20.10.2025, Polizeipräsidium Oberfranken

KULMBACH. Am Freitagnachmittag kam es im Bereich des Einkaufszentrums „fritz“ in Kulmbach zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren alkoholisierten Männern. Die Kulmbacher Polizei konnte zusammen mit weiteren Streifen aus der Umgebung alle Kontrahenten schnell dingfest machen. Die Aggressionen gingen in der Zelle jedoch noch weiter.

Gegen 17.20 Uhr meldeten mehrere Zeugen am Polizeinotruf eine Schlägerei in der Fritz-Hornschuch-Straße. Dort gerieten nach bisherigen Erkenntnissen ein 33-jähriger Deutscher und zwei syrische Männer im Alter von 21 und 20 Jahren aneinander. Zunächst stritten sie, dann flogen die Fäuste. Zuletzt soll einer der jüngeren Männer ein Eisenrohr gegriffen und gegen ein Bein des 33-Jährigen geschlagen haben. Dieser erlitt dadurch sogar eine blutende Wunde.

Hinzueilende Polizisten aus Kulmbach sowie Unterstützungsstreifen anderer Dienststellen fahndeten daraufhin nach den zunächst flüchtigen Syrern, während eine Streife die Beinverletzung des Deutschen erstversorgte. Schnell waren Zeugenangaben und weitere Feststellungen vor Ort zusammengetragen und per Funk an die eingesetzten Streifen weitergegeben. Anhand dessen konnten die zwei flüchtigen Männer nur wenige Zeit später aufgespürt und festgenommen werden.

Zunächst ging es für alle Beteiligten zur Wache und dort in jeweils eine eigene Zelle. Der 33-Jährige, der offenbar zuvor sowohl erhebliche Mengen Alkohol als auch Drogen konsumiert hatte, zeigte sich weiterhin äußerst aggressiv und randalierte hinter den Gitterstäben weiter. Ein verständigter Arzt attestierte ihm schließlich die sogenannte „Haftfähigkeit“. Er und die beiden 21 und 20 Jahre alten Männer blieben daraufhin bis zum Samstagmorgen in Polizeigewahrsam. Sie alle werden sich nun wegen verschiedener Delikte strafrechtlich verantworten müssen.

Die drei Kontrahenten kannten sich offenbar bereits vorab. Was der Anlass für die Auseinandersetzung war, ist nun Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.

Zeugen des Vorfalls werden deshalb gebeten, sich bei der Kripo Bayreuth unter der Tel.-Nr. 0921/506-0 zu melden.