1402. Festnahme eines Tatverdächtigen nach sexueller Belästigung – Altstadt
1403. Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach versuchtem Diebstahl aus Pkw – Unterschleißheim
1404. Zeugenaufruf nach Raubdelikt – Unterschleißheim
1405. Größerer Polizeieinsatz nach verdächtiger Wahrnehmung – Innenstadt
1406. Motorradraser entzieht sich mit überhöhter Geschwindigkeit Kontrolle –nördliches Stadtgebiet
1402. Festnahme eines Tatverdächtigen nach sexueller Belästigung – Altstadt
Am Sonntag, 07.09.2025, gegen 19:30 Uhr, arbeitete eine 22-Jährige mit Wohnsitz in München im Außenbereich eines Lokals am Odeonsplatz. Als sie gerade einen Tisch abräumte, trat von hinten ein 36-Jähriger mit ukrainischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland an sie heran. Er stellte sich unmittelbar hinter sie, wobei er seinen Körper an ihr Gesäß drückte und eindeutige Bewegungen mit sexuellem Bezug durchführte. Die 26-Jährige drehte sich zu ihm um, woraufhin er mit seinem Mund Kussbewegungen in ihre Richtung machte.
Unbeteiligte Passanten zeigten Zivilcourage, hielten den Mann fest und verständigten den Polizeinotruf. Eine schnell eintreffende Polizeistreife konnte den Mann noch vor Ort vorläufig festnehmen. Dabei wurde festgestellt, dass er erheblich alkoholisiert war. Nach der Entnahme einer Blutprobe wurde er der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Am heutigen Tag wird er einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.
Das Kommissariat 15 hat die weiteren Ermittlungen unter anderem wegen sexueller Belästigung übernommen.
1403. Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach versuchtem Diebstahl aus Pkw – Unterschleißheim
Am Montag, 08.09.2025, gegen 00:30 Uhr, verständigte ein Anwohner aus Unterschleißheim den Polizeinotruf darüber, dass zwei Personen versuchten die Scheibe eines geparkten Pkw einzuschlagen. Daraufhin begaben sich mehrere Polizeistreifen zum Tatort. Da die Scheibe nicht zu Bruch ging, flüchteten die zwei Personen mit Fahrrädern, konnten jedoch im Rahmen intensiver Fahndungsmaßnahmen in Unterschleißheim festgestellt werden.
Da sie versuchten sich mit ihren Fahrrädern der Kontrolle zu entziehen, stellte sich ihnen ein Streifenwagen in den Weg. Dabei kam es zu einem leichten Kontakt zwischen dem Streifenwagen und dem Fahrrad des 19-jährigen Tatverdächtigen mit Wohnsitz im Landkreis Dachau. Beim zweiten Tatverdächtigen handelt es sich um einen 15-Jährigen mit Wohnsitz in München. Beide konnten anschließend durch Polizeibeamte zu Boden gebracht und festgenommen werden. Bei einer Durchsuchung der Personen wurden tatrelevante Gegenstände aufgefunden. Zudem führte der 15-Jährige ein Pfefferspray mit sich.
Im Rahmen der weiteren Ermittlungen ergab sich der Verdacht, dass die verwendeten Fahrräder zuvor gestohlen wurden. Die Fahrräder sowie die bei der Durchsuchung aufgefundenen Gegenstände wurden sichergestellt.
Der 19-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Der 15-Jährige, bei dem es sich um einen jugendlichen Intensivtäter handelt, wurde nach den polizeilichen Maßnahmen der Haftanstalt überstellt. Er wird am heutigen Tag zur Klärung der Haftfrage einem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Die Münchner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
1404. Zeugenaufruf nach Raubdelikt – Unterschleißheim
Am Sonntag, 07.09.2025, fand in Unterschleißheim eine Uhrenmesse statt.
Zwei Uhrenhändler aus Italien im Alter von 47 und 29 Jahren waren gegen 18:30 Uhr gerade dabei auf dem Parkplatz des Ballhausforums hochwertige Gegenstände in ihren Pkw zu laden. Plötzlich wurden sie von vier unbekannten und maskierten Tätern unter Vorhalt einer Schusswaffe überfallen und ausgeraubt. Dem 29-Jährigen gelang die Flucht, dem 47-Jährigen wurde mit einem Gegenstand auf den Kopf geschlagen, wodurch er eine blutende Kopfplatzwunde erlitt und zusammenbrach.
Anschließend wurden von innen zwei Taschen aus dem Pkw genommen. In diesen befanden sich hochwertige Uhren und Kleidungsstücke im Wert von mehreren zehntausend Euro. Die vier Täter flüchteten anschließend mit einem Pkw.
Aufgrund intensiver Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen ergab sich der Verdacht, dass sie über die Bundesstraße 13 Richtung Norden flüchteten. Es wird davon ausgegangen, dass sie im Bereich von Fahrenzhausen das Fahrzeug wechselten. Zudem warfen sie während ihrer Flucht gefährliche Gegenstände auf die Fahrbahn der B 13.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand kam es hierbei zu keinen Verkehrsunfällen.
