1824. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Altstadt
1825. Festnahme eines Tatverdächtigen nach versuchtem Einbruch in Wohnhaus – Harlaching
1826. Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach Fälschung von Rezepten für hochpreisiges Arzneimittel – Hadern
1827. Brandfall; eine Person verstorben – Zamdorf
1828. Größerer Polizeieinsatz – Grünwald
1829. Raubüberfall auf Wettbüro – Ramersdorf
1830. Verkehrsunfall zwischen Fahrrad und Lkw; eine Person verletzt – Giesing
1831. Versuchter Einbruch in Einfamilienhaus – Oberhaching
1824. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Altstadt
Am Mittwoch, 05.11.2025, erhielt ein über 60-Jähriger deutscher Staatsangehöriger mit Wohnsitz im Landkreis Freising im Laufe des Tages einen Anruf einer männlichen Person. Diese gab sich als der Sohn des über 60-Jährigen aus und teilte mit, dass er angeblich einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte und durch die Zahlung einer hohen Kaution eine Gefängnisstrafe abwenden könne.
In dem Telefonat wurde Druck auf den über 60-Jährigen ausgeübt, so dass er sich nach entsprechender Vereinbarung zur Übergabe des Geldbetrages in die Münchner Innenstadt begab. Am vereinbarten Übergabeort in der Pacellistraße übergab der über 60-Jährige einen Jutebeutel mit Bargeld und weiteren Wertgegenständen in Gesamtwert eines sechsstelligen Betrages an eine unbekannte weibliche Person. Die Person entfernte sich anschließend in unbekannte Richtung von der Örtlichkeit.
Kurz nach der Übergabe traf der mittlerweile misstrauisch gewordene über 60-Jährige zufällig auf eine Streife der Münchner Polizei. Als er den Beamten von der Übergabe berichtete, wurden sofort Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, welche jedoch keine Hinweise auf die Täterin erbrachten.
Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Die Abholerin wurde wie folgt beschrieben:
Weiblich, ca. 35 Jahre, 160 cm groß, schulterlange mittelbraune Haare, südeuropäische Erscheinung; hellbraune Jacke
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Lenbachplatz, Pacellistraße und Maximiliansplatz (Altstadt) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.
Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.
Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.
Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:
• Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.
• Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
• Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.
• Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
• Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.
1825. Festnahme eines Tatverdächtigen nach versuchtem Einbruch in Wohnhaus – Harlaching
Am Mittwoch, 05.11.2025, gegen 08:30 Uhr, stellte ein 27-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München zwei männliche Personen auf dem Grundstück eines Wohnhauses fest. Als die zwei männlichen Personen den 27-Jährigen bemerkten, flüchteten sie von der Örtlichkeit.
Der 27-Jährige nahm die Verfolgung der Personen auf und verständigte zeitgleich den Notruf der Münchner Polizei. Als einer der Täter mit einem nicht versperrten Fahrrad flüchten wollte, hielt ihn der 27-Jährige hierbei fest. Der Täter konnte sich jedoch losreißen und flüchtete weiter zu Fuß. Anschließend verlor der 27-Jährige die beiden Täter aus den Augen.
Im Rahmen umfangreicher sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnte einer der Tatverdächtigen, ein 34-Jähriger mit chilenischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland, mittels einer eingesetzten Drohne durch die Polizei in einem der umliegenden Gärten gesichtet und schließlich festgenommen werden. Der zweite unbekannte Täter ist weiterhin flüchtig.
Der 34-Jährige wurde anschließend der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt, wo die Haftfrage durch einen Ermittlungsrichter geklärt wird.
Zudem wurde festgestellt, dass das Fahrrad, mit welchem der 34-Jährige vor dem 27-Jährigen flüchten wollte, entwendet wurde. Der 34-Jährige wurde demnach bezüglich des versuchten Wohnungseinbruchsdiebstahls, des Fahrraddiebstahls und wegen der illegalen Einreise und Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland angezeigt.
