HOLZGÜNZ. Am Mittwochnachmittag ereignete sich gegen 17:30 Uhr auf der BAB A96 in Fahrtrichtung Lindau kurz vor der Anschlussstelle Holzgünz ein schwerer Verkehrsunfall mit insgesamt fünf beteiligten Fahrzeugen.
Nach ersten Erkenntnissen musste der Verkehr aufgrund eines Lkw auf dem linken Fahrstreifen abbremsen. Dies bemerkte der 63 Jahre alte Unfallverursacher, der ebenfalls auf dem linken Fahrstreifen fuhr, zu spät und konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen. Der Unfallverursacher prallte mit seinem Pkw in das Heck des Pkw eines vorausfahrenden 34-Jährigen. Dadurch geriet sein Fahrzeug ins Schleudern und kam auf den rechten Fahrstreifen. Ein mit seinem Pkw unmittelbar nachfolgender 22-Jähriger erkannte die Situation und versuchte noch nach rechts auszuweichen, was ihm aber nicht mehr gänzlich gelang. Der 22-Jährige touchierte mit seinem Pkw den Pkw des Unfallverursachers, weshalb sich der Pkw des Unfallverursachers überschlug. Der 34-jährige Fahrzeugführer konnte seinen Pkw nach dem Aufprall erfolgreich abbremsen und anhalten. Ein weiterer 75-jähriger Fahrzeugführer erkannte die Situation rechtzeitig und konnte seinen Pkw hinter dem Pkw des 34-Jährigen zum Stehen bringen. Eine 20-jährige Fahrzeugführerin, die hinter ihm fuhr, erkannte die Situation wiederum zu spät und fuhr dem 75-Jährigen auf. Dadurch wurde dessen Pkw auf den Pkw des 34-Jährigen geschoben. Bei dem Unfall waren insgesamt fünf Personenkraftwagen mit sieben Beteiligten, betroffen. Von den sieben Beteiligten wurden drei Beteiligte zum Teil mittelschwer verletzt und mit dem Rettungsdienst in umliegende Kliniken verbracht, darunter der ursprüngliche Unfallverursacher. Drei der verunfallten Pkw waren nicht mehr fahrbereit und mussten durch den Abschleppdienst geborgen werden. Für die Unfallaufnahme war die BAB 96 in Fahrtrichtung Lindau für insgesamt eineinhalb Stunden vollständig gesperrt. Im Einsatz waren drei Streifenwagen der Memminger Polizei, die Feuerwehren Erkheim und Schlegelsberg mit etwa 40 Mann, der Rettungsdienst mit drei Rettungswagen und ein Notarzt. Es entstand ein geschätzter Sachschaden von insgesamt 44.000,- Euro. (PI Memmingen)
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