02.06.2025, Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

Sicherheitsgespräch 2025 | Landratsamt Günzburg, Stadt Günzburg und Polizei

 

Gemeinsame Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, Stadt Günzburg und Landkreis Günzburg

 

GÜNZBURG. Am 26.05.2025 fand in den Räumlichkeiten des Rathauses Günzburg das jährliche Sicherheitsgespräch zwischen Polizei, der Stadt und dem Landkreis Günzburg statt. Unter Führung von Landrat Dr. Hans Reichhart, Oberbürgermeister Gerhard Jauernig und Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner wurde die Kriminalitäts- und Sicherheitslage in der Stadt und im Landkreis Günzburg beleuchtet.

Neben den Behördenleitungen nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter der Schutzpolizei aus Burgau, Günzburg und Krumbach, der Verkehrspolizei Günzburg und der Kriminalpolizei aus Memmingen und Neu-Ulm sowie die zuständigen Referats- und Abteilungsleitungen des Landratsamtes und der Stadt Günzburg teil.

Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner stellte die aktuell vorliegende Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (PKS) für den Landkreis Günzburg und die Stadt Günzburg vor.

Sowohl für den Landkreis Günzburg als auch die Stadt Günzburg konnte eine signifikante Senkung der Fallzahlen festgestellt werden. Während im Jahr 2023 für den Landkreis 4.583 Straftaten registriert wurden, waren es im Betrachtungszeitraum 2024 insgesamt 4.514 Straftaten. Für das Stadtgebiet Günzburg gilt eine ähnliche Entwicklung. Hier sanken die Fallzahlen im Jahr 2024 um 165 auf 1.366 Straftaten.

Besonders hervorzuheben ist die überdurchschnittliche (bereinigte) Aufklärungsquote sowohl für den Landkreis Günzburg, als auch für die Stadt Günzburg. Hinsichtlich des Landkreises Günzburg konnte die Aufklärungsquote im Vergleich zum Vorjahr um 5 % auf 69,3 % gesteigert werden (Vorjahr 64,3 %). Für den Bereich der Stadt Günzburg konnte die Aufklärungsquote sogar um 6,3 % auf 69,7 % (Vorjahr 63,4 %) gesteigert werden. Diese Zahlen liegen deutlich über der Aufklärungsquote des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West mit 69,6 % und über der gesamtbayerischen Aufklärungsquote von 64,9 %. Die Aufklärungsquote zeigt das Verhältnis von aufgeklärten Fällen zu allen von der Polizei registrierten Fällen. Als aufgeklärt gilt eine Tat, wenn mindestens ein namentlich bekannter oder auf frischer Tat ergriffener Tatverdächtiger festgestellt worden ist.

Durch den grundsätzlichen Rückgang der Straftaten sank auch die (bereinigte) Häufigkeitszahl im Landkreis Günzburg von 3.522 um 2,4 % auf 3.436. Für den Bereich der Stadt Günzburg war ein Rückgang von 7.126 im Jahr 2023 um 12,3 % auf 6.247 zu verzeichnen. In der Kriminologie wird die Häufigkeitszahl als vergleichbares Gradmaß für die Anzahl der polizeilich registrierten Straftaten je 100.000 Einwohner verwendet. Sie drückt die durch die Kriminalität verursachte Gefährdung aus. Das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, sinkt demnach. Bayern als sicherstes Bundesland im Bundesgebiet, weist im statistischen Vergleich eine Häufigkeitszahl von 4.218 auf. Hinsichtlich der Aussagekraft der Häufigkeitszahl ist festzustellen, dass nur das sog. „Hellfeld“ der Straftaten als Berechnungsgrundlage dient, also alle Delikte von denen die Polizei tatsächlich Kenntnis erlangt.

Eine vorsichtig optimistische Entwicklung erfährt auch die Verkehrsunfallstatistik. Wurden für den Landkreis im Jahr 2023 noch 3.813 Verkehrsunfälle durch die Polizei aufgenommen, waren es im Jahr 2024 noch 3.739 Verkehrsunfälle. Dies entspricht einem Rückgang von 1,9 %. Eine ähnlich positive Entwicklung zeigt sich auch für den Bereich der Stadt Günzburg. Während im Jahr 2023 insgesamt 925 Verkehrsunfälle registriert wurden, kam es im Betrachtungszeitraum 2024 noch zu 874 Verkehrsunfällen (-5,5 %).

Hinsichtlich der Verkehrsunfallopfer wurden im Landkreis Günzburg 681 Personen verletzt. Dies entspricht einer Steigerungsrate im Vergleich zum Vorjahr von 13,9 %. Auch für den Bereich der Stadt Günzburg ist eine Mehrung von 19 Verletzten einschlägig. Positiv ist der Rückgang der Verkehrsunfalltoten. Im Landkreis Günzburg kamen 2024 sechs Personen ums Leben (Vorjahr 9). Im Bereich der Stadt Günzburg kam eine Person in Folge eines Verkehrsunfalls zu Tode (Vorjahr 1).

„Die positive Entwicklung der allgemeinen Kriminalitätslage ist insbesondere dem professionellen Engagement der polizeilichen Einsatzkräfte in deren täglichen Arbeit geschuldet. Allerdings zeigt die Verkehrsunfallstatistik auch eindrücklich auf, dass wir den Schwerpunkt weiter in die konsequente Bekämpfung der Hauptunfallursachen sowie in die Verhinderung und Verfolgung von Trunkenheits- und Drogenfahrten legen werden“, so Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner.

Im Zuständigkeitsbereich der am Sicherheitsgespräch teilnehmenden Behörden ist seit 2002 einer der meistbesuchten Freizeitparks Deutschlands ansässig. Das Legoland Günzburg hat im Jahr 2023 mit über 1,6 Millionen Besuchern und 450.000 Übernachtungsgästen seine Rolle als eines der beliebtesten Freizeitziele in Deutschland erneut unter Beweis gestellt und feiert jährliche Rekorde. Gemeinsam mit der Betreibergesellschaft wurde ein umfassendes Sicherheitskonzept erstellt und regelmäßig evaluiert. Wiederkehrende Sicherheitsgespräche runden dieses Projekt ab. Mit diesen Maßnahmen wird die Sicherheit der Gäste in den Vordergrund gestellt und tragen so zu einem unbeschwerten Aufenthalt bei.

Landrat Dr. Hans Reichhart und Oberbürgermeister Jauernig bedankten sich bei der Polizei für die wertvolle Kooperation und die geleistete Arbeit. Nicht zuletzt bei dem verheerenden Hochwasser vor einem Jahr und auch bei vielen anderen Themen zeigt sich, wie wertvoll die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und der regelmäßige Austausch ist! Das jährlich stattfindende Sicherheitsgespräch wird auch im Sinne der Bürgerinnen und Bürger als zielführend bewertet und soll fortgeführt werden. Der Landrat betonte, dass die enge Zusammenarbeit zwischen den Behörden und der Polizei eine wesentliche Rolle bei der Schaffung eines sicheren Lebensumfelds spielt.

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