KEMPTEN/OBERALLGÄU. Am vergangenen Freitag nahmen die Kemptener Schutzpolizei-dienststellen das Thema Verkehrssicherheit gemeinsam in einen besonderen Fokus.
Über einen Zeitraum von 24 Stunden hinweg wurde der Verkehr sowohl im Stadtgebiet als auch im daran angrenzenden Landkreis hinsichtlich der Einhaltung priorisierter Verkehrsvorschriften verstärkt überwacht, wobei Schwerpunkte auf die bekannten Hauptunfallursachen gelegt wurden. Neben Kräften der Polizei- und der Verkehrspolizeiinspektion, befanden sich auch Unterstützungskräfte der Zentralen Einsatzdienste mit im Einsatz.
Alle Dienststellen zogen an einem Strang und kontrollierten eine große Vielzahl von Verkehrsteilnehmern ganzheitlich. Die Sicherheit entlang der Schulwege, die Einhaltung der Geschwindigkeit, die Ablenkung im Straßenverkehr durch z.B. Mobiltelefone, bis hin zur Fahrtüchtigkeit der Verkehrsteilnehmer waren Inhalt der Kontrolltätigkeiten. Neben stationären wie mobilen Kontrollen, waren auch zwei Beamte auf Fahrrädern im Stadtgebiet unterwegs. Zudem ggab es einen Präventionsstand in der Innenstadt.
Im Laufe des Tages stellten die Beamten über 270 Geschwindigkeitsübertretungen fest, von denen 18 über der Verwarnungsgeldgrenze lagen und somit ein Bußgeld nach sich ziehen werden. Sieben Fahrzeugführer wurden verwarnt, weil sie nicht angegurtet waren, das Rotlicht missachteten oder ein Mobiltelefon während der Fahrt benutzten.
Die Kontrollgruppe Poser/Tuning des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West legte ihr Augenmerk neben der Fahrzeugtechnik auch auf Verhaltensverstöße und konnte am Freitagabend sechs Fahrzeuge feststellen, welche durch ihr Lärm- und/oder Abgasverhalten den Tatbestand einer Verkehrsordnungswidrigkeit erfüllten.
Unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln standen drei Fahrzeugführer, von denen einer wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr strafrechtlich verfolgt wird. Die beiden anderen verstießen zum einen gegen die 0,5 Promille-Grenze und zum anderen führte ein Mann sein Fahrzeug unter dem Einfluss von THC. Weiterhin wurden zwei Strafverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen fehlenden Versicherungsschutzes eingeleitet.
Die Erforderlichkeit der Verfolgung dieser priorisierten Verkehrsverstöße unterstreicht der Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Kempten, Robert Bischlager:
„Verkehrsunfälle passieren nicht, sondern werden durch Regelmissachtung verursacht. Wer sich an die Straßenverkehrsordnung hält, schützt sich und andere. Insbesondere Ablenkung und nicht angepasste Geschwindigkeit sind oftmals die Ursache schwerer Verkehrsunfälle.“
Doch auch die Prävention, als wesentlicher Baustein der Sicherheit im Straßenverkehr, spielte beim Aktionstag eine gewichtige Rolle. Die Verkehrserzieher vermittelten an ihrem Stand in der Fußgängerzone die wichtigsten Verkehrsvorschriften im Hinblick auf Pedelec und E-Scooter und kamen dabei mit interessierten Bürgern ins Gespräch. Bei dieser Gelegenheit belehrten und ermahnten die Beamten zahlreiche Nutzer von E-Scootern in Bezug auf die Regeln in der Fußgängerzone.
Dieser Aktionstag sollte die große Bedeutung einer möglichst nachhaltigen Bekämpfung der bekannten Hauptunfallursachen hervorheben. Deshalb fanden im Rahmen der Verkehrskontrollen auch vermehrt verkehrserzieherische Gespräche statt, um die potentiellen Folgen des Fehlverhaltens transparent zu erklären.
„Jeder verletzte oder getötete Verkehrsteilnehmer ist einer zu viel. Das Thema Verkehrssicherheit geht uns alle an. Jeder kann durch die Beachtung und Einhaltung der Regeln etwas dazu beitragen.“
so Sven-Oliver Klinke, Leiter der Polizeiinspektion in Kempten.
Die Polizei wird auch künftig, losgelöst vom Kontrolltag am Freitag, einen hohen Kontrolldruck in der Stadt und im Umland aufrechterhalten. (PI Kempten)
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