29.09.2025, Polizeipräsidium Oberbayern Süd

ALTÖTTING. Am frühen Sonntagmorgen, 28. September 2025, wurde ein 22-Jähriger in Altötting mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Ein tatverdächtiger Heranwachsender konnte noch am selben Tag im österreichischen Braunau verhaftet werden. Die Kriminalpolizei Mühldorf am Inn übernahm unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts in dieser Sache.

Am Sonntag (28. September 2025), gegen 2.25 Uhr, wurde über den Notruf des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd von Passanten mitgeteilt, dass in der Burghauser Straße in Altötting ein Mann mit Stichverletzungen aufgefunden wurde. Nach derzeitigen Erkenntnissen besteht der Verdacht, dass ein zunächst Unbekannter den 22-jährigen Mann aus Mühldorf am Inn mit einem Messer schwer verletzt habe und anschließend in unbekannte Richtung geflüchtet sein soll.

Das Opfer, ein türkischer Staatsangehöriger, erlitt lebensgefährliche Stichverletzungen im Bauchbereich. Er wurde durch Rettungskräfte in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht und dort operativ versorgt. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte befindet er sich mittlerweile in einem stabilen Zustand.

Unter der Einsatzleitung der örtlich zuständigen Polizeiinspektion Altötting erfolgten mit Unterstützung umliegender Dienststellen, der Bundespolizei sowie einem Polizeihubschrauber umfangreiche Fahndungsmaßnahmen. Diese führten zunächst nicht zur Ermittlung bzw. Festnahme eines Tatverdächtigen.

Noch in der Nacht übernahm der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein die weiteren Untersuchungen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts werden nun durch das Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizeistation Mühldorf am Inn unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein fortgeführt.

Im Rahmen erster Ermittlungen ergaben sich Verdachtsmomente gegen einen heranwachsenden Mann aus Altötting. Der Mann, deutscher und türkischer Staatsangehöriger, konnte mit Unterstützung des Kommissariats 6 der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim im Raum Braunau (Österreich) lokalisiert werden. Die österreichische Polizei verhaftete den Tatverdächtigen noch am späten Abend des 28. September 2025.

Auf Grund eines bestehenden europäischen Haftbefehls soll nach dem Bestreben der sachleitenden Staatsanwaltschaft der Tatverdächtige zeitnah nach Deutschland ausgeliefert werden. Diesbezüglich finden derzeit Abstimmungen auf justizieller und behördlicher Ebene statt.

Hintergründe und Motiv der Tat sind derzeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

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Oberbayern Süd

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