Das Kommissariat 51 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
1826. Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach Fälschung von Rezepten für hochpreisiges Arzneimittel – Hadern
Am Mittwoch, 29.10.2025, legte ein zunächst unbekannter Täter ein gefälschtes Rezept für ein hochpreisiges Arzneimittel in einer Apotheke vor. Die Mitarbeiter der Apotheke hatten dabei den Verdacht auf eine mögliche Betrugstat und verständigten die Polizei. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen konnten am Freitag, 31.10.2025, zwei Tatverdächtige ein 18-Jähriger und ein 17-Jähirger jeweils mit ukrainischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz im Landkreis Ebersberg, festgenommen werden. Der 18-Jährige hatte zuvor die Medikamente aus der Apotheke abgeholt und sich anschließend mit dem 17-Jährigen getroffen.
Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs des 18-Jährigen konnten weitere gefälschte Rezepte und Apotheken Quittungen aufgefunden werden.
Beide Tatverdächtige wurden im Anschluss der Haftanstalt überstellt, wo sie wenig später einem Ermittlungsrichter vorgeführt wurden. Für den 18-Jährigen wurde ein Untersuchungshaftbefehl erlassen. Der 17-Jährige wurde wieder entlassen.
Gegen beide wird nun wegen Urkundenfälschung, Betrug und Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz ermittelt.
Die weiteren Ermittlungen in dem Fall übernimmt das Kommissariat 84.
1827. Brandfall; eine Person verstorben – Zamdorf
Am Mittwoch, 05.11.2025, gegen 09:30 Uhr, wurde der Notruf über eine Rauchentwicklung aus einer im zweiten Stock befindlichen Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Zamdorf informiert. Daraufhin begaben sich mehrere Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr zur Einsatzörtlichkeit. Die Polizei richtete Straßensperrungen ein.
Die Feuerwehr verschaffte sich Zutritt in die Wohnung und begann sofort mit den Löscharbeiten. In der Wohnung konnte eine schwerverletzte Person festgestellt und aus der Wohnung geholt werden. Dabei handelte es sich um einen 84-jährigen Bewohner mit deutscher Staatsangehörigkeit.
Der 84-Jährige wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Dort verstarb er später.
Nachdem die Löscharbeiten beendet waren, konnten die Anwohner des Mehrfamilienhauses in ihre Wohnungen zurückkehren.
Die genaue Ursache des Brandes wird aktuell ermittelt.
Der Gesamtschaden beläuft sich auf eine Summe im mittleren fünfstelligen Bereich.
Das Kommissariat 13 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
1828. Größerer Polizeieinsatz – Grünwald
Am Mittwoch, 05.11.2025, gegen 18:40 Uhr, stellte eine Streifenbesatzung zwei vermummte E-Scooter-Fahrer fest, welche ohne Kennzeichen die Wörnbrunner Straße in Grünwald entlangfuhren. Die Beamten setzten daraufhin die Anhaltsignale ein, woraufhin die beiden unbekannten E-Scooter-Fahrer flüchteten, um sich der Kontrolle zu entziehen.
An der Kreuzung zur Willy-Stamer-Straße teilten sich die flüchtigen E-Scooter-Fahrer auf. Die Beamten folgten daraufhin dem flüchtigen Täter in die Willy-Stamer-Straße. Als dieser plötzlich bremste, kam es zum Zusammenstoß zwischen dem Dienst-Pkw und dem E-Scooter.
Der E-Scooter-Fahrer stürzte und flüchtete daraufhin fußläufig in unbekannte Richtung. Durch den Sturz verlor er seinen Rucksack sowie weitere Gegenstände, welche er zusammen mit seinem E-Scooter bei der Flucht zurückließ.
Zwischenzeitlich wurden mehrere Streifen für die Fahndung nach den flüchtigen Tätern sowie ein Polizeihubschrauber hinzugezogen. Die Absuche im Tatortbereich ergab keine weiteren Hinweise.
Dem aktuellen Kenntnisstand zufolge kann nicht ausgeschlossen werden, dass die beiden flüchtigen E-Scooter-Fahrer im Zusammenhang mit Straftaten stehen könnten.
Der E-Scooter sowie die verlorenen Gegenstände wurden sichergestellt.
Die Münchner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf:
Wer hat im Zeitraum Mittwoch, 05.11.2025, zwischen 18:00 Uhr und 20:00 Uhr im Bereich des Willi-Stamer-Straße, Wörnbrunner Straße und Oberhachinger Straße (Grünwald) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 5, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
1829. Raubüberfall auf Wettbüro – Ramersdorf
Am Mittwoch, 05.11.2025, gegen 23:25 Uhr, wollte eine Angestellte das Wettbüro, in dem sie tätig war, zuschließen. Als sie die Räumlichkeiten durch die Hintertür verließ, wurde sie von zwei maskierten männlichen Tätern angegriffen und gewaltsam zurück in die Räumlichkeiten gebracht und gefesselt.
