28.05.2025, Polizeipräsidium München

819.     Sachbeschädigung – Berg-am-Laim

820.     Rassistische Beleidigung – Altstadt

821.     Staatsschutzrelevante Sachbeschädigung – Nymphenburg

822.     Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach versuchter räuberischer Erpressung – Milbertshofen

            -siehe Medieninformation vom 10.09.2024, Nr. 1421

823.     Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Oberschleißheim

824.     Brandfall – Ludwigvorstadt


819.     Sachbeschädigung – Berg-am-Laim

Im Zeitraum von Dienstag, 20.05.2025, 18:15 Uhr, bis Samstag, 24.05.2025, 06:20 Uhr, besprühten ein oder mehrere bislang unbekannte Täter die Fußgängerunterführung des S-Bahnhofs Berg-am-Laim mit diversen Schriftzügen und Zeichen. Die Schriftzüge haben einen antifaschistischen Inhalt.

Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf über eintausend Euro. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet.

Das Kommissariat 43 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich S-Bahnhof Berg-am-Laim Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 43, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


820.     Rassistische Beleidigung – Altstadt

Am Sonntag, 25.05.2025, gegen 19:45 Uhr, befanden sich ein 35-jähriger rumänischer Staatsbürger ohne Wohnsitz in Deutschland und ein 19-jähriger eritreischer Staatsbürger mit Wohnsitz im Landkreis München in einem Schnellrestaurant.

Beide Personen gerieten dort aus bislang nicht geklärter Ursache in einen verbalen Streit, in dessen Verlauf der 35-Jährige den 19-Jährigen verbal rassistisch beleidigte (dabei wurde die dunklere Hautfarbe des 19-Jährigen thematisiert).

Der 19-Jährige verließ daraufhin das Restaurant und wurde vom 35-Jährigen verfolgt. Dabei wurde er vom 35-Jährigen angespuckt und von hinten geschlagen. Der 19-Jährige wurde dabei nicht verletzt.

Im Bereich des Marienplatzes schlug der 19-Jährige den 35-Jährigen ins Gesicht. Dieser wurde dadurch leicht verletzt. Zeugen der Auseinandersetzung verständigten den Notruf, woraufhin Einsatzkräfte der Polizei und des Rettungsdienstes zum Ereignisort geschickt wurden.

Der 35-Jährige wurde vom Rettungsdienst vor Ort behandelt. Danach wurden beide Personen zu einer Polizeiinspektion gebracht. Der 35-Jährige wurde wegen Beleidigung und Körperverletzung und der 19-Jährige wegen Körperverletzung angezeigt. Danach wurden beide wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen führt das Kriminalfachdezernat 4.


821.     Staatsschutzrelevante Sachbeschädigung – Nymphenburg

Am Sonntag, 25.05.2025, gegen 17:25 Uhr, bemerkte ein Zeuge, wie ein 50-Jähriger chinesischer Staatsbürger ohne Wohnsitz in Deutschland einen geparkten Anhänger mit einem Messer beschädigte (Reifen und Plane; auf der Plane war eine Beschriftung mit einem inhaltlichen Kontext der Situation von Uiguren in China). Danach entfernte sich der 50-Jährige zu Fuß.

Eine Streife konnte den 50-Jährigen in der Nähe antreffen und festnehmen. Bei einer Durchsuchung wurde das Messer aufgefunden und sichergestellt. Der 50-Jährige wurde zu einer Polizeiinspektion gebracht. Nach der polizeilichen Sachbearbeitung und einer Anzeigenerstattung wegen Sachbeschädigung wurde er wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen führt das Kriminalfachdezernat 4.


822.     Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach versuchter räuberischer Erpressung – Milbertshofen

            -siehe Medieninformation vom 10.09.2024, Nr. 1421

Wie bereits berichtet, suchte am Sonntag, 08.09.2024, gegen 21:10 Uhr, ein bislang unbekannter Mann mit zwei männlichen Begleitern einen 27-Jährigen mit Wohnsitz in München auf, welcher in einem Abstellraum seiner Wohnung einen Schuhhandel im Nebengewerbe führt. Der Mann war bereits in jüngerer Vergangenheit Kunde des 27-Jährigen.

