08.06.2025, Polizeipräsidium München

876.     Polizeilicher Schusswaffengebrauch nach Messerangriff – Ergänzende Informationen – Ludwigvorstadt

- Siehe auch Pressemeldung Nr. 875 vom 07.06.2025

Wie bereits berichtet, kam es am Samstag, 07.06.2025, nach 19.45 Uhr zu mehreren Messerangriffen durch eine 30-jährige Frau, die in München wohnhaft ist. Als die Täterin von Einsatzkräften im Bereich des Bavariarings am St. Pauls-Platz angetroffen wurde und festgenommen werden sollte, kam es zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch. Die Frau wurde dabei verletzt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht, in dem sie kurz darauf verstarb.

Die weiteren Ermittlungen wurden noch vor Ort vom Kommissariat 11 übernommen. In Bezug auf den polizeilichen Schusswaffengebrauch werden die Ermittlungen vom Bayerischen Landeskriminalamt geführt. Insbesondere die Rekonstruktion des gesamten Tatablaufs bis hin zum polizeilichen Schusswaffengebrauch hat hier oberste Priorität.

Aktuell können wir hierzu bereits mitteilen, dass die 30-Jährige bereits kurz vor ihrer eigentlichen Tatausführung auffällig wurde. In einem Lebensmittelgeschäft im Umfeld der Theresienwiese wurde die Polizei am Samstag, 07.06.2025, gegen 18.40 Uhr wegen einer randalierenden Person verständigt. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte baute sich die Randaliererin, bei der es sich um die 30-Jährige handelte, den Polizeibeamten gegenüber bedrohlich auf und ballte die Fäuste. Daraufhin musste sie zunächst gefesselt werden. Laut den Beteiligten vor Ort hatte die 30-Jährige zwar randaliert, es kam jedoch nicht zu strafbaren Handlungen.

In der Folge wurde die 30-Jährige nun zur Polizeiinspektion 14 verbracht, in der eine Identitätsfeststellung zu ihrer Person durchgeführt wurde. Die 30-Jährige beruhigte sich schließlich wieder in den Diensträumen. Sie wurde nach Beendigung der durchgeführten Maßnahme, da zu diesem Zeitpunkt keinerlei Einweisungs- oder sonstige Festhaltungsgründe vorlagen, gegen 19.15 Uhr entlassen.