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Bahnhofsquartier im Fokus von Polizei und Stadt - Mobile Videoüberwachungsanlage installiert - Ziel: Stärkung des Sicherheitsempfindens
ASCHAFFENBURG. Am heutigen Dienstag wurde im Bahnhofsquartier eine mobile Videoüberwachungsanlage in Betrieb gesetzt. Dies ist das Ergebnis eines gemeinsamen Termins der Stadt Aschaffenburg, der Polizeiinspektion Aschaffenburg sowie der "Städtebaulichen Kriminalprävention" des Bayerischen Landeskriminalamtes (BLKA) und des Kompetenzzentrums „Sicherheit im öffentlichen Raum“ der Polizei.
Ausgangslage im Bahnhofsquartier
Bereits seit mehr als 20 Jahren bemühen sich die Stadtverwaltung, Einzelhändler und weitere Akteure rund um den Hauptbahnhof Aschaffenburg das Bahnhofsquartier aufzuwerten. Trotz der vielen erfolgreichen Maßnahmen, wie dem seit 2003 laufenden Programm "Soziale Stadt", wird das Bahnhofsumfeld immer noch oftmals als „Brennpunkt“ bezeichnet. Auch zwischen der Aschaffenburger Polizei und der Stadt besteht in dieser Thematik seit langem eine enge und intensive Zusammenarbeit.
Aus polizeilicher Sicht kann gesagt werden, dass im Bereich des Bahnhofsquartiers in den letzten Jahren ein konstant hohes Kriminalitätsniveau herrscht. Dies ist in Anbetracht der Publikumsmengen nicht außergewöhnlich. Dennoch ist das subjektive Sicherheitsgefühl eingeschränkt und es kommt regelmäßig zu Bürgerbeschwerden bei Stadt und Polizei. Dem versuchen bereits die Aschaffenburger Stadtwerke mit einem eigenen Sicherheitsdienst zu begegnen.
Gemeinsamer Vor-Ort-Termin
Einen neuen Ansatz hat nun die „Städtebauliche Kriminalprävention“ des BLKA ins Spiel gebracht. Diese wurde als Fachdienststelle durch das Kompetenzzentrum „Sicherheit im öffentlichen Raum“ der unterfränkischen Polizei mit einbezogen.
Im Zuge eines Präventionsrundgangs im Bereich des Regionalen Omnibusbahnhofs (ROB) konnten sich Vertreterinnen und Vertretern der Polizei, des Bayerischen Landeskriminalamts sowie der Stadtverwaltung nun ein umfassendes Bild von der Lage machen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und Aufenthaltsqualität entwickeln.
Videoüberwachung im Bahnhofsquartier
Als geeignete Maßnahme wurde die Installation einer mobilen Videoüberwachungsanlage im Bahnhofsquartier zusätzlich zu den bereits vorhandenen Überwachungskameras am ROB empfohlen. Diese Maßnahme dient nicht der flächendeckenden Überwachung, sondern verfolgt die folgenden Ziele:
- Stärkung des Sicherheitsempfindens der Bürgerinnen und Bürger
- Kriminalprävention durch einen Rückgang der Straftaten
In einem zweiten, nachrangingen, Schritt sollen die Aufzeichnungen als Beweismittel für entsprechende Strafverfahren verwendet werden.
Die Installation der ersten Kamera auf Höhe des Taxistandes in der Ludwigstraße erfolgte am heutigen Dienstag, eine weitere Kamera wird zu einem späteren Zeitpunkt am ROB in der Nähe des Dämmer Stegs aufgestellt. Die angedachten Maßnahmen sind zunächst bis Ende Oktober ausgelegt. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse werden in der Folge zusammengefasst und ausgewertet.
Ziele von Polizei und Stadt
Neben der Videoüberwachung werden weiterhin gemeinsame Streifen mit dem Ordnungsamt und der Bundespolizei, der Einsatz der Sicherheitswacht und der regelmäßige Austausch mit den verschiedenen Akteuren im Fokus stehen. Hierdurch soll der Platz ein zentraler, sicherer Verkehrsknotenpunkt und ein lebendiger öffentlicher Raum bleiben.
„Damit verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der sich nicht nur auf technische Sicherheit stützt, sondern auch auf die soziale Kontrolle durch mehr Präsenz von Bürgerinnen und Bürgern im öffentlichen Raum.“ (Jürgen Herzing, Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg)
„Von der mobilen Videoüberwachung erwarten wir uns einen Rückgang von Straftaten und damit die Stärkung des Sicherheitsgefühls.“ (Frank Eckhardt, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Aschaffenburg)