein, der sich bereits nicht mehr artikulieren konnte. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst öffneten daraufhin die Wohnungstür und stellten im Anwesen eine sehr hohe Kohlenmonoxidkonzentration fest. Der Mann lag vor dem Kaminofen und wurde sofort erstbehandelt. Anschließend brachte ihn der Rettungsdienst in ein umliegendes Klinikum. Zunächst war von lebensgefährlichen Verletzungen durch eine Kohlenmonoxidvergiftung auszugehen.

Inzwischen kann Entwarnung gegeben werden: Dem Mann geht es deutlich besser, er wurde bereits aus der Behandlung entlassen. Nach ersten Erkenntnissen dürfte eine unsachgemäße Bedienung des Ofens zum Austritt des giftigen Gases geführt haben.

Kohlenmonoxid ist ein unsichtbares, geruch- und geschmackloses Gas, das bei unvollständigen Verbrennungen entsteht. Die Gefahr besteht bei allen Geräten, die mit Verbrennungsprozessen arbeiten – etwa bei Heizungen, Gasherden, Kaminen oder Öfen. Die Polizei weist darauf hin, dass sogenannte CO-Melder frühzeitig vor einer erhöhten Konzentration warnen und im Ernstfall Leben retten können. Der 32-Jährige hatte in diesem Fall großes Glück, dass er noch rechtzeitig den Notruf absetzen konnte.