Die drei probierten Schuhe an. Im weiteren Verlauf zogen zwei dieser Männer ein Messer und gaben an, diese ohne Bezahlung mitnehmen zu wollen.

Der 27-Jährige setzte sich jedoch zur Wehr und es gelang ihm, einem der Täter das Messer abzunehmen. Im Rahmen der Auseinandersetzung verletzte der 27-Jährige mit dem Messer einen der Täter am linken Oberkörper. Die drei Täter flüchteten daraufhin, ohne Mitnahme der Tatbeute.

Der 27-Jährige wurde durch die Auseinandersetzung ebenfalls verletzt und ambulant in einem Krankenhaus behandelt.

Durch die unmittelbar nach der Tat durchgeführte Spurensicherung der Münchner Kriminalpolizei vor Ort, konnten mehrere tatrelevante Spuren gesichert werden. Aufgrund der Auswertungen dieser mit Hilfe des Bayerischen Landeskriminalamtes und der intensiven Ermittlungsarbeit des Kommissariats 21 konnten nun zwei Tatverdächtige identifiziert werden.

Ein 18-jähriger Tatverdächtiger mit Wohnsitz in München meldete sich zwischenzeitlich bei der Münchner Kriminalpolizei. Er wurde nach den polizeilichen Maßnahmen und der Anzeigenerstattung wieder entlassen.

Ein 19-Jähriger mit Wohnsitz in München wurde am Dienstag, 15.04.2025, um 12:10 Uhr, aufgrund eines zwischenzeitlich von der Staatsanwaltschaft München erlassenen Untersuchungshaftbefehls am U-Bahnhof Harras festgenommen. Nach der polizeilichen Anzeigenerstattung wurde er einer Justizvollzugsanstalt überstellt, wo er zwischenzeitlich entlassen wurde.  

Das Kommissariat 21 führt die Ermittlungen fort.


823.     Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Oberschleißheim

Am Dienstag, 27.05.2025, gegen 19:15 Uhr, erhielt eine über 75-Jährige mit Wohnsitz im Landkreis München einen Anruf eines bislang unbekannten Täters, welcher sich als Polizeibeamter ausgab. Er teilte mit, dass der Sohn der über 75-Jährigen einen Verkehrsunfall verursacht hatte und eine Haft nur durch Zahlung einer fünfstelligen Kaution abgewendet werden könnte.

Später am selben Abend erschien ein unbekannter Täter an der Wohnanschrift der über 75-Jährigen und sie übergab Schmuck in Höhe eines fünfstelligen Betrages. Nach der Übergabe bemerkte die Seniorin den Betrug und informierte den Polizeinotruf 110.

Sofort wurde eine Streife der Münchner Polizei zum Einsatzort geschickt. Eine eingeleitete Fahndung erbrachte bislang keine Hinweise auf die Täter.

Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Täter (Abholer) wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 25 Jahre alt, 180 cm groß, europäische Erscheinung; dunkelblaue Jacke, Kappe

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Heinz-Katzenberger-Straße, Frank-Behrens-Straße und Robert-Raudner-Straße (Oberschleißheim) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.

Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.

Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.

Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:

•           Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.

•           Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.

•           Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.

•           Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.

•           Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen

•           Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.


824.     Brandfall – Ludwigvorstadt

Am Mittwoch, 28.05.2025, gegen 03:30 Uhr, wurde der Notruf über einen Brand in einer Wohnung eines Einfamilienhauses in der Ludwigsvorstadt informiert. Daraufhin begaben sich mehrere Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr zur Einsatzörtlichkeit.

Aufgrund der extremen Rauchentwicklung wurde das gesamte Gebäude durch die Feuerwehr geräumt. Der 47-jährige Wohnungsinhaber erlitt eine Rauchgasvergiftung und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.

Der Gesamtschaden beträgt mehrere zehntausend Euro.

Das Kommissariat 13 hat die weiteren Ermittlungen zur Brandursache übernommen.