Die weiteren Ermittlungen unter anderem wegen des Raubdelikts sowie des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr werden vom Kommissariat 21 geführt.
Zeugenaufruf:
Wem sind im angegebenen Tatzeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Landshuter Straße in Unterschleißheim und anschließend auf der B13 zwischen Unterschleißheim, Fahrenzhausen und Hohenkammer oder in deren näheren Umgebung aufgefallen?
Wer hat im angegebenen Zeitraum Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Wer hat einen Fahrzeugwechsel oder Personen, die ihre Kleidung wechseln beobachten können?
Wem ist ein Fahrzeug in rasanter Fahrweise aufgefallen?
Wer hat möglicherweise einen Reifenschaden durch Gegenstände auf der Fahrbahn der B13 erlitten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
1405. Größerer Polizeieinsatz nach verdächtiger Wahrnehmung – Innenstadt
Am Sonntag, 07.09.2025, kurz vor Mitternacht, meldeten sich mehrere Personen beim Polizeinotruf. Sie teilten mit, dass in einer S-Bahn ein arabisch aussehender Mann mit einem Messer hantieren soll. Zu Straftaten oder Angriffen auf Personen sei es dabei jedoch nicht gekommen. Ein größerer Polizeieinsatz mit intensiven Fahndungsmaßnahmen war die Folge, da die genannte Person zunächst nicht lokalisiert werden konnte. Dabei war unter anderem das Münchner Unterstützungskommando zur Fahndung am Hauptbahnhof eingesetzt.
Durch die Bundespolizei wurden Videoaufzeichnungen der S-Bahnhöfe im Innenstadtbereich überprüft, wobei ein Bild der Person gesichert und an die Einsatzkräfte weitergeleitet werden konnte.
Im Zuge der Fahndungsmaßnahmen konnte die Person durch eine Polizeistreife am S-Bahnhof Stachus angetroffen und widerstandslos gesichert werden. Bei ihm konnte ein größeres Käsemesser aufgefunden werden, welches sichergestellt wurde. Zu Straftaten kam es nicht.
Bei der Person handelt es sich um einen 34-Jährigen mit syrischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen.
1406. Motorradraser entzieht sich mit überhöhter Geschwindigkeit Kontrolle – nördliches Stadtgebiet
Am Samstag, 06.09.2025, gegen 23.20 Uhr, fielen einer zivilen Polizeistreife zwei Motorradfahrer in der Lerchenauer Straße auf, welche anschließend einer Verkehrskontrolle unterzogen werden sollten. Daher fuhr die Streife den beiden Motorradfahrern zunächst hinterher. An der Kreuzung zum Georg-Brauchle-Ring hielten die beiden Kradfahrer bei Rot an.
Die Zivilstreife entschloss sich, einem der beiden Kradfahrer, der mit einem Motorrad der Marke Honda unterwegs war, zu folgen. Als die Ampel auf Grün schaltete, beschleunigte das Krad und befuhr mit überhöhter Geschwindigkeit die Lerchenauer Straße stadteinwärts. Das zweite Krad fuhr in eine andere Richtung. Die Streife, die zwischenzeitlich Blaulicht und Martinshorn eingeschaltet hatte, konnte dem Motorrad in der Lerchenauer Straße folgen. Dabei erreichte der Motorradfahrer Geschwindigkeiten über 150 km/h. An der Kreuzung zur Schleißheimer Straße missachtete der Motorradfahrer das Rotlicht und fuhr die Schleißheimer Straße weiter stadteinwärts. Auf Höhe der Clemensstraße wendete der Kradfahrer und fuhr anschließend die Schleißheimer Straße wieder stadtauswärts.
An der Kreuzung zur Karl-Theodor-Straße missachtete er abermals das Rotlicht. Hier musste der querende Verkehr stark abbremsen, um eine Kollision zu vermeiden. Die weiteren Kreuzungen entlang der Fahrtstrecke bis zum Petuelring befuhr der Motorradfahrer stets mit Geschwindigkeiten weit über 100 km/h. Dort bog der Kradfahrer Richtung Isar in den Tunnel ein.
Um weitere Gefährdungen unbeteiligter Verkehrsteilnehmer zu vermeiden, folgte der Streifenwagen dem Motorradfahrer nicht weiter. Die weiteren Ermittlungen anhand des Kennzeichens, insbesondere eine Nachschau an der Halteranschrift, ergab bislang keine weiteren Erkenntnisse.
Die weiteren Ermittlungen unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und eines illegalen Kfz-Rennens werden von der Münchner Verkehrspolizei geführt.
Zeugenaufruf:
Personen, die die Fahrt des Kradfahrers beobachteten oder sogar gefährdet wurden, wie auch sonstige sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der VPI Verkehrsüberwachung, Tel.: (089) 49 05 10, in Verbindung zu setzen.