03.11.2025, Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

A7/FÜSSEN/STEINGADEN. Ein 58-Jähriger flüchtete mit seinem Pkw vor der Polizei. Hierbei verursachte er mehrere Verkehrsunfälle. Am Ende rammte er ein Polizeifahrzeug und konnte überwältigt werden.

Am Montagmorgen gegen 08:40 Uhr meldete ein Verkehrsteilnehmer einen Pkw, welcher auf der A7 auf Höhe Dietmannsried in Richtung Füssen fuhr. Der Fahrer verhielt sich verkehrsgefährdend, schnitt mehrere Fahrzeuge und verursachte beinahe einen Unfall. Durch die Polizei konnte das gemeldete Fahrzeug auf der Autobahn nicht mehr festgestellt werden. Etwa 20 Minuten später fiel der Pkw einer Polizeistreife in Füssen auf und sollte angehalten werden. Der Fahrer missachtete jedoch die Anhaltesignale. Er flüchtete mit hoher Geschwindigkeit durch Füssen, wobei er mehrfach das Rotlicht von Lichtzeichenanlagen missachtete. Der Flüchtende fuhr mit einer sehr gefährlichen Fahrweise und mit stark überhöhter Geschwindigkeit weiter auf die B17 Richtung Schongau. Hier kam es bereits zu einem Streifzusammenstoß mit einer Schutzplanke. Im Bereich Steingaden überholte der 58-Jährige einen anderen Pkw, wobei es auch hier zu einem Zusammenstoß an den Außenspiegeln kam. Zwischen den Steingadener Ortsteilen Lauterbach und Ilgen prallte er gegen ein abgestelltes Polizeifahrzeug, welches er mit hoher Geschwindigkeit umfahren wollte. Die Polizeibeamten befanden sich nicht in ihrem Fahrzeug, da sie den Pkw anhalten wollten. Durch den Zusammenstoß schleuderte der Pkw des Flüchtigen in eine angrenzende Wiese und blieb dort stark beschädigt liegen. Der Fahrer versuchte noch, weiter zu Fuß zu flüchten, konnte allerdings durch Polizeikräfte gestellt werden. Der Flüchtige, ein 58-jähriger Deutscher, verletzte sich bei dem Zusammenstoß mit dem Streifenwagen leicht. Er wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizeibeamten, welche das Fahrzeug anhalten wollten, wurden durch umherfliegende Fahrzeugteile leicht verletzt. Einer der Beamten musste ärztlich untersucht werden, der andere blieb weiterhin dienstfähig. Am Fluchtfahrzeug sowie am Streifenwagen entstand jeweils Totalschaden. An weiteren Fahrzeugen und einer Schutzplanke entstand ebenfalls Sachschaden. Der Gesamtschaden wird auf etwa 75.000 Euro geschätzt. Für die Unfallaufnahme sowie die Abschlepp- und Reinigungsarbeiten musste die B17 für etwa zwei Stunden voll gesperrt werden. Warum der 58-Jährige vor der Polizei geflüchtet ist, ist Gegenstand der derzeitigen polizeilichen Ermittlungen.

Zeugen sowie Verkehrsteilnehmer, welche im Rahmen der Fahrt gefährdet wurden, werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Kempten, Tel. 0831 9909-2050 zu melden. (VPI Kempten)

Medienkontakt:
Pressestelle beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West, D-87439 Kempten (Allgäu), Rufnummer (+49) 0831 9909-0 (-1012/ -1013).