29.06.2025, Polizeipräsidium München

1008.   Festnahme eines Tatverdächtigen nach Diebstahl und Beschädigung eines Streifenwagens – Neuhausen

1009.   Bilanz zum Christopher Street Day – Innenstadt

1010.   Verkehrsunfall; Fahrradfahrerin wird schwer verletzt – Oberhaching

1011.   Radfahrer stürzt und verstirbt am Unfallort – Pullach

1012.   Widerstand gegen Polizeibeamte und versuchte Gefangenenbefreiung – Brunnthal


1008. Festnahme eines Tatverdächtigen nach Diebstahl und Beschädigung eines Streifenwagens – Neuhausen

Vor mehreren Wochen lernte eine 76-Jährige mit Wohnsitz in München einen 54-Jährigen Deutschen ohne festen Wohnsitz kennen. Er gab sich als Mitarbeiter eines Pflegedienstes aus und die 76-Jährige ließ ihn danach in ihre Wohnung. Dort hielt er sich daraufhin regelmäßig auf.

Am Mittwoch, den 25.06.2025 wurde ein Angehöriger der 76-Jährigen von einem Nachbarn, dem die Situation ungewöhnlich vorkam, darauf angesprochen. Daraufhin ging der Angehörige in die Wohnung, in der sich zu diesem Zeitpunkt der 54-Jährige nicht aufhielt. Er stellte fest, dass mehrere Armbanduhren (in Wert von mehreren tausend Euro) entwendet waren und er bemerkte auch persönliche Gegenstände des 54-Jährigen in der Wohnung.

Er verständigte die Polizei und es wurde eine Anzeige wegen Diebstahls aufgenommen. Der Angehörige blieb daraufhin in der Wohnung und das Schloss der Wohnungstür wurde ausgewechselt.

Am Donnerstag, 26.06.2025, gegen 00:40 Uhr, kam der 54-Jährige zu der Wohnung und klingelte an der Tür. Von dem Angehörigen wurde sofort der Polizeinotruf 110 verständigt, woraufhin eine Streife zu der Wohnung geschickt wurde. Der 54-Jährige entfernte sich zwischenzeitlich von der Örtlichkeit.

Die Beamten ließen sich von dem Angehörigen das Aussehen des 54-Jährigen beschreiben und als sie zu ihrem Dienst Pkw zurückkehrten, bemerkten sie, dass zwei Reifen des Fahrzeugs zerstochen waren. Fahndungsmaßnahmen nach dem 54-Jährigen wurden eingeleitet und als das beschädigte Dienstfahrzeug abgeschleppt wurde, kam plötzlich ein Fahrradfahrer zur Örtlichkeit und dieser machte dort eine Bemerkung, die in einem inhaltlichen Kontext zu dem Vorfall stand.

Der Fahrradfahrer wurde kurz verfolgt und von den eingesetzten Beamten angehalten. Er führte ein Küchenmesser mit sich, mit dem möglicherweise die Reifen des Polizeifahrzeugs zerstochen wurden. Zudem bestand der Verdacht, dass das Fahrrad gestohlen war. Dazu wurde in der Nähe ein Rollkoffer aufgefunden, in dem sich aus der Wohnung gestohlene Gegenstände befanden.

Die Gegenstände, das Fahrrad und das Messer wurden sichergestellt und der Fahrradfahrer wurde festgenommen und zu einer Polizeiinspektion gebracht. Dort wurde seine Identität festgestellt. Es handelte sich um den 54-Jährigen, der sich zuvor in der Wohnung der 76-Jährigen aufgehalten hatte.

Er wurde wegen Diebstahl in einer Wohnung, Diebstahl eines Fahrrades und Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel angezeigt.

Danach wurde er in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums gebracht und einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl. Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 56.


1009.   Bilanz zum Christopher Street Day – Innenstadt

Am Samstag, 28.06.2025, fanden mehrere Versammlungen und Veranstaltungen im Kontext mit dem Christopher Street Day in München statt. Von 12:00 Uhr bis 16:45 Uhr gab es dabei einen Versammlungszug, der aus mehreren Fahrzeugen und vielen Personengruppen bestand. Er begann am Mariahilfplatz, zog über die Fraunhoferstraße zum Sendlinger-Tor-Platz und bewegte sich dann über den Altstadtring zum Oskar-von-Miller-Ring. An diesem Versammlungszug nahmen um die 20.000 Personen teil. Ca. 230.000 Personen standen als Zuschauer am Straßenrand.

Gegen 14:30 Uhr befand sich ein Lkw mit Versammlungsteilnehmern im Bereich Gabelsbergerstraße und Oskar-von-Miller-Ring. Aus bislang nicht geklärter Ursache löste sich dort eine Absicherung, wodurch ein Versammlungsteilnehmer auf die Fahrbahn fiel. Er wurde dabei verletzt und danach zur Behandlung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Die Münchner Verkehrspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Dazu gab es ein Straßenfest am Marienplatz und weiteren Teile der Fußgängerzone, das bis in die späten Abendstunden andauerte und von über 50.000 Personen besucht wurde.