Anschließend entwendeten die Täter aus der Kasse Bargeld im vierstelligen Bereich und flüchteten in unbekannte Richtung.
Die Angestellte konnte sich in der Folge selbst aus dem gefesselten Zustand befreien und verständigte die Notrufnummer 110. Die sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Polizeistreifen ergab keine weiteren Hinweise auf die Täter.
Durch den Vorfall erlitt die Angestellte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.
Das Kommissariat 21 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Die Täter wurden wie folgt beschrieben:
Täter 1:
Männlich, jüngeres Alter, ca. 180 cm groß, heller Hauttyp, akzentfreies Deutsch; dunkle Kleidung
Täter 2:
Männlich, jüngeres Alter (jugendlich), heller Hauttyp, akzentfreies Deutsch; dunkle Kleidung
Zeugenaufruf:
Wer hat im Zeitraum Mittwoch, 05.11.2025, zwischen 23:00 Uhr und Donnerstag, 06.11.2025, 00:00 Uhr im Bereich der Chiemgaustraße, Balanstraße und Kagerstraße (Ramersdorf) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
1830. Verkehrsunfall zwischen Fahrrad und Lkw; eine Person verletzt – Giesing
Am Mittwoch, 05.11.2025, gegen 11:15 Uhr, befuhr ein 33-jähriger türkischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfahlen mit einem Iveco Lkw, die Schwanseestraße stadteinwärts. An der Kreuzung zur Chiemgaustraße beabsichtigte er nach rechts in diese abzubiegen.
Zeitgleich befuhr ein 79-jähriger afghanischer Staatsangehörige mit Wohnsitz in München mit einem Fahrrad den parallel zur Schwanseestraße laufenden Radweg in dieselbe Richtung. An der Kreuzung mit der Chiemgaustraße wollte der 79-Jährige diese über die dortige Radfurt geradeaus überqueren.
Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß zwischen dem Lkw und dem 79-Jährigen, woraufhin dieser zu Boden stürzte und dabei verletzt wurde. Er wurde anschließend vom Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Am Fahrrad entstand ein geringer Sachschaden.
Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Chiemgaustraße in Fahrtrichtung Balanstraße für ca. eineinhalb Stunden gesperrt werden.
Die weiteren Ermittlungen führt die Münchner Verkehrspolizei.
1831. Versuchter Einbruch in Einfamilienhaus – Oberhaching
Am Mittwoch, 05.11.2025, gegen 17:50 Uhr, gelangten zwei bislang unbekannter Täter auf das Grundstück eines Einfamilienhauses. Dort verschafften sie sich über die Terrassentür gewaltsam Zutritt zu einer derzeit unbewohnten Einliegerwohnung.
Ein Bewohner des Anwesens wurde auf die beiden Täter aufmerksam, woraufhin diese flüchteten. Er konnte die beiden Täter noch kurzzeitig verfolgen, verlor sie jedoch aus den Augen, sodass diese in unbekannte Richtung flüchten konnten.
Bei der anschließenden Überprüfung des Anwesens, stellte der Bewohner die beschädigte und offenstehende Terrassentür der Einliegerwohnung sowie einen beschädigten Bewegungsmelder fest. Aus der Einliegerwohnung wurde jedoch augenscheinlich nichts entwendet.
Vor Ort wurden von der Münchner Kriminalpolizei umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt.
Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 53.
Die beiden Täter wurden wie folgt beschrieben:
vermutlich männlich, schlanke Figur, ca. 30-40 Jahre, dunkle Haare
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Pöttinger Straße, Gärtnerweg, Simerbauernweg und Gänslerweg (Oberhaching) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Die Münchner Kriminalpolizei bittet die Anwohner, Aufzeichnungen eventuell installierter Überwachungskameras zum Tatzeitraum zu sichten. Auch wenn lediglich die Überwachung von Privatgelände rechtlich möglich ist, ist eine Aufnahme der unbekannten Täter denkbar.
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 53, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.