Die Aktivitäten des CSD verliefen bislang friedlich und ohne besondere Störungen.

Auch die Münchner Polizei war mit einem Infostand, an dem zu verschiedenen polizeilichen Themen informiert wurde, an dieser Veranstaltung beteiligt. Die Informationsangebote der Münchner Polizei wurden von vielen Bürgerinnen und Bürgern mit großem Interesse angenommen.

Auch heute am Sonntag, 29.06.2025, gibt es weiterhin ein Straßenfest. Die Münchner Polizei war bislang mit über 700 Beamten im Einsatz.


1010.   Verkehrsunfall; Fahrradfahrerin wird schwer verletzt – Oberhaching

Am Freitag, 27.06.2025 gegen 09:35 Uhr parkte ein 22-Jähriger mit Wohnsitz in München einen Mercedes Kleintransporter am Fahrbahnrand der Hubertusstraße. Er öffnete die Fahrertür und wollte Liefertätigkeiten durchführen.

Zur gleichen Zeit fuhr eine 87-Jährige mit Wohnsitz im Landkreis München mit einem Fahrrad auf der Straße. Es kam zu einer Kollision mit der Fahrzeugtür als diese geöffnet wurde. Die Frau stürzte bei dem Unfall und wurde dabei schwer verletzt.

Sie wurde vom Rettungsdient vor Ort behandelt und danach zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Von der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachten angeordnet und vor Ort von einem Gutachter durchgeführt.

Der 22-Jährige Fahrer wurde vom KIT vor Ort betreut. Er wurde wegen einer fahrlässigen Körperverletzung angezeigt.

Die weiteren Ermittlungen zum Unfall führt die Münchner Verkehrspolizei.

Hinweis der Münchner Polizei:
Die Münchner Polizei bittet alle Autofahrerinnen und Autofahrer, daran zu denken, dass sie nach dem Einparken und vor dem Öffnen der Fahrzeugtüren auf den Straßenverkehr und insbesondere auf heranfahrende Fahrradfahrende achten. Durch das plötzliche Öffnen von Fahrzeugtüren kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen für anderer Verkehrsteilnehmer.

Auch der sog. Holländer-Griff, ein Öffnen der Tür mit der rechten Hand, wodurch der Oberkörper nach links gedreht wird und ein automatischer Schulterblick erfolgt, kann in solchen Situationen sinnvoll sein. Bitte weisen Sie auch Ihre Mitfahrerinnen und Mitfahrer beim Aussteigen auf Achtsamkeit hin.


1011.   Radfahrer stürzt und verstirbt am Unfallort – Pullach

Am Samstag, 28.06.2025, gegen 09:35 Uhr fuhrt ein 78-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis München mit einem Fahrrad auf der Richard-Wagner-Straße.

Plötzlich stürzte er und blieb leblos auf der Straße liegen. Von Zeugen wurden Reanimationsmaßnahmen eingeleitet und der Rettungsdienst verständigt. Die Reanimation wurde vom Rettungsdienst fortgesetzt und dann später vor Ort erfolglos beendet.

Die Münchner Verkehrspolizei hat vor Ort die Ermittlungen zum Unfall aufgenommen.

Nach dem jetzigen Kenntnisstand gibt es keine Hinweise auf ein für den Sturz ursächliches Fremdverschulden. Möglicherweise war eine akute internistische Erkrankung für den Vorfall verantwortlich.

Die Ermittlungen werden weiterhin von der Verkehrspolizei geführt.


1012.   Widerstand gegen Polizeibeamte und versuchte Gefangenenbefreiung – Brunnthal

Am Samstag, 28.06.2025, gegen 03:10 Uhr, befanden sich Beamte der Polizeiinspektion 28 (Ottobrunn) in Brunnthal bei der Betreuung einer Musikveranstaltung. Dort kam es zu einer Rangelei zwischen mehreren Personen.

Um die Situation zu schlichten, wurden streitende Personen von den Beamten auseinandergebracht. Ein bislang unbekannter Täter wehrte sich dagegen und schlug gegen einen Beamten. Die Beamten versuchten, ihn daraufhin zu Boden zu bringen und dabei kam es zu weiteren Interaktionen durch andere stark alkoholisierte Veranstaltungsteilnehmer, bei denen versucht wurde, einen Beamten von der Person wegzureißen.

Es wurde Unterstützung angefordert, woraufhin mehrere Streifen zu der Örtlichkeit fuhren. Die noch anwesenden Veranstaltungsteilnehmer entfernten sich daraufhin und wurden bei ihrem Abmarsch von der Polizei noch begleitet. Dabei kam es zu keinen weiteren Auseinandersetzungen unter diesen Personen.

Die für den Widerstand und die versuchte Gefangenenbefreiung verantwortlichen Personen konnten dabei nicht identifiziert werden.

Das Kommissariat 26 hat die Ermittlungen wegen eines Widerstandes und einer versuchten Gefangenenbefreiung aufgenommen.